Dritter CDU-Bewerber für OB-Posten: auch Jörg Anschütz tritt an

Vermutlich im Februar wählt Halle (Saale) einen neuen Oberbürgermeister. Bislang hat sich nur die CDU aus der Deckung getraut. Mittlerweile haben drei Christdemokraten ihr Interesse bekundet.

Als erstes hat Dr. Alexander Vogt erklärt, antreten zu wollen. Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion will ihn ins Rennen schicken. Zudem wurde Vogt bereits in vertrauten Gesprächen mit Akteuren verschiedener Ortsverbände der CDU gesehen.

Auch die CDU-Landtagsabgeordnete Kerstin Godenrath will gern auf den städtischen Chefposten. Sie hat eins selbst eine Ausbildung bei der Stadtverwaltung gemacht und hat vor allem den Kreisvorstand hinter sich.

In der MZ hat nun auch Jörg Anschütz seine Ambitionen verkündet. Er war bereits im Jahr 2000 als damals noch Parteiloser bei der OB-Wahl gegen die damalige Gewinnerin Ingrid Häußler angetreten.

Wer letztendlich für die CDU ins Rennen geht, entscheidet der Kreisparteitag am 18. September. “Die Oberbürgermeisterwahl ist für den CDU-Kreisverband Halle (Saale) von sehr großer Bedeutung, da unsere Stadt dringend einen Politikwechsel benötigt”, sagt der stellvertretende Kreisvorsitzende Christoph Bernstiel. “Bei der Kandidatenauswahl steht für uns die Frage im Mittelpunkt, wer Halle in diesen herausfordernden Zeiten am besten führen und auf allen politischen Ebenen repräsentieren kann. Entscheidend sind zudem Charaktereigenschaften wie Teamfähigkeit und Bescheidenheit.”

Den Auswahlprozess führe man basisdemokratisch, gründlich und mit dem gebotenen Respekt vor dem Oberbürgermeisteramt durch. “Als CDU sind wir in der glücklichen Lage, dass wir mehrere geeignete Bewerberinnen und Bewerber in unseren Reihen haben, die über das nötige Rüstzeug für das Amt verfügen. In den nächsten Wochen werden sich diese auf parteiinternen Veranstaltungen unseren Mitgliedern vorstellen.”

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19 Antworten

  1. Steuerzahler sagt:

    „Entscheidend sind zudem Charaktereigenschaften wie Teamfähigkeit und Bescheidenheit.”….so Herr Bernstiel. Dann ist Dr. Vogt raus, der ist weder Teamfähig, noch Bescheiden, ansonsten würde er nicht bei allem mitmachen wollen.

    • Anhalter sagt:

      Bernstiel sollte Teamfähigkeit und Bescheidenheit lieber bei sich suchen. Er scheut wohl echte parteiinterne Konkurrenz 😀

  2. Emmi sagt:

    Es sollte gar kein Kandidat aus einer Partei sein. Die sind ihrer Parteistrategie untergeordnet.

    • Teamster sagt:

      Kannst du dir wünschen und wenn es einen parteilosen Kandidaten gibt, kannst du den auch wählen, wo auch immer du wahlberechtigt bist.

      Aber Deutschland ist eine Parteiendemokratie. Damit musst du dich langsam mal abfinden, wenn du dauerhaft hier leben willst.

      • PaulusHallenser sagt:

        „Aber Deutschland ist eine Parteiendemokratie.“

        Teamster,

        in der Praxis ja, von der Theorie her nein. Es kann ein Parteiloser Bürgermeister werden, ebenso kann man als Direktkandidat in Parlamente usw. einziehen. Listenplätze können auch an Wählervereinigungen gehen, die keine Parteien sind.

        Bei genauer Betrachtung ist das politische System Deutschlands parlamentarisch-repräsentativ. Eine Parteiendemokratie per se ist Deutschland nicht, auch wenn das gerade von SPD und Co so dargestellt wird.

    • Immer Parteilos sagt:

      Ich wähle bei einer (Ober)Bürgermeisterwahl grundsätzlich parteilose Kanditaten. Da die Interessen der Bürger über den interessen der Partei stehen sollte un dies kann ein Parteimitgleid nicht.

      • Ichwillverstehen sagt:

        Welches böse Interesse haben denn „die Parteien“ so in Halle? Und ein Parteiloser hat dieselben Interessen nicht, weil?

    • MS sagt:

      Und dann hat man einen parteilosen mit viel Erfahrung. Und der wird bekämpft und letztendlich mithilfe des Landes weggemobbt.

      • Fred sagt:

        Der war übrigens vorher in der SPD, und hat schon unter der vorherigen OB gegen den Stachel gelöckt. Damit hatte er wohl Erfahrung…

  3. siehste sagt:

    Es muß wieder ein Parteiloser her, der weder mit dem Stadtratssumpf noch mit dem Landtagssumpf bekannt ist. Ausserdem muß er charakterfest und eine enorm robuste Konstitution haben, wie man am Polittheater um Herrn Wiegand ablesen kann. Je fähiger und besser er für Halle ist, desto mehr wird er bekämpft werden.

    Er braucht nur eine Strategie. Halle schnellstmöglich aus Sachsen-Anhalt herausführen.
    Das ist die dringlichste und wirksamste Aufgabe, um Halle voranzubringen!!!

    Nebenbei kann man dann – nach der Auflösung Sachsen-Anhalts – das wahre ‚Potential‘ Magdeburgs beobachten.

    • Pressesprecher sagt:

      Hast du schlecht geträumt? Seit wann steht irgendwo eine Auflösung Sa-Anh auf der Agenda? rein territorial ist es auch schon unmöglich, Halle aus Sa-Anh auszugliedern, weil es keine gemeinsame Grenze zu Sachsen hat. Das kannst du dir gern in einem Grundkurs Geografie anschauen. Find dich damit ab; es funktioniert so nicht. (Außer natürlich, wenn Sachsen den Saalekreis annektieren sollte…LOL)

  4. MS sagt:

    Das Hauen und Stechen, die Grabenkämpfe… tolle Unterhaltung für alle anderen. Weiter so, CDU!

  5. ... sagt:

    Es müsste ein völlig Fremder sein. Parteilos. Neutral. Nicht korrupt. Mit Durchsetzungsvermögen. Standhaft. Dieser Mensch muss erst noch geboren werden, um dem Stadtrat genehm zu sein.

    • bin_gespannt sagt:

      Quatsch, PaulusHallenser lebt doch schon.

      • PaulusHallenser sagt:

        Der ist aber weder völlig fremd noch parteilos. 🙂

        Außerdem reicht ihm auch ein Sitz im Stadtrat, für das Amt des OB ist er noch nicht soweit. 🙂

        • Frodo sagt:

          Den hat er waol aber zum Glück komplett verpaßt. Auch gut so und verdient, wie er sich hier aufführt. Was sollte das erst noch im Stadtrat werden…

  6. PaulusHallenser sagt:

    Die Kollegen von der CDU machen den Bürgermeisterwahlkampf aber sehr spannend. 🙂

  7. Steg sagt:

    Ich kenne keinen von denen für jetzt regieren, denn man wählen könnte. Keinen