Digitalisierung der deutschen Bundesländer: Sachsen-Anhalt ist auf dem vorletzten Platz

Die Digitalisierung von Wirtschaft, Infrastruktur, Verwaltung und Gesellschaft in Sachsen-Anhalt lässt zu wünschen übrig. In einem Ranking von Bitkom landet das Land auf dem vorletzten Platz vor Thüringen. Mehr als 1.200 Datenpunkten wurden erfasst sowie die 16 Landesregierungen und mehr als 5.600 Bürgerinnen und Bürger befragt, zudem amtliche Bundesstatistiken und Drittstudien ausgewertet.   

Sachsen-Anhalt kommt auf einen Indexwert von 52,2, das führende Hamburg hat 73,5. Bei der Digitalisierung der Wirtschaft belegt Sachsen-Anhalt sogar den letzten Platz. 44 Prozent der Sachsen-Anhalter fühlen sich von digitalen Technologien überfordert.

„Die Digitalstrategie für Sachsen-Anhalt entfaltet offensichtlich keinerlei Wirkung für unser Land. Die Landesregierung und das eigentlich zuständige Digitalisierungsministerium müssen endlich vom Planen ins Umsetzen kommen“, so Sebastian Striegel, digitalpolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion.

„Sachsen-Anhalt hat nur 29 Prozent der digitalen Verwaltungsleistungen des Onlinezugangsgesetzes umgesetzt und belegt damit den letzten Platz, während im Länderdurchschnitt 35 Prozent der Behördenleistung digitalisiert sind. Auch nur 23 Prozent der Haushalte sind hier an das Glasfasernetz angebunden. Damit liegt Sachsen-Anhalt beim Glasfaserausbau unter dem Länderdurchschnitt von 29 Prozent und rangiert im bundesweiten Vergleich nur auf Platz 13 bei der digitalen Infrastruktur. Statt sich um eine teure Plakatkampagne zu kümmern, sollte das Augenmerk auf tatsächlich verlegte Glasfaserverbindungen gerichtet werden“, bilanziert Striegel die Befunde des Bitkom Digitalrankings der Bundesländer 2024.

https://www.bitkom.org/Laenderindex/2024/Sachsen-Anhalt?location=Sachsen-Anhalt

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7 Antworten

  1. IT-Beauftrager Bernd H sagt:

    Thüringen. Soso.

  2. Wer sagt's denn.... sagt:

    Läuft…👍🏼😆

  3. mirror sagt:

    Der Minister ist der festen Überzeugung auf der Überholspur zu sein. Wahrscheinlich um Thüringen am Überholen zu hindern.

  4. 10010110 sagt:

    Lasst euch nicht vom Lobby-Verein Bitkom verarschen. Digitalisierung um jeden Preis ist nicht das Nonplusultra. Digitalisierung ist da gut und richtig, wo sie echte Probleme (nicht nur Luxusprobleme) löst ohne neue Probleme zu schaffen. In allen übrigen Fällen muss man es nicht machen, nur weil es möglich ist. Die pauschale Darstellung „Digitalisierung = gut, keine Digitalisierung = schlecht“ ist eine gezielte Irreführung der Digitallobby.

    • Miraculix sagt:

      Sehe ich auch so. Habe auf Arbeit mit jedem neuen Update mehr Probleme als vorher. Das, was schlecht läuft, wird nicht angefasst. Aber das, was gut funktioniert, wird „verschlimmbessert“.

      • Bananenrepublik sagt:

        Zum Thema verschimmbessern: Diese Wetter-Seite war mal ganz gut. Inzwischen ploppt ständig Werbung auf und alles verschiebt sich, so dass man dauernd scrollen muss. So kann man Dinge wunderbar unbrauchbar machen. Vielleicht nehmen die nun kurzzeitig etwas mehr Werbegeld ein, aber sie werden auf längere Sicht die Nutzer vergraulen und dann können die ihre Seite wegen Bedeutungslosigkeit dichtmachen.
        https://www.wetter.com/deutschland/halle/halle-saale/DE0004108.html

  5. Schlümpfe für Halle sagt:

    Das ist doch mal eine gute Nachricht! Wer braucht schon so was?!

  6. Mosbachi sagt:

    Man kann es auch einfach schlechtreden. Passend für den durchschnittlichen dubisthalle Konsument.

    z.B. aus der Studie Sachsen-Anhalt | … eine hohe Gigabitversorgung von Schulen (87 Prozent), Durchschnitt bei 71 %!

  7. Digital sagt:

    Im November 2021 wurde in unserer Wohnung ein Glasfaseranschluss installiert. Im Januar 2022 sollte Kabel verlegt und angeschlossen werden. Aber wie gesagt……sollte.

  8. stbaasch sagt:

    Saxony-Anhalt has a digitalization strategy. Insane. ^^