Global, vernetzt und integrativ: Herbsttagung in der Leopoldina zur Seuchengeschichte

Seuchen plagen Menschen seit Jahrtausenden. Sie erfordern eine Geschichtsschreibung, die das gesamte Spektrum der Pandemie erfasst ‒ von den Ursachen über ihre Ausbreitung bis hin zu ihren Auswirkungen auf verschiedene Gemeinschaften. Die Herbsttagung des Zentrums für Wissenschaftsforschung nimmt deshalb eine historisch vergleichende Perspektive auf die globale Seuchengeschichte ein. Zu dieser Tagung, die am Donnerstag, 29. und Freitag, 30. September in Halle (Saale) stattfindet, laden wir Sie herzlich ein und freuen uns über eine redaktionelle Erwähnung in Ihrem Medium.

Herbsttagung 2022 des Zentrums für Wissenschaftsforschung
„Global, vernetzt und integrativ? Perspektiven für die Seuchengeschichte“
Donnerstag, 29. September, 9:30 bis 19:00 Uhr und Freitag, 30. September 2022, 9:30 bis 16:00 Uhr
Leopoldina-Vortragssaal
Jägerberg 1, 06108 Halle (Saale)

Die Tagung fragt nach dynamischen Beziehungen zwischen Natur und Kultur sowie nach wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen beim Auftreten bisher unbekannter Krankheiten. Auch die Rolle von Tieren bei der Ausbreitung von Seuchen und der Entwicklung von Heilmitteln oder Impfstoffen wird diskutiert. So hält die Sozial- und Kulturhistorikerin Dr. Mieke Roscher (Kassel), die zum Tier-Mensch-Verhältnis forscht, einen Vortrag zum Thema Zoonosen. Medizinhistoriker und Leopoldina-Mitglied Prof. Dr. Karl-Heinz Leven (Erlangen) spricht über „‚Die Antoninische Pest‘ im Spiegel der neueren Forschung“. Eine globale Perspektive auf Antibiotikaresistenzen vermittelt der Medizinhistoriker Prof. Dr. Christoph Gradmann (Oslo) in seinem Vortrag „Märkte, Moleküle, Geopolitik. Antibiotikaresistenzen und Globalisierung 1960‒2020“. Die wissenschaftliche Organisation der Herbsttagung haben die Leopoldina-Mitglieder und Medizinhistoriker Prof. Dr. Heiner Fangerau und Prof. Dr. Dr. Alfons Labisch übernommen.

Die Veranstaltung richtet sich an alle fachlich Interessierten. Die Teilnahme ist kostenlos. Den Link zur erforderlichen Anmeldung sowie weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter: https://www.leopoldina.org/veranstaltungen/veranstaltung/event/3009/.

Artikel Teilen:

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

Keine Antworten

  1. Robert sagt:

    Sehr schön. Ich freue mich. Vielen Dank für den Hinweis.

  2. KLabauterbach sagt:

    Müssen die Leopoldina-Schmalspur-Schleimer denn da nicht erst in Berlin anrufen und fragen in welche Richtung die „Diskussion“ gehen darf und soll?

  3. nicht virusgebundene seuchen sagt:

    Werden auch soziale Pandemien wie die Ausbreitung von krankhaften Narzissmus durch social Networks angesprochen?

  4. Gesund trotz imperialer Maßnahme sagt:

    Ich bin bis heute coronal vielgetestet, ungenesen (da nicht erkrankt), ungestorben und ungeimpft.
    Ich hab mich nie isoliert und war immer im direkten Menschenkontakt.
    Laut einer Bundesgesundheitsministeraussage dürfte es mich eigentlich gar nicht geben.
    Im Logenhaus am Jägerberg besteht deshalb sicher kein Forschungsinteresse am einfach so Gesundgebliebenen.

    • Steff sagt:

      LOL
      Sehr gut.

      Gehen Sie nicht zu der Pseudotagung.
      Sie werden noch verschleppt, als lebender Beweis gegen diesen wissenschaftlichen Unfug.

      • Robert sagt:

        Witzig, dass eine solche Aussage von jemandem kommt, der nie eine allgemeine Hochschulreife erworben hat. Als Zerspanungsmechaniker warst du aber bestimmt große Klasse.

    • Auchda sagt:

      Schon mal was von stiller Feiung gehört?

  5. Tim Buktu sagt:

    Sehr schön, da kann die Leo geistige Masturbation betreiben und unter sich bleiben. Für das echte Leben haben die Wissenschaftler ja schon eindrucksvoll geliefert. 🤦

  6. Klar doch sagt:

    Mit Ehrfurcht werden wir den Worten der Leopoldina Mietmäuler lauschen…
    Neiiin, war natürlich nur Spass, die Regierungspropagandisten will niemand hören. Außer der Regierung.

    • qwertz sagt:

      Traurig, wenn Leute ihre Meinungs- und Redefreiheit für nichts anderes nutzen können als hasserfüllte, dumme Kommentare. Blinde Zerstörungswut, weil sie sich vor sich selbst ekeln, denn sie sind in ihrem Leben gescheitert. Dabei könnten sie z.B. auswandern um ein neues Leben zu beginnen. Dazu fehlt ihnen aber der Mut. Und deswegen sind sie wieder wütend und machen andere für ihr Versagen verantwortlich. Traurig. Und lächerlich. Und nutzlos.

      • Traurig sagt:

        Traurig, wenn Wissenschaftler keine Wissenschaft betreiben, sondern ihr Fähnchen in den Wind hängen, je nachdem was der Regierung und dem Mainstream gerade in den Kram passt.
        Die sind genau solche Opportunisten wie die „Akademie der Wissenschaften in der DDR“.

  7. Diagnostiker sagt:

    Und welche Rolle spielen riskante „Gain of function research“-Experimente, die per „Lab-leak“ aus dem Ruder laufen und hernach vertuscht und abgestritten werden, für die Ursachenforschung bei aktuell auftretenden Pandemien? Das Buch „Das Virus“ von Günter Theißen wagt eine Annäherung, die garantiert nicht Thema der Veranstaltung sein dürfte …