Handwerksbetriebe sehen autoarme Innenstadt in Halle kritisch – 85% fürchten Umsatzeinbußen

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Handwerkskammer Halle

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29 Antworten

  1. Frühauf sagt:

    Ich habe mich schon nach Alternativen umgeschaut, und Ärzte und Friseur gewechselt, mich sieht dort keiner mehr. Und ich werde nicht der einzige sein! Einkäufe finden dann dort auch nicht mehr statt!

  2. 10010110 sagt:

    Ebenso 82 Prozent benötigen unbedingt ein Auto, um den eigenen Betriebsstandort zu erreichen. Bei den Unternehmenslieferanten trifft das auf 75 Prozent zu

    Und für 99% der oben genannten dürfte eine Ausnahmegenehmigung zum Befahren der Alstadt drin sein. Ich verstehe also diese Panikmache nicht.

    • Nobody sagt:

      Und mit 107,3% Sicherheit hat Zahlensalat noch nie im Leben mit Behörden zu tun gehabt. Ausnahmegenehmigungen fallen nicht vom Himmel. Die kosten Geld und noch viel, viel mehr Zeit. Wenn der Amtsschimmel mal richtig anfängt zu wiehern kann man froh sein, die für ein Jahr geltende Ausnahmegenehmigung schon im Sommer in den Händen zu halten.
      btw: nicht jeder Friseur, Kosmetiker oder Schneider ist nebenberuflich Fachanwalt für Verwaltungsrecht. Oftmals sind normale Bürger schon mit der Steuererklärung oder Beantragung von Sozialleistungen überfordert. Solche „Normalos“ sitzen dann schön Abends nach der Arbeit zuhause und füllen X Seitige Anträge aus. Nicht zu vergessen die geforderten 7 anlagen mit Stempeln von 13 weiteren Behörden.

    • Hans G. sagt:

      Und die Mehrheit, die Einwohner dürfen nicht rein? Wer Autofrei leben will, soll nach Brandenburg in den Wald ziehen oder wenn er es sich leisten kann auf eine der Autofreien Inseln. Autos gehören zum modernen Leben und auch zur modernen Stadt. Die Entscheidung für den Rückschritt ins Mittelalter hat die Stadt doch nur getroffen, weil es billiger ist und man 30 Jahre den Ausbau verschlafen hat.

      • Achso sagt:

        Unlogischer Unfug von Autoholikern wird durch ständige Wiederholung nicht wahrer. In Brandenburg im Wald ist man viel eher auf ein Auto angewiesen als in einer Großstadt. Die „autogerechte Stadt“ als Ideal ist schon über ein halbes Jahrhundert alt und wer ihr heute noch nacheifert, hat die letzten 50 Jahre verschlafen.

    • 10010110 sagt:

      Hans G., was du schreibst ist altmodischer Unsinn. Zu einem wirklich modernen Leben gehört, dass man sich seine Verkehrsmittel nur dann ausleiht, wenn man sie wirklich braucht – und erst recht und vor allem in einer verkehrstechnisch perfekt erschlossenen Innenstadt. Insofern ist auch dein Vorschlag, in den Wald zu ziehen, wer kein Auto braucht, völlig unsinnig; genau das Gegenteil ist der Fall: wer unbedingt ein Auto besitzen will, soll da hinziehen, wo es Platz dafür gibt und ein Auto seinen vollen Nutzen entfalten kann. Die Innenstadt ist der letzte Bereich, in dem ein Normalbürger ein Auto braucht.

  3. 10010110 sagt:

    Im Innenstadtbereich von Halle haben 118 Handwerksbetriebe ihren Sitz, darunter 25 Friseure, 23 Kosmetiker, 12 Optiker und 9 Maß-/Änderungsschneider.

    Wenn ich jetzt richtig gerechnet habe, sind die oben extra erwähnten Betriebe 58% aller 118 Betriebe. Wenn angeblich 82% der befragten Unternehmen unbedingt ein Auto brauchen, dann hat die Handwerkskammer entweder einseitig befragt oder die Unternehmer/-innen lügen; ich kann mir nicht vorstellen, wozu die oben genannten Gewerbetreibenden unbedingt mit dem Auto zu ihren Standorten anreisen müssen.

    • G sagt:

      Naja.. Mit dem was sie sich nicht vorstellen können kann man sicher ganze Bibliotheken füllen.

    • Achso sagt:

      Es geht ja schon damit los, dass die Handwerkskammer mal wieder Innenstadt und Altstadt durcheinanderwirft. Wen genau haben sie nun befragt? Innen- oder nur Altstadtbetriebe? Wieso wäre ein Handwerker in der südlichen Innenstadt von den Parkmöglichkeiten in der Altstadt betroffen? Wie glaubhaft ist es, dass bei 118 Befragten kein einziger positive Effekte für möglich hält?

  4. Dora Schmitz sagt:

    Warum diese Panik.
    Von autofrei spricht niemand und da die Stadt dadurch attraktiver wird, wäre es auch denkbar, dass es den besagten Firmen nützt.
    Veränderungen bringen zunächst Unsicherheit aber mit dem Verkehr kann es so nicht weiter gehen. Mit der autoarmen Innenstadt ist zumindest der Anfang gemacht. Man schaue in andere Städte und immer ist es ein Gewinn.

  5. 07 sagt:

    Das ist genau auch meine Meinung. Ohne das Auto in der Innenstadt wird die Stadt sterben, weil diese Handwerksbetriebe auf das Auto angewiesen sind. Viele Kunden kommen aus den unterschiedlichsten Gründen zum Einkauf.

  6. Eibacke sagt:

    Na zum Glück ist die Innenstadt ohne Auto nicht erreichbar. Eibacke

  7. Totengräber sagt:

    Die paar Läden ausser Döner und Friseur können dann wirklich mit Lastenräder beliefert werden.
    Einmal tote Innenstadt, über Jahrzehnte tote Innenstadt.
    Siehe oberer Boulevard.

    • tom sagt:

      stimmt Totengräber, als man noch mit dem Auto über den Boulevard fahren konnte, war der viel belebter! Wann war das doch gleich ?

      • Totengräber sagt:

        Da fuhr sogar ne Straßenbahn und genau nur das, würde den oberen Teil wieder beliebter machen.
        Aber das wird nicht funktionieren weil sich ständig Radfahrer in den Schienen verfangen und auf die Fr… legen würden.

        • Hans Maulwurf sagt:

          Da hat Frau Merkel 1967 aber richtig Arbeit geleistet, als sie die Straßenbahn hat einstellen lassen. Oder war das schon ihr Nachfolger Wiegand?? Alles so verschwommen…

        • Zukunft der Demokratie sagt:

          Vielleicht belebt eines Tages ein autonomer Bus wieder den oberen Boulevard ?
          Die Anregungen dazu wurden erst im vergangenen Jahr diskutiert, allerdings sollten die Radfahrer dann keine Genehmigung mehr erhalten!
          Geld wird zur Zeit genug gedruckt, die Kosten für dieses Projekt würden bei dem riesigen Berg noch nicht einmal auffallen!

          • Olaf sagt:

            Fußgänger sollten dann auch keine Genehmigung erhalten, schon wird es schwierig mit dem Einkaufserlebnis. Da ist das Geld anderswo sicher besser aufgehoben.

    • Iche sagt:

      Bestes Beispiel, ja.

  8. mirror mirror sagt:

    Im Vergleich zu Frankfurt, München, Köln und Hamburg ist das gesamte Stadtgebiet von Halle schon jetzt eine verkehrsberuhigte Zone.

    • Genau so sagt:

      Der Vergleich hinkt ein wenig – finden sie nicht auch?
      Im Vergleich zu Rübsen, Masslau und Döblitz hat Halle immerhin ein extrem dichtes Verkehrsaufkommen!

      Man sollte sich immer in alle Richtungen orientieren.

    • Dana sagt:

      Endlich mal ein sinnvoller Vergleich mit Aussagekraft.

    • Faktencheck sagt:

      Gleiche Aussagen gab es auch bei der Einführung des Mindestlohns. Wer sich nicht anpasst, geht halt pleite und es kommen neue Läden. Die Kammer sollte lieber über Möglichkeiten zur Lösung (z.B. Sondergenehmigung oder alternative Fortbewegungsmittel) informieren als ständig nur den status quo zu erhalten zu wollen. Oder mal ganz neutral in andere Städte schauen und sehen, dass autoarm die Attraktivität der Innenstadt erhöht. Denn niemand spricht von autofrei.

  9. Leser sagt:

    Jammern auf hohem Niveau! Anderseits schürt hier die Handwerkskammer nur Ängste bei ihren Mitglieder Es können Ausnahmegenehmigungen beantragt werden. Außerdem darf der Lieferverkehr sehr wohl die Händler anfahren.
    Warum hier wieder mit Falschmeldungen Stimmung gemacht wird, weiß nur die Handwerkskammer.

  10. Uppercrust sagt:

    Nach ruhig kommt tot!

  11. Iche sagt:

    Dann sollten sich diese Betriebe incl. ihrer Kunden an der Unterschriftenaktion beteiligen.

  12. Horch und Guck sagt:

    Man muss sich nur die täglich falschparkenden Fahrzeuge der Handwerker und Gewerbetreibenden ansehen, um zu verstehen, dass die sich keine autoarme Altstadt vorstellen können.
    So ein schicker Sportwagen ist ja auch ein Aushängeschild für den Laden. Sonst kommt doch keiner.

  13. Der Radfahrer sagt:

    Genau, die Handwerkskammer hat Recht. Man muss sich ja nur mal die anderen Städte ansehen, in denen so etwas umgesetzt wurde. Münster, Lüneburg, Kopenhagen. Nur noch tote Innenstädte, da ist niemand mehr unterwegs. Alle Geschäfte dort sind dicht, keine Möglichkeit dort mal einen Kaffee zu trinken oder Essen zu gehen. Diese Städte sind inzwischen so unattraktiv, da möchte keiner mehr Leben. Alle ziehen von dort weg…

    • Malte sagt:

      Kannste doch in Halle jetzt schon nicht…

      • Der Radfahrer sagt:

        Genau, und deswegen kann Halle nur profitieren von einer autoarmen Innenstadt. Wer wirklich mal in den erwähnten Städten war, wird feststellen, dass die Innenstädte dort alles andere als tot sind.
        Als man in Lüneburg vor einigen Jahren auch die Innenstadt vom Autoverkehr befreit hat, gab es natürlich auch die Proteste der Händler und der kurzsichtigen, konservativen CDU-nahen Kreise mit den gleichen Argumenten wie hier jetzt auch. Nichts davon ist dann eingetreten, im Gegenteil…

  14. Hornisse sagt:

    Wenn die Läden in der Innenstadt erst mal schließen,dann werden sie auch nicht wieder eröffnet.Bestes Beispiel ist die obere Leipziger Str.Woher sollen denn die Ladenbetreiber kommen?
    Aus dem Ausland bestimmt.

    • rellah sagt:

      Einen Hufschmied oder größeren handwerklichen Metallverarbeiter dürfte es kaum in der Innenstadt geben.
      Aber Handwerker, die zu Bewohnern in der Innenstadt müssen, wie Installateure, Elektriker, Maler, Bestatter,… und das meist mit Kfz. Für die gibt’s Genehmigungen, um die sich die HWK kümmern sollte. Und damit bekommen die dann im Bedarfsfall auch eher einen Parkplatz.

  15. KlausDieter sagt:

    Das sind dieselben Ängste, die die Händler zum Beispiel in Greifswald vor der Einführung der autofreien Innenstadt hatten, und jetzt will dort keiner mehr die autolässige wieder.
    Zudem lehnt die Handwerkskammer die „autofreie“ Innenstadt ab, da gab es bestimmt Suggesivfragen.
    Liebe Ablehner der sogenannten autofreien Innenstadt, die Gefahr der Innenstadt liegt in Günthersdorf, Brehna und im Online-Shopping. Halle muss sich etwas einfallen lassen und da ist die autofreiere Innenstadt mindestens ein Versuch wert. Siehe prosperierende Innenstädte wie Greifswald, Buxtehude, Plauen….

  16. Leh sagt:

    Autoarm ist geistig Arm und zerstört die Innenstadt

  17. Irrationale, von Ideologen geschürte Ängste kann man also mit geschickten Fragen erfassen.

    So richtig neu ist diese Erkenntnis aber jetzt auch nicht, oder?

  18. Bürger für Halle sagt:

    Was die Handwerkskammer betreibt, ist für hier ansässige Händler, Betriebe und Bewohner einfach nicht zu verstehen, die Einwände sind (wirklich alle) absolut unbegründet. Wie machen es denn die anderen Städte? Dort sehnt sich bestimmt keiner – weder Händler, noch Handwerksbetriebe – nach zugeparkten Straßen, Hektik und Unfallgefahr zurück. Und was Halle betrifft: Es geht hier nur um einen Teil der Innenstadt, mit Regegelungen für den dort weiterhin stattfindenden Auto/LKW-Verkehr – Ausnahmeregelungen inklusive. Also bitte die Vorlagen richtig lesen und interpretieren. Wenn es erwiesen ist, dass es ohne Blech, Lärm und Gestank besser geht, dann muss die Frage schon erlaubt sein, in welchem Interesse die Handwerkskammer überhaupt agiert. Ähnliches trifft auf die Schmutzkampagnen der (halleschen) FDP und CDU zu. Den Handwerksbetrieben erweisen diese Herren jedenfalls mit ihrem rückwärtsgewandten, hinterwäldlerischen Weltbild einen Bärendienst.

  19. Der metzgee sagt:

    Ich bin auch für eine Autofreie Stadt, so am Rande im Osten, neben den Gewerbegebieten . Gern mit hoher Mauer,ohne Strassen. Die Paketstation zum Abholen der Amazon Pakete dann ganz in der Nähe- von Nietleben . Alle im Fahreignungsregister eintragen lassen, dass sie nie einen Führerschein machen dürfen. Und ja, nicht zu vergessen, nur Nahrung und Klamotten im Angebot ihrer Supermärkte, welche nicht mit Autos aus fernen Ländern transportiert wurde.
    Wenn schon das ganze Brot nehmen und nicht nur eine Schnitte.

    • Bürger für Halle sagt:

      „Der metzgee“ – Ihr Kommentar ist ganz schön menschenfeindlich. Wenn Ihnen eine autoarme, atraktive Innenstadt nicht passt, dann ziehen Sie doch an den Stadtrand in die Nähe von Gewerbegebiet und Autobahn. Dort können sie Ihren doch so geliebten Autolärm inkl. Emissionen so richtig genießen.

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