Hanf-Mahnwache auf dem Boulevard in Halle

Am kommenden Samstag, 10. September, findet von 11 bis 20 Uhr auf dem Boulevard in Halle (Saale) unweit des Ulrichsbrunnens unter dem Motto „Menschen- & Bürgerrechte wiederherstellen – Entkriminalisierung sofort!“ eine Mahnwache statt. Durchgeführt wird sie vom Deutschen Hanfverband, Ortsgruppe Halle.

Zwar arbeite die Bundesregierung daran, Cannabis/Hanf zu legalisieren. Derweil würden aber Millionen Menschen darauf warten, endlich vom Stigma der Kriminalisierung befreit zu werden. Nach Auskunft des Deutschen Hanfverbands bundesweit rund 500 Strafanzeigen geschrieben. Zwar könne in Sachsen-Anhalt bei einem Besitz von bis zu 6 g Cannabis/Hanf von einer Strafverfolgung abgesehen werden. Am Amtsgericht in Halle (Saale) sei jedoch kürzlich einen junger Mensch wegen 0,1 g ausgekratzter Substanz aus einem Grinder verurteilt worden.

„Obwohl Literatur und Rechtsprechung sich einheitlich dafür aussprechen, dass Betäubungsmittelanhaftungen keinen strafbaren Besitz begründen, wurde mein  Mandant am 24.08.2022 wegen des mutmaßlichen Besitzes einer vermeintlichen Konsumeinheit verurteilt. Dieser Fall zeigt nicht nur eine Missachtung der anliegenden Rechtsprechung auf, sondern auch einen Verstoß gegen DIE Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 1994, wonach gelegentlicher Eigenkonsum ohne Fremdgefährdung von den Strafverfolgungsbehörden (ohne Ermessen) einzustellen ist.„ so Rechtsanwalt Lito Michael Schulte. 

Mit der Mahnwache möchte man darauf aufmerksam machen, dass der Eigenbedarf von Cannabis/Hanf, entgegen allgemeiner Annahme und Verbreitung eben nicht „so gut wie legalisiert“ ist. Noch immer werde ca. alle drei Minuten eine Strafanzeige geschrieben. Menschen würden diskriminiert, kriminalisiert, verfolgt und bestraft. Existenzen zerstört. Das müsse ein Ende finden! “Gleichbehandlung statt Willkür! Nicht ob. Jetzt. Menschenrechte wahren und stärken, Würde schützen! Entkriminalisierung sofort!”

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10 Antworten

  1. fthread sagt:

    Da Lungern dann bestimmt wieder die GAMMLER Rum und die Mutter mit ihren Kindern renen schreiend weg !

  2. ronaldj sagt:

    Bei meiner Nachbarin (83) hat vor 8 oder 9 Jahren Reuma eingesetzt. Laut Hausarzt ist hier Chemie DIE Lösung schlecht hin.
    Ihren Garten hätte sie nicht mehr bewirtschaften können.
    Eine bekannte von Ihr, gab den Tipp: 1x täglich, macht glücklich und vorallem Schmerzfrei.
    Ihren Garten hat sie erst im letzten Jahr abgegeben. Das alter.

    Aber es ist gut das die Dame in Gefängniss muss oder hart bestraft wird. Eine ernste Gefahr für die Gesellschaft, denk doch auch mal einer an die Kinder!

  3. 10010110 sagt:

    Menschen würden diskriminiert, kriminalisiert, verfolgt und bestraft. Existenzen zerstört.

    Dem könnte man ganz einfach entgehen, indem man kein Cannabis besitzt/konsumiert. Niemand wird zum Kiffen gezwungen.

    • 🙄 sagt:

      …oder zum kommentieren.

    • CrisPyRat sagt:

      Kommt wahrscheinlich von jemandem, der bloß nicht auf sein mit Nervengift vollgepumptes Feierabendbier nicht verzichten möchte…
      … bloß nicht weiter als die eigene Schädelwand denken! Könnte noch andere Menschen positiv beeinflussen…igitt

  4. Jim Knopf sagt:

    Drogenberatung gibt Tipps zur Verwendung und Beschaffung .

  5. Enricos Sklave sagt:

    „Menschen würden diskriminiert, kriminalisiert, verfolgt und bestraft. Existenzen zerstört.“

    Ja, weil Menschen unter Drogeneinfluss in vielen Fällen genau das mit ihren Mitmenschen machen.

    Demnächst dann Vergewaltigungs-Mahnwache zur Entkriminalisierung oder was sonst noch.

  6. Mensch sagt:

    Kiffen ist besser als arbeiten !

  7. Steven sagt:

    Was mich ab der öffentlichen Debatte stört, ist das niemand davon reden, was unter Einfluss nicht gemacht werden darf.
    Ich denke Mal, da müsste eine Liste ähnlich der des Alkohols her.

    Und dann wird man automatisch über die lange nachweisbarkeit treffen und zu den Schluss kommen, dass können für die meisten trotzdem verboten bleibt.

    Es aber gut ist, ist dass dann keine Drogendealer mehr andere Drogen beimischen können, sondern das Zeug von Apotheken angegeben wird… Oder wer auch immer.
    Und man trocknet den Markt für Kinder und Jugendliche aus. Den gerade in den Alter macht die Droge den meisten Schaden.

    • jep sagt:

      „Und man trocknet den Markt für Kinder und Jugendliche aus. Den gerade in den Alter macht die Droge den meisten Schaden.“

      So isses.

  8. Schwalbe sagt:

    Ich bin entsetzt über die Unsachlichen Kommentare auf dieser Seite. Ich bin für die Entkriminalisierung und Legalisierung von Cannabis. Wer sich ernsthaft mit diesem Thema beschäftigt, wird schnell feststellen, das die Gegner der Legalisierung Lügen und Unwahrheiten verbreiten. Die meisten Agumente der Gegner sind von der Realität widerlegt. Es liegen seit Jahren ausreichende Weltweite Studien vor die dies bestätigen. Ich bin eher für ein Verbot von allen trinkbarem Alkohol denn diese Droge ist tödlich und für viele psychische Probleme schon bei Kindern verantwortlich. 2020 gab es 74.000 Alkohol Tote in Deutschland und 0 Cannabis Tote, weil Cannabis, wenn es natürlich rein ist, keine tödliche Wirkung hat. Ich empfehle auch mal zu recherchieren woher das Geld für die Studien gegen Cannabis kommt ebenso welch weltweit umstrittene Wissenschaftler daran beteiligt waren.
    Vor ca.drei Jahren hat die Berliner Polizei behauptet in Berlin würde Cannabis mit 44% Thc Gehalt verkauft!!! Eine reine Lüge wie sich herausstellte, die Studie wurde nicht einmal unter wissenschaftlichen
    Standards erstellt. Cannabis ist vor 5.000 Jahren schon von den Skyten als Schmerzmittel eingesetzt worden. Ein 4700 Jahre altes chinesisches Medizinbuch beschreibt wie Cannabis bei Krankheiten eingesetzt wurde.
    Alles was ich hier geschrieben habe ist für alle Menschen recherchier bar.

    • mein erster Tag im Internet sagt:

      ENTSETZT sage ich!

    • Bananenrepublik sagt:

      „Eine reine Lüge wie sich herausstellte, die Studie wurde nicht einmal unter wissenschaftlichen Standards erstellt.“

      Das ist heutzutage so üblich und keiner Aufregung mehr wert.