„Ersatzwohnzimmer“: In Halle öffnen im Januar sechs Wärmecafès ihre Türen

Mit Beginn des neuen Jahres öffnen in Halle (Saale) sechs Wärmecafès. Dabei handelt es sich um frei zugängliche Angebote für Menschen, die aufgrund steigender Kosten für Heizung und Energie an ihre finanziellen Grenzen geraten und sich daher stark einschränken müssen. Mit dabei sind zunächst Stadtmission, Diakoniewerk, Marktkirchengemeinde, Paulusgemeinde, Gemeindezentrum Halle-Neustadt sowie Gemeindezentrum Silberhöhe-Beesen. Weitere Cafes sollen folgen. 

Pfarrer Martin Golz aus der Silberhöhe sprach von einem Ersatzwohnzimmer beziehungsweise einem Ersatzküchentisch. Die Wärmecafes bieten Raum zum Aufwärmen. Es werden kostenfreie Warmgetränke angeboten. Tische stehen bereit, um Hausaufgaben oder kleinere Homeoffice-Arbeiten zu erledigen. Familien finden Platz zum Spielen in einem wärmenden Umfeld.  „Es muss kein Kind in der kalten Wohnung hocken“, so Golz. Zunächst ist das Angebot bis Ende März geplant. Geplant sei ein offenes Angebot für Menschen, „die sorgenvoll auf ihre künftige Energierechnung schauen“, so Kirchenkreis-Sprecher Torsten Bau. Die Idee zu der Aktion sei im Sommer gekommen, als die Energiepreise angestiegen sind.

Superintendent Hans-Jürgen Kant vom Evangelischen Kirchenkreis Halle-Saalkreis: „Die zurückliegenden Jahre haben gezeigt, dass Halle eine Stadt ist, in der auch Menschen in bedrückenden Lebenslagen nicht aus dem Blick geraten. Trotzdem stellt die aktuelle Situation noch einmal besondere Ansprüche an unser Zusammenleben. Umso mehr bin ich dankbar und freue ich mich über dieses Angebot unserer Gemeinden. Mit den Wärmecafes wenden wir uns ganz praktisch denen zu, die besorgt in die Zukunft blicken. Gleichzeitig öffnen die Gemeinden damit auch Räume, um miteinander ins Gespräch zu kommen und unseren vielfältigen Sorgen Gehör zu verschaffen.” 

Bei der Planung und Umsetzung der Wärmecafes arbeitet der Evangelische Kirchenkreis eng mit der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis zusammen. Neben der Beratung im Vorfeld werden die Gemeinden und Organisationen auch bei der Suche und Gewinnung ehrenamtlich Engagierter unterstützt. Christine Sattler, Geschäftsführerin des Vereins: „Halle hat in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass Menschen unserer Stadt besonders dann eng zusammenstehen und füreinander da sind, wenn die äußeren Umstände schwierig sind und Menschen in Not geraten. So sind wir auch jetzt zuversichtlich, dass sich viele Freiwillige melden, die mit ihrem Engagement ein wenig Zeit und Freude bei der Unterstützung der Wärmecafes spenden möchten. Die Wärmecafes stehen allen Menschen offen, die einen Ort zum Aufwärmen oder zur Begegnung suchen. Wir bedanken uns schon jetzt bei allen, die sich dafür einsetzen und dieses Angebot unterstützen.” Laut Sattler hat sich unter anderem ein älteres Ehepaar gemeldet, dass ehrenamtlich helfen will.

Finanziell wird die Initiative des Kirchenkreises von der Hallianz für Vielfalt sowie von der Diakonie Mitteldeutschland unterstützt. „Denn wir heizen auch Räume, die sonst nicht geheizt werden“, sagt Torsten Bau, Sprecher des Kirchenkreises. 

Bei der Bekanntmachung des Angebotes arbeiten die Beteiligten mit den halleschen Wohnungsgesellschaften HWG und GWG zusammen. 

Alle Infos zu den beteiligten Gemeinden und Einrichtungen, den aktuellen Öffnungszeiten sowie zur Möglichkeit der ehrenamtlichen Unterstützung der Wärmecafes sind unter www.waermecafe-halle.de  abrufbar. 

Evangelische Stadtmission, großer Saal 

  • Adresse: Weidenplan 3-5, 06108 Halle
  • Start: Ab 7. Januar 2022
  • Mo keine Öffnung
  • Di keine Öffnung
  • Mi keine Öffnung
  • Do keine Öffnung
  • Fr keine Öffnung
  • Sa 10:00 – 18:00 Uhr
  • So 10:00 – 18:00 Uhr

Diakoniewerk, Speisesaal

  • Adresse: Lafontainestraße 15, 06114 Halle (Saale)
  • Start: Ab sofort
  • Mo 14:00 – 17:00 Uhr
  • Di 14:00 – 17:00 Uhr
  • Mi 14:00 – 17:00 Uhr
  • Do 14:00 – 17:00 Uhr
  • Fr 14:00 – 17:00 Uhr
  • Sa keine Öffnung
  • So keine Öffnung

Gemeindezentrum Halle-Neustadt 

  • Adresse: Schulplatz 4, 06124 Halle (Saale)
  • Start: 9. Januar 2022
  • Mo keine Öffnung
  • Di keine Öffnung
  • Mi 14:00 – 16:30 Uhr
  • Do 15:00 – 17:00 Uhr
  • Fr keine Öffnung
  • Sa keine Öffnung
  • So keine Öffnung

Gemeindezentrum Silberhöhe/Beesen

  • Adresse: Franz-Mohr-Str. 1c, 06128 Halle (Saale)
  • Start: Ab sofort
  • Mo 10:00 – 17:00 Uhr
  • Di 10:00 – 17:00 Uhr
  • Mi 10:00 – 17:00 Uhr
  • Do 10:00 – 17:00 Uhr
  • Fr 10:00 – 17:00 Uhr
  • Sa keine Öffnung
  • So keine Öffnung

Marktkirchengemeinde

  • Adresse: An der Marienkirche 1, 06108 Halle (Saale)
  • Start: Ab sofort
  • Mo 9:00 – 15:00 Uhr
  • Di keine Öffnung
  • Mi 9:00 – 15:00 Uhr
  • Do 9:00 – 15:00 Uhr
  • Fr 9:00 – 15:00 Uhr
  • Sa keine Öffnung
  • So keine Öffnung

Paulusgemeinde, Bühnenraum

  • Adresse: Robert-Blum-Straße-11a, 06114 Halle (Saale)
  • Start: Ab 12. Januar 2022
  • Mo keine Öffnung
  • Di keine Öffnung
  • Mi keine Öffnung
  • Do 9:30 – 12:00 Uhr
  • Fr keine Öffnung
  • Sa keine Öffnung
  • So keine Öffnung
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23 Antworten

  1. Hagen Rappen sagt:

    Soll das ein Witz sein? Bei den Öffnungszeiten können die Gemeinden die sogenannten „Ersatzwohnzimmer“ sich auch schenken. Sinn würde das nur, machen wenn die Einrichtungen 24/7 öffnen.

  2. Zu sagt:

    Keine Öffnung? So oft? Klingt ja vielversprechend.

  3. Hunger u. Armut für alle sagt:

    Wir sind ein reiches Land , wir haben sogar Aufwärmstuben für Geringverdiener u. Kleinrentner , damit die Sterblichkeit im Winter nicht so auffällig hochgeht.

  4. Hallo sagt:

    Wie erbärmlich.
    Aber Waffen für noch einen Krieg …
    Die Bolschewiki feiert im MDR fröhliche urständ mit Ökologischen Sozialismus …

    • Hansi sagt:

      Und du kannst nichts dagegen tun.

      So ist es brav. 🙂

      • Hallo sagt:

        Nun vor dem Gulag muss man schon warnen … egal wie die Lemminge weiterlaufen.

        • Ciao sagt:

          Du wirst also die Ersatzwohnzimmer nicht betreten, weil du Angst hast, dass sie sich als Gulag entpuppen.
          Den du dann nur nach Zwangsimpfung wieder verlassen darfst. Oder wenn die Öffnungszeiten rum sind.

  5. kitainsider sagt:

    Im Coronawahn wurden die alten Menschen isoliert ohne das die Kirchen ihre Stimme dagegen erhoben haben. Da brauchen sie jetzt nicht mit solchen Kinkerlitzchen kommen.

  6. Robert sagt:

    Willkommen im 21. Jahrhundert !
    Wo sind eigentlich die Stadtpolitiker, die diese Errungenschaften “ Wärmecafe “ feiern und sich gegenseitig auf die Schulter hauen ?
    Die Öffnungszeiten sind wirklich ein Witz. Wo doch Abends und in der Nacht die eigene Wohnung der Bedürftigen kalt ist , da werden die Bedürftigen wieder in die kalte Wohnung gejocht.
    Nein, ich und viele werden nicht wegen der Bundespolitik frieren sondern unseren Unmut auf der Straße zeigen.
    Wenn die Kirche sich als Wohltäter sich hinstellen will ,dann sollte sie ihre gut gewärmte Kirche auch Nachts öffnen und die Frierenden Einlass gewähren.

    • jetzt kommts sagt:

      Wirst du frierende Nachbarn zu dir einladen? Oder scheißt du auf die anderen Menschen, die es nicht so gut haben wie du?

      • Jahrzehnte hinterher sagt:

        Was soll die bescheuerte Frage ohne Zusammenhang?

      • Psych sagt:

        Sagi, geh zu Arzt!

      • Beerhunter sagt:

        @jetzt kommt’s, solche Typen wie dich?? Niemals!!!Nachbar’n,Freunde ja, immer!!!Aber so n Gesindel wie DICH!!!??? NIEMALS!!! TROLL!!! Geh zu deinen Messerstecher’n,Vergewaltigern,Räuber’n und freue dich an deiner „Weltoffenheit“!!,solange du noch kannst!!!

        • Brain Eater sagt:

          Ach die Messerstecher’n, Vergewaltiger’n und Räubern’n sind die, die frieren müssen. DAS sind die Bedürftigen, die wieder in die kalte Wohnung „gejocht“ werden. Das ist ja interessant.

          Wie wird man so wie du?

        • Robert sagt:

          Die Nachbarn sollen untereinander sich anschwärzen und sich nicht helfen. Das wird die neue deutsche Kultur werden.
          ,

    • Grundkenntnisse der europäischen Zivilisation sagt:

      Wohnzimmer ungleich Schlafzimmer.

  7. Halu sagt:

    Ich finde die Aktion lobenswert. Jedoch wie schon gesagt, nachzubessern. Auch für mich stellt sich die Frage nach der Verantwortung der Stadt und der Politiker. Für die gibt es kein“zu teuer, zu kalt usw. Heißt es nicht in dem Eid“Schaden vom deutschen Volk abzuwenden“? Auch so, gibt es Dank der Politik ja auch bald nicht mehr.
    Allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und Gesundheit. 🤗🤗🤗🤗

  8. JEB sagt:

    Die Freiwilligen-Agentur hat wieder etwas zum Abrechnen

  9. Diana Weise sagt:

    Hauptsache unseren Millionen Pseudomigranten geht es gut im besten Deutschland aller Zeiten.

    • Auslese sagt:

      Wem geht es nicht gut in Deutschland, Daniela, wem nicht. Eigentlich nur Vollversagern. Aber zählen die überhaupt?