Erste “Riesen-Reißzwecke” am Neustadt Centrum ist da – 6 kommen noch, Stadt gibt 180.000 Euro aus

Sie sollen als “Schattenspender” dienen: in dieser Woche ist die erste überdimensionale Reißzwecke am Platz zwischen Neustadt Centrum und Scheibe A aufgestellt worden. Die Kunstinstallation „500:1:1:500“ haben Michael Krenz und Martin Schwand entworfen. Damit haben sie vor zwei Jahren die Fachjury des Kunstwettbewerbs überzeugt, der im Rahmen der „Richtlinie der Stadt Halle (Saale) zur Kunst am Bau“ für das Stadtteilzentrum Neustadt durchgeführt wurde. 

In der bisherigen Planung sind sieben große und drei niedrigere Reißzwecken vorgesehen, die als Schattenspender und Sitzelement den großen Platz in Neustadt schmücken. Die Plastiken, gefertigt aus feuerverzinktem Stahl, Holz und Beton, sollen nach Angaben der Künstler ein Sinnbild für die Planstadt Neustadt verkörpern. Die Reißzwecke symbolisiert dabei die Variabilität und Herausforderungen der Stadtplanung.  

Zur Realisierung des Kunstprojekts stehen nach Angaben der Stadtverwaltung 180.000 Euro zur Verfügung, davon stammen 150.000 Euro aus Fördergeldern zur Umfeld-Gestaltung der Hochhausscheibe A. Da die Baupreise seit dem Wettbewerb und dem anschließenden Aufstellungsbeschluss durch den Stadtrat deutlich gestiegen sind, kann erst in den kommenden Wochen, nach Fertigstellung dieser ersten Reißzwecke, konkret geplant werden, wie viele weitere Plastiken realisiert werden können. 

In Halle-Neustadt gibt es rund 100 Kunstwerke im öffentlichen Raum, die wesentlich zur Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Stadtteil beitragen. Die meisten davon stammen aus der Zeit vor 1989. Die Stadt Halle (Saale) setzt sich daher aktiv dafür ein, zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum zu fördern und zu präsentieren.

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50 Kommentare

  1. Mensch sagt:

    Ist doof ohne Grünzeug !

  2. Peter sagt:

    Für 180k hätte man ne Menge Bäume Pflanzen können. 🤔

  3. Icke sagt:

    Ich dachte Halle hat kein Geld. Für so ein Mist ist Geld da..

    • Schrotthändler sagt:

      Sehe ich genauso. Und dann jammern diese Experten, dass keine Kohle da ist.

    • Finanzierer sagt:

      Es ist immer genug Geld da, man muss nur den Fördertopf oder die Kostenstelle finden und etwas kreativ sein. Und man muss Ausgaben planen, heute den Finger heben ich brauche 150T€ wird nicht klappen, außer ich habe einen sehr guten Grund. Wenn man die Aufträge so vergiebt, dass sie Regional vergeben werden bleibt das Geld wenigstens in Halle und zumindest besteht die Chance das es dann nochmal hier ausgegeben wird.

  4. Wacho sagt:

    Nur gut,dass wir in einer
    Finanzkrise stecken. Was würde wohl passieren, wenn wir Geld hätten?

  5. Detlef sagt:

    Bäume wären besser gewesen und optisch interessanter

  6. Laufrad sagt:

    Ich habe gelesen die Stadt müsse sparen.
    Nach der Flaniermeile nun noch eine unnütze Ausgabe.

  7. Steuerzahler sagt:

    Vier Masten und ein gespanntes Sonnensegel wäre viel preiswerter gewesen aber Halle hat ja Geld im Überfluss und der Stadtrat Flausen im Kopf…

    • Mehrwertsteuerzahler sagt:

      Dann lass dich doch in den Stadtrat wählen… Ups, ich vergaß, sorry….

    • Planer sagt:

      Der Stadtrat hat keine Flausen im Kopf, sondern hat hier einigen „guten Freunden“ Geld in Form von Aufträgen verschafft. Es sollte jeder mit klarem Verstand erkennen, dass hier kein sinnvoller Nutzen für den Steuerzahler entsteht. Wenn so etwas in China oder Russland passieren würde, dann würde ganz schnell ein Wort mit K an Anfang zu lesen sein.

  8. Siegfried v. d. Heide sagt:

    Kunst am Bau – welcher Bau ? Das Bild istirreführend. Es wäre wohl gut gewesen wenn das Modell mit dem der Wettbewerb gewonnen wurde nochmals abgebildet wäre. So kann ich die Funktion als Schattenspender nicht erkennen.

  9. Marktsänger sagt:

    Na endlich! Halle-Neustadt bekommt, was es wirklich braucht: riesige Reißzwecken. Endlich kann man sich im Schatten einer überdimensionalen Büroklammer-Imitation erholen – weil ja Bäume total überbewertet sind.

    180.000 Euro für das Gefühl, auf dem Schreibtisch eines Riesen zu sitzen. Und die Künstler haben es natürlich tiefsinnig erklärt: „Variabilität der Stadtplanung“ – sprich, man kann die Reißzwecke mal hier, mal da hinstecken. Genau wie Bauprojekte in Halle: rein in die Erde, wieder raus, Hauptsache teuer. Und wenn dann irgendwann die Sonne brennt, wird der Hallenser denken: „Gut, dass hier kein Apfelbaum steht – ich setz mich lieber unter die stählerne Spitzensymbolik!“

    Kurzum: Halle bekommt keine Grünflächen, sondern Großraumbüro-Charme im XXL-Format. Bravo!

  10. Anja sagt:

    Die größte Dummheit

  11. Peter sagt:

    „Die Reißzwecke symbolisiert dabei die Variabilität und Herausforderungen der Stadtplanung.“

    Stimmt, die Reißzwecke das internationale Symbol für Variabilität und Herausforderungen der Stadtplanung. Wer kennt es nicht …

  12. PaulusHallenser sagt:

    Das Artikelbild ist schon krass, wenn man die „Reißzwecke“ mit dem Baum direkt an der Scheibe vergleicht. Auf was „Kunstwettbewerbsjurys“ so alles kommen, ist schon sehr bedenklich.

  13. Heul doch sagt:

    Wieder fas übliche Ossi-Gejammer. Ich glaube, ohne ständig zu meckern, würden diese Leute nicht überleben.

  14. Also sagt:

    Denke wir sind verschuldet und dann Geld für sowas. OMG

  15. BESORGTER Hallenser sagt:

    Die Dinger stehen auch in Swinemünde und haben auch nichts gebracht außer Kosten.

  16. Hans Wurst sagt:

    Muss das unbedingt in Neustadt sein? Das wird doch eh alles wieder kaputt gemacht. Und wo nimmt die Stadt das Geld her?

  17. Robert sagt:

    Soll diese „Kunst“ Schatten spenden oder wird diese „Kunst “ Schatten spenden ?
    Das ist die große Frage

  18. Emmi sagt:

    Da hätte Mann lieber Kübel mit niedrigen Bäumen als Schattenspender hinstellen können. Um die Pflanzbehälter Sitzgelegenheiten drumherum. Stehen so in München und wird rege genutzt.

  19. Gamer67 sagt:

    Dauert nicht lange, dann hast da Graffiti dran

  20. Wolli sagt:

    Wenn das Foto stimmt, kann von Schattenspender keine Rede sein.

  21. Hobbysoziologe sagt:

    Obendrauf hätten gut noch ein paar Solarpanele gepasst.

  22. Ernst sagt:

    Das ist nicht euer Ernst? Wer segnet sowas ab? Wer kann zieht raus.

  23. Schlosser sagt:

    Es gab wirklich schönere und sinnvollere Vorschläge im der Ausstellung im centrum aber über Geschmack lässt sich leider streiten! Hoffentlich verkommt es nicht zur nächsten……Ecke!