Marodes Gebäude an der Waisenhausmauer abgerissen – Neubau geplant – Straßenbahn soll ab nächster Woche Freitag rollen

Das einsturzgefährdete Gebäude in der Straße “An der Waisenhausmauer” ist Geschichte. Nur noch ein paar Mauern am Rand stehen, dies aber wegen des Nachbargebäudes. Hier wird der Abriss behutsam vorgenommen.

Dem Rest des Gebäudes rückten die Abrissexperten der Firma Reinwald zu Leibe. Diese hatten einen Volvo EC480-Bagger mit Longfront-Auslager im Einsatz.

Vor dreieinhalb Wochen war die Straßenbahnstrecke zwischen Franckeplatz und Riebeckplatz entlang des Gebäudes gesperrt worden. Akute Einsturzgefahr wurde festgestellt. Das lag daran, dass sich die Fassade nach Außen gewölbt hat. Der marode Zustand selbst ist schon lange bekannt. Mehrfach hat der Eigentümer versucht, einen Abriss genehmigt zu bekommen. Erst Im Frühjahr wurde beim Landesverwaltungsamt ein neuer Antrag gestellt, bis zur Abrissverfügung der Stadt gab es aber hier noch keine Genehmigung.

Voraussichtlich am Freitag kommender Woche soll die Straßenbahn wieder rollen. Zuvor werden die Schuttreste beseitigt. Danach muss der zum Schutz des Gleisbettes aufgebrachte Sand entfernt werden, bevor schließlich die Oberleitung wieder angebracht wird.

Eine dauerhafte Baulücke soll an der Stelle nicht bleiben. Denn ein Neubau ist geplant, entsprechende Unterlagen sollen demnächst an die Stadt gehen. Weitere Informationen liegen dazu noch nicht vor.

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13 Antworten

  1. 10010110 sagt:

    Ein Stück Geschichte ist mal wieder Geschichte. 🙁 Was der Krieg und der Sozialismus nicht kaputtgekriegt haben, hat der Kapitalismus vollendet. Die Verantwortlichen – und zwar alle – sollten sich schämen!

    • deutsche sprache schwer sagt:

      Geschichte ist Geschichte. Sonst hieße es Gegenwart oder Zukunft.

      Aber jetzt wird erstmal geschämt. Davon gehen deine Probleme bestimmt weg…

    • Der Markt sagt:

      Auch du wolltest den Kapitalismus. Also komm klar damit, dass es im Kapitalismus meist nur einen Verantwortlichen gibt.

      • Wahnfried sagt:

        Das hat nichts mit Kapitalismus zu tun. Hätten wir noch den von manchen erträumten, als Sozialismus getarnten Kommunismus, wären bislang weit mehr Häuser dieser Art abgerissen. Oder würden zumindest weiter unter Bunastaub vor sich hin gammeln.

    • Ich sagt:

      Das ist falsch. Zu DDR- Zeiten war dort die Firma Stempel-Pfautsch ansässig und mußte dort das Ladengeschäft wegen Baufälligkeit verlassen. Ein Wunder, daß es dann noch 35 Jahre stand

    • eseppelt sagt:

      Bereits 1986 wurden die Wohnungen wegen Baufälligkeit geräumt und wenig später musste auch Stempel Pfautsch gehen. Im Schaufenster war seit dem der Hinweis zu lesen, man sei nun in der Talamtstraße zu finden. Der Ursprung ist also in deiner hochgelobten DDR zu finden…

  2. Emmi sagt:

    Landesverwaltungsamt wieder. Die sind die Spaßbremse ewer. Immer sind die der Grund für Verzögerungen, egal zu welchem Thema. Was machen die nur?

  3. Aha sagt:

    Und warum wurde dem abriss nicht schon längst statt gegeben? Weil die, die dafür zuständig sind lieber Kaffee trinken gehen wahrscheinlich. niemand kümmerst sich um nichts, wie sehen es doch an den maroden Brücken überall. Und der Bürgermeister lächelt überall nur in dies Kameras und für die ARD und das ZDF im Moma ist alles in Ordnung. So ist Objektive Berichterstattung

  4. Guter sagt:

    Das Haus hätte schon längst weggerissen werden sollen aber der Bürgermeister hat ja nichts besseres zu tun als immer nur in die Kamera zu lächeln. Andere Behörden sind genauso langsam