Hausärzteverband Sachsen-Anhalt kritisiert Auslaufen der telefonischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
Der Hausärzteverband Sachsen-Anhalt schließt sich den Forderungen des Bundesverbandes anlässlich des Auslaufens der Möglichkeit, eine telefonische AU zu bescheinigen, an und fordert für die Zukunft die Wiedereinführung dieses Instruments in der Regelversorgung.
Die telefonische AU habe sich in den letzten Jahren bewährt und sollte für Patienten, die in den Praxen bekannt sind, beibehalten werden. Eine Regelung, die in der Pandemie aus der Not heraus eingeführt wurde und die hervorragend funktionierte wieder abzuschaffen, sei nicht wirklich zu verstehen. Erkrankungen, wie beispielsweise milde Infekte der oberen Luftwege oder Gastroenteritiden, könnten so weiterhin effektiv und ressourcenschonend betreut und versorgt werden.
Die Hausärzte kennen ihre Patienten und können sehr gut einschätzen, wann eine telefonische Krankschreibung sinnvoll und möglich ist, so der Verband. Die zeitliche Begrenzung auf 2 mal 7 Tage hat sich auch bewährt und sollte ebenfalls in dieser Form beibehalten werden, wenn die telefonische AU wieder möglich ist. Die telefonische Krankschreibung ist genau wie die Videosprechstunde eine Möglichkeit, das System zu entlasten und trägt dazu bei, in Zeiten knapper werdender Arztarbeitszeit zukunftsfähig zu bleiben. Die nächste Erkältungswelle kommt bestimmt.
Oh ja, die telefonische AU hat sich wirklich bewährt – wer braucht schon eine persönliche Untersuchung durch einen Arzt, wenn man einfach nur ein paar Symptome am Telefon beschreiben kann? Und warum sollten wir uns Gedanken darüber machen, wie wir unsere begrenzten Ressourcen am besten nutzen können, wenn wir stattdessen einfach telefonisch Krankschreibungen ausstellen können? Schließlich haben Hausärzte ja nichts Besseres zu tun, als den ganzen Tag am Telefon zu hängen. Es ist wirklich erstaunlich, wie rücksichtslos wir uns auf die Bequemlichkeit einiger weniger Patienten konzentrieren und dabei die Qualität der medizinischen Versorgung vernachlässigen können.
Komisch, dass einige Menschen mit weniger medizinischer Versorgung zum Teil gesünder sind und älter werden. Zum Beispiel Naturvölker.
Welches Naturvolk zum Beispiel?
Ne das ist auch gut so! Da haben sich genug faule Säcke mit Krankschreibungen durchschmarotzt.
Dann gehen die Leute eben wieder zum Arzt und lassen sich krankschreiben. Das macht überhaupt keinen Unterschied.
Oh doch! Es ist leichter das Telefon in die Hand zu nehmen, 5 Minuten mit einem Arzt zu sprechen und sich dann wieder auf die faule Haut zu legen als 3 Stunden in der überfüllten Praxis zu sitzen und den Schweiß anderer Leute einzuatmen!
Ich würde noch einen Schritt weitergehen, es sollte gesetzliche Karenz Tage geben. 3x im Jahr sollte ein Arbeitnehmer einfach 2 Tage krank machen dürfen, völlig ohne Arzt.
Mein Arbeitgeber handhabt das so, die Krankschreibungen, „immer bis Ende der Woche“ haben abgenommen und wenn man feststellt morgens, dass man krank ist (ich meine eine Erklärung, Menschen wissen, wann es eine harmlose Erklärung ist) dann schreibt man vom Handy eine Mail und schläft auch gesund.
Bei uns haben dadurch (oder zumindest zeitgleich) die Krankentage um 15% abgenommen, obwohl im Jahr nach der Einführung Corona anfing und alle ins Home-Office gingen .. okay, vielleicht lag es auch daran.
Wenn man sich nicht sicher ist oder 2 Tage nicht genug sind, kann man eine telefonische Rücksprache mit einem Arzt halten, auch das ist bewährte Praxis.
Es gibt natürlich Schmarotzer, die so etwas ausnutzen mögen, aber es ist nicht so, dass die Masse die 3x jährlich ausreizt, auch wenn ich selbst schon einmal 5x davon Gebrauch machen musste und ein Jahr gar nicht. Und ich bin sicher, die Schmarotzer setzen sich alternativ auch zum Arzt und hüsteln dem kurz etwas vor und holen sich ihren Zettel dann eben so.