Bund soll aus dem Sondervermögen zahlen: Linke wollen weitere Untersuchungen auf dem Orgacid-Gelände in Ammendorf, um dort ein Gewerbegebiet zu etablieren
Die Stadtratsfraktion Die Linke setzt sich dafür ein, dass das Bundes-Sondervermögen für die Finanzierung weiterer Untersuchungen des historischen Orgacid-Geländes in Halle-Ammendorf genutzt wird. Ziel ist es, das Gelände für ein neues Gewerbegebiet vorzubereiten.
Fraktionschefin Katja Müller betont in ihrem Antrag die Notwendigkeit der Bundesmittel: „Da die notwendigen Untersuchungen auf dem Orgacid-Gelände durch die Kommune zu finanzieren sind, ist die Bereitstellung entsprechender Mittel erforderlich. Nur durch weiterführende Untersuchungen kann eine fundierte Bewertung möglicher Gefahrenlagen erfolgen und eine tragfähige Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen geschaffen werden.“
Der Vorschlag der Linken sieht vor, rund 300.000 Euro aus dem Sondervermögen bereitzustellen. Als Ausgleich soll diese Summe bei geplanten Maßnahmen zur Einführung der elektronischen Akte (E-Akte) innerhalb der Verwaltung gekürzt werden.
Revitalisierung als Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung
Die Linke unterstreicht, dass die Revitalisierung von Altindustriestandorten im Stadtteil Ammendorf einen bedeutenden Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung leistet. Das Projekt könnte nicht nur die regionale Wirtschaft stärken, sondern auch den Umweltschutz fördern und mittelfristig zusätzliche Steuereinnahmen für die Stadt Halle (Saale) generieren. „Ein modernes Gewerbegebiet auf einer zuvor sanierten Industriefläche ist eine Chance für Arbeit, Umwelt und Stadtentwicklung zugleich“, erklärt Müller in ihrem Antrag.
Historische Belastungen durch Senfgas-Rückstände
Das Orgacid-Gelände hat eine belastete Vergangenheit: Während des Nationalsozialismus befand sich dort eine Kampfmittelfabrik, in der unter anderem Senfgas hergestellt wurde. Noch heute finden sich im Boden Rückstände dieser chemischen Kampfstoffe, die ins Grundwasser gelangen können.
Die Stadtverwaltung und die Linke betonen daher, dass sorgfältige Untersuchungen zwingend notwendig sind, um mögliche Gefahren für Menschen und Umwelt auszuschließen. Erst wenn die Ergebnisse vorliegen, könne über die Errichtung eines Gewerbegebiets entschieden werden.
Thomas Schied, Stadtrat der Linksfraktion erklärt dazu: „81 Jahre nach Kriegsende könnte man ohne weitere Verzögerungen endlich Klarheit über die letzte große Gift-Altlast des Zweiten Weltkrieges erlangen. Mit gerade mal 0,238 Prozent des Sondervermögens. Das sollte für uns als Stadtrat eine gemeinsame Verantwortung sein, gerade gegenüber den Menschen in Ammendorf. Mit dem Änderungsantrag setzen wir daher eine klare Priorität: Sicherheit für die Bevölkerung, Umweltschutz und die langfristige Entwicklung des Stadtteils müssen Vorrang haben.“










Soll bezahlen. Wie immer.
Was die SED will ist komplett irrelevant.
Komm mal in der Gegenwart an. 🙄
Linke ist der Rechtsnachfolger der SED. In der Gegenwart. Die haben auch das Parteivermögen der SED „bewährt“. Eigentlich ganz einfach und aktuell.
„Ein neues Gewerbegebiet.
Ein modernes Gewerbegebiet.
Ein Gewerbegebiet errichten.“
Psst, da ist schon ein Gewerbegebiet. Ohne Gewerbe kein heibeigeredetes Problem.
Da gab es eine ganze Seite MZ Interview und hängen bleibt ein Satz und nicht mal der ganze Sinn von ihm. 😓
Die Roten hatten 40 Jahre Zeit um dort etwas zu machen, aber nichts ist passiert. Diese Nachfolgepartei unter dem Deckmantel des roten Antifa Terror kann nur fordern!
Verbieten!
Oh-Pa, ist das miese Satire.
kleinkaliber-klaus: Du kannst nich mal Satire von Ernst unterscheiden? Der Opa meint das ernst!
Oh-ha, natürlich meint er das ernst. Die fordern nur, deswegen fordert Opa ein Verbot. Völlig unironisch, klärchen.
„Katja Müller betont in ihrem Antrag die Notwendigkeit der Bundesmittel: „Da die notwendigen Untersuchungen auf dem Orgacid-Gelände durch die Kommune zu finanzieren sind, “
Die Linken machen mal wieder Wahlkampf und das mit sinnlosen Projekten wie Gewerbegebiet .
Das Gelände ist verseucht! Seit Jahrzehnten! Da von einer Nachnutzung auch nur zu reden ist fahrlässig.
Der Bund als Nachfolger der DDR muss sich um die Hinterlassenschaften aus dem zweiten Weltkrieg kümmern. Der Bund hat ja auch die DDR Betriebe verhökert.
Hast du nicht einmal genug Überblick, um dir selbst in wenigen Zeilen zu widersprechen? Der „Antrag die Notwendigkeit der Bundesmittel“ ist Wahlkampf, sinnloses Projekt fahrlässig und nur wenige Worte später muss sich dann doch der Bund um die Hinterlassenschaften kümmern? Hä?
Die Linken Mandatsträger sollen den ganzen Mist bezahlen. Haben genug auf der Kante.Punkt.
Seit den 60-igern kriegt es die Stadt nicht hin, aus dem Gelände was zu machen. Das sagt doch alles aus, was man über die Verwaltung etc wissen muss.
Echt? Schon seit den Sechzigigern?