Kita in Not: Stadt Halle (Saale) reagiert auf Gutachten nach Wasserschaden und leitet schnelle Sanierung an der „Vier Jahreszeiten“ ein

Die städtische Kindertagesstätte „Vier Jahreszeiten“ am Jägerplatz steht vor einer dringenden Sanierung. Nach schweren Starkregenereignissen im Jahr 2024 traten erhebliche Schäden am Gebäude auf, insbesondere am Flachdach und der Fachwerkkonstruktion. Ein Gutachten bestätigt einen massiven Handlungsbedarf – nicht zuletzt wegen zunehmender Folgeschäden, die den Fortbetrieb der Kita gefährden könnten.

Aus diesem Grund hat der Eigenbetrieb Kindertagesstätten beschlossen, die ursprünglich für das Jahr 2025 geplante Baumaßnahme am gemeinsamen Gebäude der Kitas „Goldenes Schlüsselchen“ und „Entdeckerland“ zu verschieben. Die dafür eingeplanten 700.000 Euro werden stattdessen für die Sanierung der Kita „Vier Jahreszeiten“ umgewidmet.

Massive Schäden durch Wassereintritt

Bei einer Begehung des zweigeschossigen Gebäudes, einer alten Villa, wurden die Schäden besonders an der Rückseite festgestellt. Dort ist das Flachdach – insbesondere über der Küche – betroffen. Neben einem deutlichen Wasserschaden hat ein Gutachter auch massiven Schimmelbefall am Dachüberstand dokumentiert. Es besteht der Verdacht, dass auch ein tragender Deckenbalken betroffen ist. Laut Bericht zeigen sich zudem Vorwölbungen an der Brettschalung – ein klares Indiz für Feuchtigkeitseintritt.

Das Gutachten hält fest: „Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind durch Undichtheiten am Dach die Schäden hervorgerufen worden. Es ist davon auszugehen, dass auch die Dachsparren des Flachdaches geschädigt sind.“

Die genaue Schadensbewertung und die daraus resultierende Investitionssumme können jedoch erst erfolgen, nachdem das Dach stellenweise geöffnet und durch Fachleute weiter untersucht wurde.

Dringlichkeit vor Planung

Die Entscheidung, die Mittel umzuwidmen, fiel nach Abwägung der Gefahren durch potenzielle Folgeschäden und einem möglichen Sanierungsstau. Ein weiteres Aufschieben der Arbeiten könnte die Sanierungskosten deutlich erhöhen – schlimmstenfalls müsste der Betrieb der Kita sogar ganz eingestellt werden.

„Die Dringlichkeit und der zwingende Handlungsbedarf lassen keine andere Entscheidung zu“, heißt es vom Eigenbetrieb Kindertagesstätten. Aus diesem Grund wird das Projekt „Vier Jahreszeiten“ im Jahr 2025 mit höchster Priorität behandelt, während die Maßnahme an der Kita „Goldenes Schlüsselchen/Entdeckerland“ zunächst aufgeschoben wird.

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7 Antworten

  1. Die heile Welt sagt:

    Ach gäbe es nicht Grundschulturnhallen, die auf Grund fahrlässig entstandenen Wasserschäden seit Monaten unbenutzbar sind.

  2. Beobachter sagt:

    Welche Maßnahmen müssen dann bei den anderen Kitas warten?

  3. Emmi sagt:

    Da werden die anderen Kitas ja begeistert sein. Aber Katastrophe geht vor

  4. Gut, dass man kurzfristig handeln kann sagt:

    Man kann bestimmt davon ausgehen, dass die Maßnahme einer Gesamtbetrachtung der Betreuungsbedarfe in der Stadt unterzogen wurde. Ware doch zu Schade, wenn die Kita irgendwann dicht macht und die anderen jetzt nicht sanierten Kitas länger bestehen bleiben, dafür aber unsaniert.

  5. Erna sagt:

    Für Sinnloses ist Geld da.
    Für Sinnvolles nicht. Nur noch traurig

  6. Lars sagt:

    Na Hauptsache Deutschland spendet weiter in alle Welt hinaus!!!