Männer niedergestochen: Syrer ab heute wegen versuchten Totschlags vor Gericht
Weil er zwei Männer am Riebeckplatz und in einer Straßenbahn am Rennbahnkreuz in Halle (Saale) niedergestochen haben soll, beginnt am heutigen Freitag am Landgericht der Prozess gegen einen 20-Jährigen Mann aus Syrien. Ihm werden gefährliche Körperverletzung sowie versuchter Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zur Last gelegt.
Die erste Tat hat sich am 8. November vergangenen Jahres ereignet. In einem Minimarkt am Riebeckplatz soll er laut Anklage einem Landsmann mehrere Stiche mit einem Klappmesser zugefügt haben. Das Opfer soll ihm angeblich Geld entwendet haben.
Die zweite Tat hat sich am 6. März abgespielt. Hier soll er in einer Straßenbahn am Rennbahnkreuz eine Auseinandersetzung provoziert und dann einen 32-Jährigen Mann mit einem Messer von hinten neunmal in den Rücken gestochen haben. Der Deutsche erlitt lebensgefährliche Verletzungen.
Der Angeklagte hat laut Gericht die Taten teilweise eingeräumt. Weil der Angeklagte zur Tatzeit Heranwachsender war, kommt die Anwendung von Jugendstrafrecht in Betracht. Hierbei sind Sanktionen bis zu einer Jugendstrafe von 10 Jahren vorgesehen.
Zunächst sind 9 Prozesstage eingeplant. 27 Zeugen sind von der Kammer geladen worden.

















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