Entschärfer-Team der Polizei in Sachsen-Anhalt hatte im vergangenen Jahr 423 Einsätze

Die hochspezialisierten Kolleginnen und Kollegen der USBV-Gruppe der Landespolizei Sachsen-Anhalt haben im vergangenen Jahr 423 Einsätze absolviert. Der Schwerpunkt der Arbeit lag auf der landesweiten Übernahme von Untersuchungsaufträgen im Zusammenhang mit explosionsgefährlichen Stoffen und der anschließenden kriminaltechnischen Aufarbeitung.

Innenministerin Dr. Tamara Zieschang: „Die Spezialistinnen und Spezialisten unserer USBV-Gruppe stehen dort bereit, wo höchste Gefahr droht. Sie erkennen, entschärfen und untersuchen Spreng- und Brandvorrichtungen – eine Aufgabe, die höchste Fachkenntnis, körperliche Fitness und kontinuierliche Fortbildung verlangt. Dabei setzen sie sich immer auch einem besonderen Risiko aus, um die Bevölkerung zu schützen. Für ihre Expertise und den unermüdlichen Einsatz danke ich ihnen herzlich.“

Die USBV-Gruppe ist dem Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt angegliedert und rund um die Uhr einsatzbereit. Sie kommt unter anderem bei der Sicherung und Entschärfung von verdächtigen Gegenständen, bei Durchsuchungen mit explosionsgefährlichen Stoffen sowie bei der kriminaltechnischen Untersuchung von Sprengmitteln zum Einsatz. Unter sogenannten Unkonventionellen Spreng- oder Brandvorrichtungen (USBV) sind manuell hergestellte Brand- oder Sprengladungen zu verstehen.

Im Jahr 2025 hat die USBV-Gruppe in 128 Fällen explosions-gefährliche Asservate in den Dienststellen des Landes übernommen, fachgerecht untersucht und dokumentiert. Darunter befanden sich industrielle Pyrotechnik aller Kategorien sowie diverse selbst hergestellte Gegenstände. Die Mengen variieren dabei von Einzelstücken bis hin zu umfangreichen Gesamtgewichten von 400 Kilogramm.

In 26 Fällen wurde die USBV-Gruppe zur Sicherung und Entschärfung unkonventioneller Spreng- oder Brandvorrichtungen alarmiert. Bei zehn Einsätzen unterstützten sie die Tatortarbeit nach Sprengungen von Geld- und Warenautomaten. Neun Einsätze betrafen den Fund und Sicherstellungen militärischer Sprengstoffe oder Kampfmittel.

Alle Entschärfer der USBV-Gruppe sind ausgebildete Polizeivollzugsbeamte und durchlaufen für ihre Tätigkeit eine anspruchsvolle 31-wöchige Spezialausbildung. Regelmäßige Fortbildungen sowie eine hohe körperliche Belastbarkeit – insbesondere für den Einsatz im Bombenschutzanzug – sind für die tägliche Arbeit unerlässlich. Die USBV-Gruppe führt neben akuten Maßnahmen auch Beratungen und Schulungen in Polizeidienststellen, Behörden und Einrichtungen des Landes Sachsen-Anhalt durch.

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