Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt fördert Anschaffung von Drohnen zur Rehkitz-Rettung – fast 1800 kleine Rehe in den letzten zwei Jahren gerettet

Sie sind nicht nur niedlich, sondern schweben im Frühjahr durch die Mahd von Grünflächen durch Erntemaschinen in Lebensgefahr: Rehkitze.

Aus diesem Grund wurde im Jahr 2021 ein Fördertopf des Landes aufgemacht, um Landwirte bei der Anschaffung von Drohnen zu unterstützen.

Das Landesverwaltungsamt konnte bisher 50 Landwirtinnen und Landwirten Fördermittel für den Erwerb von insgesamt 56 Drohnen bewilligen.

„Ich bin froh darüber, dass das Landesverwaltungsamt mit dieser Aufgabe erfolgreich dazu beitragen kann, Tierleben zu retten.“, schaut Thomas Pleye, Präsident des Landesverwaltungsamtes, auf die bisher beachtliche Anzahl von geretteten Rehkitzen in Höhe von 1 791 in den vergangenen zwei Jahren.

Das Landesverwaltungsamt als Obere Naturschutzbehörde erfasst die entsprechenden Daten, so dass folgende Statistik erhoben werden konnte:

202120222023*gesamt
Anzahl Zuwendungsempfänger2717650
Anzahl Drohnen3217756
Summe Zuwendungen (gerundet)185.000 €75.000 €30.000 €290.000 €
Einsatztage2953170612
abgesuchte Fläche
in Hektar
8.67310.290018.963
gerettete Kitze84794401791
gerettete Bodenbrütergelege68630131

*Stand: 13.06.2023

„Die Statistik zeigt, dass das Förderprogramm angenommen wird und ich gehe davon aus, dass das Landesverwaltungsamt auch in den kommenden Jahren sowohl Unterstützung gewähren als auch weitere Erfolge bei der Kitz- und Bodenbrüterrettung vermelden kann.“, wagt Thomas Pleye einen Blick in die Zukunft.


Anträge auf Förderungen zum Erwerb von Drohnen sind an das Landesverwaltungsamt, Ernst-Kamieth-Straße 2, 06112 Halle (Saale), zu richten. Weiterführende Informationen und das Antragsformular sind auf der Internetseite 
https://lvwa.sachsen-anhalt.de/das-lvwa/landwirtschaft-umwelt/agrarwirtschaft-laendliche-raeume-fischerei-forst-und-jagdhoheit/fischerei-jagd/jagdabgabe eingestellt.

Auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unterstützt die Anschaffung von bis zu vier Drohnen mit Wärmebildkameras. Bis zum 30. Juni 2023 können eingetragene Vereine einen Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) stellen. Weitere Information unter https://www.ble.de/DE/Projektfoerderung/Foerderungen-Auftraege/Rehkitz/Rettung_node.html

Gesucht werden auch immer helfende Hände. Wer Vereine unterstützen oder selbst Rehkitzhelfer werden möchte, kann sich auf den Internetseiten www.kitzrettung-hilfe.de und www.deutsche-wildtierrettung.de als Helfer registrieren lassen. Auf diesen Seiten besteht auch die Möglichkeit, sich als hilfesuchender Landwirtschaftsbetrieb zu ,melden.

Man kann sich auch jederzeit bei Vereinen oder Jägerschaften direkt melden und seine Unterstützung anbieten. Insbesondere die beteiligten Tierschutzvereine sind auf zahlreiche Mithelfende angewiesen.

Bisher sind folgende in Sachsen-Anhalt tätige Kitzrettungsorganisationen bei oben genannten Datenbanken registriert:

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Keine Antworten

  1. BESORGTER Hallenser sagt:

    Gute Anschaffung und gleichzeitige Abschreckung gegen Brandstifter!!!

  2. Die Ölv 11 sagt:

    Eine richtig gute Sache. Jeder Bauer müsste verpflichtet werden, daß er vor dem abernten seiner Felder, diese von Drohnen kontrollieren lässt. Ich habe jetzt nicht alles gelesen aber wenn hier eine Kontonummer veröffentlicht werden könnte, überweise ich sofort 100 Euro, damit Drohnen gekauft werden können. Bestimmt finden sich auch noch andere um diesen grauenvollen Tod der Kitze ein Ende zu setzen.

  3. besser spät als nie sagt:

    Schön, dass man das Problem immerhin schon 2021 erkannt hat und angeht, nachdem man viele Jahrzehnte lang „dank“ industriell betriebener Landwirtschaft arme Tiere kleingehäckselt hat.

    • Jäger aus Kurpfalz sagt:

      Was denn nur für ein Problem? Jeder Fahrzeugführer hat schon mal nen Vogel an der Scheiben kleben gehabt oder an Profil klebte ne Katze.

      • Blödquatscher entlarven sagt:

        Nein, glücklicherweise nicht „jeder“. Und nun geh wieder schlafen, wer schläft, sündigt nicht und schreibt auch keinen Stuss ins Internet.

        • Blödquatscher erkannt sagt:

          Als Holzrollerfahrer machste ganz schön Geräusche wie eine offene Selter. Haste dein alten Brotkanten mit Magarine schon gefrühstückt? Gut. Dann geh langsam wieder dich zu schütten um blöde zu labern!

  4. Vegan?! sagt:

    Mir tun die ganzen Veganer leid,die die ganze Zeit dachten,dass bei ihrer Ernährung keine Tiere zu Schaden kamen. Es ist echt traurig.