Gleisfahrer: Havag-Bitte “Augen auf” – drei Unfälle am Südfriedhof

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20 Antworten

  1. Challenger sagt:

    “Unsere immerwährende Bitte: Augen auf im Straßenverkehr!“

    Das sollte keine Bitte, sondern eine Grundvoraussetzung und Selbstverständlichkeit sein, wenn man sich im Straßenverkehr bewegt!

  2. Gleisbauer sagt:

    Manche Autofahrer sind dumm wie ein Stück rostige Schiene.

  3. Robot Wars sagt:

    „Sperrlinien, Bodenwellen und Leitpfosten konnten den Autofahrer also nicht von seiner Irrfahrt abbringen“

    Wie in der Mansfelder Straße/Sandanger fehlt also auch hier ein Flipper.

  4. geraldo sagt:

    In erster Linie sollten Verkehrsräume baulich so gestaltet sein, dass sie gut zu erkennen sind. Straßenmalereien, Schilder und Reflektoren sind Hilfsmittel, die in Halle viel zu oft verwendet werden und durch Reizüberflutung nur noch mehr überfordern.
    Man schaue sich etwa das neugebaute Steintor an. Da ist regelmäßig zu beobachten, dass sich Kraftfahrer versteuern, dass sie zögern. Und da blinkt es auch schon überall rot und gelb und weiß. Ein Armutszeugnis sondergleichen – für die Erbauer.

  5. 10010110 sagt:

    Ich bin ja der Meinung, dass das mit der zunehmenden Desensibilisierung aufgrund der ebenso zunehmenden Verampelung und Regulierung (z. B. durch Straßenmarkierungen) zu tun hat; die Leute sind es immer weniger gewohnt, mit unregulierten Situationen im Straßenverkehr zurechtzukommen und selber zu denken. Überall und ständig wird einem das Denken abgenommen, Markierungen zeigen jedem genau, wo er langfahren muss. Und wenn dann mal keine Markierung und Regulierung vorhanden ist, sind sie gleich überfordert und völlig orientierungslos.

    Ich fordere zusätzlich zu einer regelmäßigen Auffrischung des StVO-Wissens regelmäßige psychologische Untersuchungen, um die Fähigkeit zur Teilnahme am motorisierten Straßenverkehr festzustellen.

    • StVO sagt:

      Die Idee ist gut, nur sollte sie auch auf andere Verkehrsteilnehmer ausgeweitet werden. Radführerschein, Kennzeichnungspflicht für Räder und die Straßen werden für alle sicherer. Als Radler über die rote Ampel ballern, zack MPU. Die Leute im Gleisbett sind wenigstens greifbar und versichert.

      • Rechne die dadurch zu verhindernden Unfälle (Sachschäden, Verletzte, Tote) gegen die Kosten auf und gegen die unerwünschten Nebenwirkungen (mehr Autoverkehr = deutlich mehr schwerere Unfälle).

        „Sicherer“ garantiert nicht. Aber ich hätte eine Maßnahme zur Erhöhung der Sicherheit.

        Führerschein muss aller 10 Jahre aufgefrischt werden – die Autofahrer lernen ganz neue Regeln kennen und alte Regeln ganz neu. Im Alter dann aller 5 Jahre. Jeder kleine Verkehrsverstoß verkürzt die Zeit um ein halbes Jahr, jeder Punkt um ein Jahr.

        Das verursacht keine so großen Kosten (die Infrastruktur ist ja da, Flensburger Punkte kann ein bisschen erweitert werden) und bringt enorme Sicherheitsgewinne. Sehr oft zeigt sich, dass manche Autofahrer keine Ahnung von der StVO haben. Auch an Unfällen. Oder dass die Fahrtauglichkeit nachlässt.

        Man kann das dann noch feinabstimmen. Mit einem 75PS 800kg Ford Fiesta ist das Gefahrenpotential viel kleiner als mit einem 160 PS 1.5 Tonnen Geschoss. Die reißen ja gelegentlich halbe Häuser ab, weil der Fahrer Gas und Bremse verwechselt hat.

        • Sachverstand sagt:

          Auch eine Variante, auf dem Weg zur autofreieren Gesellschaft. Sind wir doch mal ehrlich, wer vor 10, 20 oder noch mehr Jahren seine „Fleppe“ erlangt hat, wird groß teils bereits bei den heutigen Theoriefragen grandios scheitern. Also sollte man in den Basisanforderungen §1,StVO, „Augen auf im Straßenverkehr“, Vorfahrtregeln, Schilderkunde und Fahrzeugbeherrschung fit sein und das Gebotene dann einhalten. Genügt völlig. Alles Weiterführende soll sich dann mal die „Generation digital“ aufhalsen, die dann mit irgendwelchen, wenn’s dumm läuft fremdgesteuerten, raumschiffähnlich ausgestatteten Gefährten unterwegs ist.

          • Naja – dazu müssten erst mal viele der ahnungslosen Autofahrer ihren eingebauten Fahrlehrermodus aufgeben. Von 6 Autos, die mich bei meiner letzten Exkursion nach Halle-Neustadt überholt haben, meinten 4, mir irgendwas von eingebildeten Radwegen erzählen zu müssen, nachdem sie mich zu eng überholt haben. Solche Typen ‚touchieren‘ (wie es dann in der Polizeimeldung unglaublich romantisch beschrieben wird) aber auch schnell mal einen Radfahrer in der festen Ansicht, der müsse über oder neben „der Straße“ oder gar nicht fahren.

            Außerdem gibt es eine zunehmende Zahl gefährlicher Rentner. nur Prüfungen für Rentner wäre aber Altersdiskriminierung und ungerechtfertigt (–> schwere Altersgrenze, manche sind mit 50 verkalkt, andere mit 70 fit).

            Die Sicherheit würde enorm zunehmen durch solche Prüfungen. Manche müssten ja jedes Jahr zu einer, wenn man Fehlverhalten als verkürzend einpreist.

      • HansimGlueck sagt:

        Seltsamerweise hören wir aber nicht von Radlern, die zombiemäßig in Gleisbetten rein fahren.

        • eseppelt sagt:

          hier kann ich aber mal die Rampe von der Magdeburger Str. zum Riebeckplatz empfehlen. Das ist nicht minder ungefährlich, was Radler und Fußgänger da machen

          • Die ohne Vorankündigung und mit weiter Umleitung für so lange Zeit zuzumachen war ja auch eine Glanzleistung der Bauplanung. Immerhin hatten die Bauarbeiter dadurch zeitweise einen guten Parkplatz, auch was nettes.

        • Erklärbär sagt:

          Weil diese, wenn sie nicht gerade versuchen sich bei einem LKW die Vorfahrt zu erzwingen, ihr Fahrzeug selbst bergen können.

    • Wilfried sagt:

      Gut, daß diese Forderung nicht auch noch 99 andere Psychologen unterschrieben haben, sonst könnten wir da auch noch mit dem Verkehrsminister drüber diskutieren…

    • Blitzbirne EinsNullNullEins sagt:

      Und die MPU zahlst du dann für jeden Verkehrsteilnehmer oder sollte man auch mal die Radler zur Kasse beten?

    • Onkel Uhu sagt:

      Autonomes Fahren für Arme. Stimmt schon, wenn irgendwo mal rechts vor links ohne Ampel an einer großen Kreuzung zu beachten ist, scheitern 50%

  6. geraldo sagt:

    Schön find ich ja auch die ganzen Fußwegparker auf dem Titelbild…

  7. Auswärtiger sagt:

    Ich bin in so ein Ding zwar noch nicht reingefahren – aber was soll so ein offenes Gleisbett in der Stadt?? Mitten auf der Fahrbahn – wer denn kommt auf so was…

    • HansimGlueck sagt:

      Tja, da gehen wohl die Definitionen von Fahrbahn nicht nur bildlich auseinander.

    • Gork-vom-Ork sagt:

      Die gleichen Planer, welche mitten auf der Fahrspur beispielsweise eine Erhöhung für eine Straßenbahnhaltestelle planen und diese mittels der im Artikel benannten flexiblen kleinen Plasteleitpfosten markieren (siehe Tor- und Beesener Straße). Gerade bei Regen ist es jedesmal lustig zu sehen, wie Auswärtige vor Schreck urplötzlich das Lenkrad nach links reißen.

      Und an der obigen Stelle sehe ich als Ursache die von geraldo angesprochenen Falschparker, welche mit ihrem Heck mitten in die Fahrbahn ragen und damit die Fahrspur noch zusätzlich einengen. Ähnlich wie an der Ampel in der Dieselstraße/Kreuzung Merseburger Straße, an welcher immer die gleichen Idioten (Golf oder Renault Laguna) am Ende der Parkreihe im Parkverbot sich in die nach rechts verschwenkende Geradeausspur Stellen müssen, sodass Geradeausfahrer dann immer in die rechte der bedien Linksabbiegespuren ausweichen ohne auf den neben ihnen Fahrenden zu achten. Passiert mir jeden Tag.

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