Der Mundschutz und AHA-Regeln helfen: weniger Atemwegserkrankungen in Halle

Es gibt ja die wildesten Spekulationen und Geschichten über die Masken, die uns vor Corona schützen sollen. Auf jeden Fall aber haben sie Auswirkungen auf die vielen anderen Infektionskrankheiten, denn die sind deutlich zurückgegangen, sagte Halles Amtsärztin Christine Gröger. Und das liegt eben an den Masken. Weil nicht mehr jeder seine Bazillen bei Einkaufen oder im ÖPNV aushustet, sind all dieses Krankheiten zurückgegangen. 

Das belegt auch eine Untersuchung der Krankenkasse Barmer. Demnach lag die Anzahl der Krankschreibungen wegen Atemwegserkrankungen zwischen August und Anfang Oktober deutlich unter dem Wert von vergangenem Jahr. So waren beispielsweise in der 41. Kalenderwoche 1318 BARMER-Versicherte in Sachsen-Anhalt wegen einer Atemwegserkrankung arbeitsunfähig. Das sind mehr als 300 Betroffene weniger als im Jahr zuvor, als die Anzahl der Krankschreibungen zum gleichen Zeitpunkt bei 1658 lag. 

Bundesweit ist der Trend ähnlich: Von Mitte August bis Anfang Oktober 2019 stieg die Zahl der krankgeschriebenen BARMER-Versicherten um 33.439 auf insgesamt 57.613. Das entsprach einem Plus von 138 Prozent. In diesem Jahr liegt der Zuwachs hingegen bei 101 Prozent (von 18.802 auf insgesamt 37.777). Diese Abweichungen können nicht allein durch unterschiedliche Witterungsbedingungen erklärt werden. 

„Die AHA-Regeln wirken nachweislich. Das ist kurz nach dem Beginn des zweiten Lockdowns eine wichtige Botschaft. Jeder Einzelne kann und muss etwas tun, um die sich zuspitzende Pandemie in den Griff zu bekommen“, sagt Axel Wiedemann, Landesgeschäftsführer der BARMER in Sachsen-Anhalt. Rücksichtnahme, Verantwortung und Disziplin seien nun die Gebote der Stunde.

Die BARMER-Analyse zeigt deutliche regionale Unterschiede bei der Zahl der Atemwegserkrankten. Während in Kalenderwoche (KW) 41 dieses Jahres in Hamburg nur 7,2 je 1.000 BARMER-Versicherte krankgeschrieben waren, traf dies in Sachsen-Anhalt auf 12,1 Personen zu. In Mecklenburg-Vorpommern waren 8,4 je 1.000 BARMER-Versicherte aufgrund einer Atemwegserkrankung arbeitsunfähig. Auch die Steigerungsraten sind regional sehr unterschiedlich. Während die Anzahl der krankgeschriebenen Versicherten im Jahr 2020 in Mecklenburg-Vorpommern von der 33. auf die 41. KW um 15 Prozent gestiegen ist, waren es in Baden-Württemberg 158 Prozent, in Sachsen 160 Prozent. „Die AHA-Regeln sollten dennoch alle Bürgerinnen und Bürger ohne Wenn und Aber einhalten. So leistet jeder einen Beitrag, die Zahl der Atemwegserkrankungen und damit auch das Corona-Risiko zu reduzieren. Und das sollte unabhängig von der Postleitzahl und dem aktuellen Infektionsgeschehen in einzelnen Regionen gelten“, sagt Wiedemann.

Artikel Teilen:

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

37 Antworten

  1. Schulle sagt:

    Schon mal an die Zeit nach Corona denken. Immer schön den Mundschutz tragen.

  2. Hallenserin1979 sagt:

    Das liegt auch daran, dass viele nicht mehr beim kleinsten Schnupfen zum Arzt rennen, denn Quarantäne will auch keiner. Das ist die andere Kehrseite.

  3. Fadamo sagt:

    Jetzt will Barmer uns Mitglieder ganz als blöd hinstellen.
    Es liegt wahrscheinlich auch nur an dem milden Wetter ,wo die Grippe sehr schwach ausfällt.

  4. Texas sagt:

    Der dauerhafte Lockdown ist die einzige Lösung! Wir haben dann zwar Massenarbeitslosigkeit und soziale Unruhen weil die Wirtschaft den Bach runter geht, aber egal. Hauptsache die Leute sind weniger erkältet……

  5. Immunabwehr sagt:

    Ich möchte einmal ganz vorsichtig auf eine Kehrseite hinweisen: Das Immunsystem will trainiert werden. Kommt unser Immunsystem mit keinen Erregern mehr in Kontakt, haut uns später selbst eine Erkältung aus den Latschen.

    • Achso sagt:

      Mund-Nasen-Schutz und AHA-Regeln versetzen niemanden in einen keimfreien Zustand, keine Sorge. Das Ansteckungsrisiko wird lediglich gesenkt.

    • ???? sagt:

      @Immunabwehr: . . . Auch wenn ich es nicht gerne tue, muss ich Ihnen im Punkt des Immunsystemtrainings Recht geben. Bei Impfungen wird diese Körperreaktion künstlich erzeugt, und ist normalerweise der Grund einer gewissen „Volksgesundheit“ in einer Region. Wer Fernreisen unternimmt braucht Impfungen gegen Erreger, die unser Immunsystem hier nicht kennt (Mal im Nocht Institut in Hamburg nachfragen).
      Wir müssen den richtigen Mittelweg erlernen, was Zeit braucht. Bis dahin vorsichtig sein ist kein Fehler.

  6. UM sagt:

    Na, das ist doch mal erfreulich🤔
    Nicht jeder schnieft, hustet , niest …. seine Bazillen (vlt. auch Viren) in die Öffentlichkeit.
    Was darf ich daraus schlussfolgern??, Masken für immer?

  7. Ach verpipsch sagt:

    Die Grippe kommt im Anzug,beschwert sich das sie nicht in den Nasenhölen sitzt , sondern in der Armbeuge.Daher macht sie erstmal Urlaub auf Sagrotan. Die lange Fassung ist noch besser.

  8. selbstkenner sagt:

    Sklaven dürfen nicht raus, aber das kommt noch!

  9. Martina Schmidt sagt:

    Beitrag bei Report München zur Pandemiebekämpfung in Asien:Massentests und Quarantäne für Virusträger,Behauptung:
    in Deutschland nicht möglich!!!
    Ja, Massentestest kosten viel Geld,welches für die Bevölkerung nicht ausgegeben wird.

  10. UM sagt:

    AHA wirkt, super👍
    Dann kann Weihnachten ja kommen. Gastronomie und Hotels wieder öffnen, um einen besinnlichen Weihnachts-Kurzurlaub in aller Abgeschiedenheit zu verbringen. Natürlich mit Maske!!!

    • Auslegungssache sagt:

      AHA wirkt-bei Infektionskrankheiten, die nicht unter Quarantäneandrohung stehen. Das ist so ähnlich, als würdest Du bei Regen unter eine Brücke schwimmen. Da wirste von oben zwar nicht nass, das Wasser steht Dir trotzdem bis zum Hals.

  11. Whg sagt:

    Was ist denn AHA?

  12. k.hädicke sagt:

    das ist eine barmer-milchmädchenrechnung
    einzig diesen bezug zu ziehen, ist echt peinlich.
    * viele brauchen keine AU, weil sie im homeoffice sind
    * viele brauchen keine AU, weil sie keine arbeit mehr haben
    * viele wollen keine AU, weil wg unterbesetzung alles zusammenbrechen würde
    * wir hatten extrem mildes, kein atemwegserkrankungswetter

  13. Guido sagt:

    So kann man es deuten, man kann aber auch eine andere Korrelation sehen. Dadurch, dass viele nicht zum Arzt gehen, da sie nicht in Quarantäne wollen. Es gibt mehr Arbeitnehmer, die im Home-Office arbeiten und eine Erkältung o.Ä. zu Hause auskurieren, da sie sich nicht in die Firma schleppen müssen. Dass die AHA-Regeln was bringen ist nachvollziehbar aber es nur daran festmachen ist zu kurz gedacht.

  14. Jezz sagt:

    AHA heißt Hände waschen, Hygiene, Abstand, Maske auf

  15. Bernd sagt:

    Eine Korrelation ist noch keine Kausalität. Das sollten eine Amtsärztin und ein Landesgeschäftsführer wissen.

  16. Jezz sagt:

    AHA hilft auf alle Fälle weiter, er das abstreitet weiß nicht wovon wir reden

  17. Fadamo sagt:

    Die ganz Schlauen hier , sollten sich einen Ganzkörperkondom überstreifen.
    Nur so schützt ihr euch vor Corona und vorm Tod.

    • Elke Werner sagt:

      Genau so habe ich mir dich vorgestellt, Kippe im Maul und irgendwo ein Sterni!
      Und dann dein Geschreibsel, da passt einfach alles perfekt zusammen!
      Das ist doch mal eine stimmige Sache!

      • Ggg sagt:

        Aber ich doch nicht, ich rauche nicht, bin alt, habe ein geschwächtes Immunsystem, kein Tatoo und kein Sterni, beachte alle AHA und hoffe Corona zu überleben. Hast Dich wohl doch getäuscht in mir? Und dazu bin ich lieb und gebe keine gehässigen Komentare ab.