Bockwurst in der Harz-Mensa: mehr regionale Zutaten


In der Harzmensa in Halle werden ab sofort mehr regionale Produkte aufgetischt. Obwohl die Liefer-Aufträge europaweit ausgeschrieben werden müssen und Qualität aus der Region ihren Preis hat, ist es gelungen, mehrere Regionalpartner einzubinden.

Obst, Gemüse, Bockwurst oder Kartoffeln von Erzeugern aus Halles ländlichem Umfeld sowie Halloren-Salz werden künftig verarbeitet. Ein Ziel des Projektes ist es, regionale Wirtschaftskreisläufe zu stärken und diese Botschaft beim Mittagstisch zu vermitteln. Täglich nehmen bis zu 1.900 Studenten aus ganz Deutschland und aus zahlreichen Ländern am Mittagessen teil. Hier soll gezielt auf den regionalen Bezug hingewiesen werden und eine „Botschaft“ mit/im Bild täglich beim Mittag sich daraus ableiten lassen.

Auf frei hängenden Tafeln werden nun auch die regionalen Partner mit ihren Produkten in den Mensa-Räumen vorgestellt. Kartoffel, Bockwurst, Gemüse oder z.B. der Apfel haben/bekommen nun eine Herkunft. Der Erzeuger hat nun auch ein Gesicht und der Weg vom Feld zum Mittagstisch wird transparent.

Ministerin Dalbert sagte: „Ich freue mich, dass es dem Studentenwerk in den zurückliegenden Jahren gelungen ist trotz europaweiter Ausschreibungen Lieferanten aus der Region zu binden. Regional, lecker, frisch auf den Tisch – das erwarten die Studierenden von ihrer Mensa. Die kurzen Transportwege schützen die Umwelt und das Klima, die Produktion hier in der Region sichert Arbeitsplätze und die sozialen Strukturen im ländlichen Raum. Als Land unterstützen wir die Initiative, um regionale Lebensmittel bekannter zu machen. Die Landwirtschaftsunternehmen und kleineren Betriebe liefern nicht nur ihre Produkte, sondern erhalten mit dieser Kampagne auch ein Gesicht.“

Lydia Hüskens erläutert, warum es dem Studentenwerk so wichtig ist, dass die Studierenden wissen, woher ihr tägliches Mittagessen kommt: „Bei einer Umfrage unter den Studierenden kam heraus, dass sie sich regionale Produkte wünschen. Viele wissen gar nicht, dass die Kartoffeln, viele der Wurst- und Fleischwaren, Obst und Gemüse oft direkt hier in der Region angebaut und an uns geliefert werden. Auch das Salz kommt aus den Quellen direkt vor ihrer Haustür. Mit dieser Kampagne wollen wir darauf aufmerksam machen, dass bis zu 1900 Portionen Essen am Tag unserer Verantwortung, regionale Wirtschaftskreisläufe zu unterstützen und lange Transportwege zu vermeiden, gerecht werden.“

Jörg Bühnemann ergänzt aus der Sicht der Land- und Ernährungswirtschaft: „Innerhalb der Land- und Ernährungswirtschaft ist viel Bewegung. Die internationalen Marktpreise unterliegen vielen Schwankungen, gleichzeitig fragen Verbraucherinnen und Verbraucher zunehmend gezielt nach Produkten aus ihrer Region. Darauf stellen sich viele Lieferanten und Vermarkter inzwischen ein. Das Studentenwerk, die Harzmensa und all ihre Lieferanten sind ein hervorragendes Beispiel, wie alle von den regionalen Wirtschaftskreisläufen profitieren können. Heute können Sie sich ganz persönlich vorstellen und an Bekanntheit dazugewinnen. Für die hier vorgestellten Lieferanten ist das Studentenwerk ein fester und planbarer Abnehmer ihrer Produkte. Es ist wirklich eine Win-Win-Situation.“

Das Projekt wurde von der Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH initiiert und umgesetzt. Es wurde vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie Sachsen-Anhalt finanziell unterstützt.