Gedenk-Konzert mit Joris, Max Giesinger am Samstag

Das könnte Dich auch interessieren …

21 Antworten

  1. mirror sagt:

    Warum muss so ein trauriger Anlaß mit einer Volksbespaßung beantwortet werden. Pietät kenne ich anders.

  2. 10010110​ sagt:

    Ich bin nicht davon überzeugt, dass Solidaritätskonzerte, Demos und sonstige Bekundungen irgendwelche zukünftigen potentiellen Attentäter davon abhalten werden, ihre Pläne umzusetzen. Für mein Empfinden ist das reine Selbstbeschäftigung und Gewissensberuhigung, ohne irgendwas konkretes getan zu haben. Das sind quasi nur Ersatzrituale für den schwindenden Glauben an einen allmächtigen Schöpfer, der früher immer für alles Unheil, was man selbst nicht unter Kontrolle hatte, verantwortlich gemacht wurde.

    • Seb Gorka sagt:

      Solidaritätskonzerte, Demos und sonstige Bekundungen sollen auch nicht irgendwelche zukünftigen potentiellen (Glückwunsch zu dieser sprachlichen Verrenkung!) Attentäter abhalten. Sie sollen Solidarität (z.B. mit irgendwelchen zukünftigen potentiellen Opfern, aber insbesondere mit bereits existierenden und auch untereinander) ausdrücken, etwas (z.B. Geschlossenheit) demonstrieren und Sonstiges (z.B. Indignation oder Forderungen nach politischem Handeln) bekunden.

      Du kannst – und solltest besser auch – zuhause bleiben und schlaue Sachen ins Internet schreiben. Das hat zwar noch weniger Auswirkungen, aber die frische Luft und vor allem der Kontakt mit echten, lebenden Menschen machen dich wohl nur kirre.

      • 10010110​ sagt:

        Ist doch egal warum das veranstaltet wird, es bleibt eine belanglose rituelle Ersatzhandlung, die keinerlei Auswirkungen auf zukünftige Attentäter hat. Oder denkst du, der nächste „einsame Wolf“ wird sich wegen der Solidarität und Geschlossenheit der Gesellschaft gegen Hass und Hetze überlegen, ob er nicht doch lieber weiter einsam zu Hause bleiben und Killerspiele zocken soll?

        Wo ist die Geschlossenheit der Gesellschaft im täglichen Umgang miteinander und wenn es darum geht, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen? Es sind immer nur die gleichen paar Gleichgesinnten, die sich gegenseitig „Geschlossenheit und Solidarität“ bekunden. Schönes Leben in der Filterblase.

        • Seb Gorka sagt:

          Dan nimm an der belanglosen rituellen Ersatzhandlung nicht teil. Es ist ganz einfach. Sprich doch aber Anderen diese Freiheit nicht ab.

          Wenn du die Geschlossenheit der Gesellschaft vermisst, verwundert dein eigener täglicher Umgang mit Anderen ein wenig. Komm mal raus aus deiner Filterblase. Es passieren wundersame Dinge Tag für Tag, auch und gerade außerhalb des Internets! Genau diese Abkapselung hat ja maßgeblich zur Radikalisierung des Terroristen beigetragen…

  3. Fenton sagt:

    Max Giesinger singt in Halle.
    Als wäre der Terroranschlag allein nicht schlimm genug.

  4. Bürger sagt:

    „Gerade jetzt müssen wir gemeinsam umso lauter für Mitmenschlichkeit und Toleranz eintreten.“

    Lautstärke hat ja schon immer für Empathie, Aufeinanderzugehen und Füreinandereinstehen gestanden… *hust*

  5. Sachverstand sagt:

    Man Leute, seht es einfach als unterstützenden Beitrag auf dem langen Weg zu Normalität und Leichtigkeit, was dieser unserer Stadt letzten Mittwoch genommen wurde. Es schadet doch niemanden!

  6. Hallunke sagt:

    Über den Zeitpunkt könnte man vielleicht diskutieren. Aber nichts zu tun wäre der armseligere Weg. Es ist beeindruckend was in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt wird ,um das Geschehene irgendwie zu verarbeiten oder nach außen hin Zusammenhalt zu demonstrieren. Wenn nicht jetzt,wann dann ?

  7. JM sagt:

    Finde ich sinnlos…und so ganz allmählich hätte ich nichts dagegen, wenn wir etwas leiser trauerten. Man sollte das Thema nicht überreizen.

  8. Fimbulsson sagt:

    Komisch. Gab es ein Gedenk-Konzert für die Frau und ihren Achtjährigen Sohn, die in Frankfurt vor einen Zug gestoßen wurden? Oder die arme Frau, die man in der Silberhöhe in einen Koffer gestopft aufgefunden hat? Kein Wort dazu. Aber hier kann man wieder Panik verbreiten, weil die eigene Ideologie bedient wird. Es ist nämlich nicht der geistig verwirrte Einzeltäter, der sonst immer auf Seite 10 erscheint. Nein, ein organisierter rechter Mob der kurz davor steht, Deutschland niederzubrennen.

    • Seb Gorka sagt:

      Hättest du denn diese Konzerte besucht und hätte (dir) das etwas gebracht? Sicher nicht. Was ist jetzt also anders? Sicher kommt von dir kein Wort dazu, weil deine Ideologie nicht bedient wird.

  9. Breinig aus Halle sagt:

    Die Zwei tragischen Opfer des feigen Terroranschlages sind noch nicht einmal beerdigt (wahrscheinlich werden Sie noch Rechts medizinisch untersucht) und in Halle feiert man eine Party (Konzert).Jedoch sollte Musik in jeglicher Form ja den Menschen Freude bereiten. Was ist nur aus unserer Gesellschaft geworden.

  10. Humanist sagt:

    Nicht jedes Konzert ist gleich eine Party oder Volksbespaßung und wie es am Ende wird, liegt auch an den Gästen und nicht nur am Konzert selbst. Schon allein dass zwischen den Auftritten der Künstler Gesprächsrunden zum Anschlag stattfinden sollen und auch der Chor singt, macht es schon speziell und die Moderation wird auch dem Anlass angemessen sein. Wäre sicherlich auch gut, wenn kein Alkohol verkauft wird und insofern möglich auch kontrolliert wird, das vor Ort kein Alkohol konsumiert wird. Die Sicherheitsvorkehrungen werden sicherlich auch höher als sonst sein, da könnte man das vielleicht mit erledigen. Vielleicht gibt es auch noch mal eine Schweigeminute und es könnte ja auch sein, dass die Künstler eher ruhige Töne anstimmen oder getreu dem Motto jetzt erst recht ordentlich aufdrehen und zeigen, dass wir uns nicht unterkriegen lassen.

    Und was das Thema Trauer anbelangt… da gibt es kein richtig oder falsch in gewissen Grenzen. Beerdingungen werden in anderen Ländern auch ganz anders gefeiert als bei uns und ist es deswegen etwas schlechtes?

    Hoffe sehr, dass sich die Wahl des Marktplatzes als richtig erweist. Ist an dem Tag nicht parallel noch der Töpfermarkt? Und dazu das generelle Problem mit den Straßenbahnen. Bedingt durch das strengere Sicherheitskonzept und den vermutlich viel größeren Andrang also zuletzt bei Christina Stürmer wird es garantiert sehr voll und eng werden, so dass nicht alle einen Platz vor der Bühne bekommen werden, was sehr schade wäre. Man hätte sich ja vielleicht auch mit dem Betreiber der Peißnitzbühne einigen können, der das bestimmt auch gerne unterstützt hätte.

  11. Philipp Schramm sagt:

    Da finde ich die Aktion, die die „Profi-Vereine“ in Halle (Hallescher FC, Halle-Lions, Wildcats und Saalebulls) veranstalten wesentlich besser, das ein Teil der Einnahmen für die jeweiligen Eintrittskarten für die Heim-Spiele direkt den Opfern, Angehörigen und Hinterbliebenen gespendet werden.
    Pro Eintritts-Karte sind es jeweils 5,- €. Desweiteren sind zusätzliche Spenden-Konten eingerichtet worden.
    Sicherlich machen diese Spenden die beiden Getöteten nicht wieder lebendig, aber es hilft den Angehörigen, zumindest die Beerdigungen, etc. finanziell abzusichern.

  12. Herr Schrammler sagt:

    „Sicherlich machen diese Spenden die beiden Getöteten nicht wieder lebendig, aber es hilft den Angehörigen, zumindest die Beerdigungen, etc. finanziell abzusichern.“

    Herr Schramm, was Sie sicherlich nicht wissen ist die Tatsache, dass das Opferentschädigungsgesetz genau diese Kosten schon abdeckt. Es wäre viel besser, wenn sich der HFC mehr gegen rechte Strukturen in den Fußballvereinen einsetzen täte.

    https://www.zeit.de/sport/2019-09/antisemitismus-fussball-stadien-fans-florian-schubert

    Das Geld hilft den Hinterblieben nicht mal im Ansatz.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.