Merseburger Straße, Große Steinstraße: HAVAG muss Stadtbahn-Fördermittel von fast 350.000 Euro zurückzahlen

Sechs Jahre nach der Freigabe der sanierten Großen Steinstraße holt das Bauprojekt die Hallesche Verkehrs AG (HAVAG) wieder ein. Das Unternehmen muss hier fast 110.000 Euro Fördermittel zurückzahlen, weitere 240.000 Euro für die Merseburger Straße.

Die Rückzahlung in der Großen Steinstraße hängt mit den parallel stattfindenden Bauarbeiten der Versorgungsunternehmen (Strom, Wasser) zusammen. Laut Stadt seien dabei ursprünglich als zuwendungsfähig anerkannte Anteile der Versorgungsunternehmen an den allgemeinen Leistungen als nicht mehr als zuwendungsfähig an. “Nur die Anteile der HAVAG und der Stadt sind zuwendungsfähig. Die Versorgungsunternehmen müssen ihre Anteile in voller Höhe tragen. Durch diese neue Berechnung müssen zu viel ausgereichte Fördermittel zurückgezahlt werden”, heißt es von der Stadt. Die HAVAG habe die entsprechenden Anteile an die Versorgungsunternehmen weiterberechnet.

„Stadtbahnprojekt Merseburger Straße“ ist eine Rückerstattung von Planungsleistungen in Höhe von fast 240.000 Euro nötig. Diese hätten laut Stadt wegen der bauzeitlichen Verschiebung des Vorhabens nicht verwendet werden können.

In seiner Juni-Sitzung soll der Stadtrat den Beschluss zur Rückzahlung fassen.

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Keine Antworten

  1. eva sagt:

    Im Privatbereich nennt man das Betrug.

    • J sagt:

      Was genau ist für dich hier Betrug? Das man nicht zulässige Fördermittel zurückzahlt?

    • Aufmerksamer Beobachter sagt:

      Warum?
      Man könnte es vielleicht Unseriösität des einen Geschäftspartners nennen, Absprachen hinterher zu ändern.
      Immer schön die Artikel lesen vor dem Hass.

    • MS sagt:

      Was genau? Haben sie jemals im Bereich Fördermittelbeschaffung oder ~abrechnung für große Bauvorhaben gearbeitet?

      • Erwin sagt:

        Dazu muss man nicht dort arbeiten! Mit etwas Sachverstand weiß jeder dass diese Art von vorne bis hinten ein riesengroßer Beschisss ist.

    • lederjacke sagt:

      Worin siehst du denn eine Täuschung?

    • Meckerkopf sagt:

      Also insbesondere im Projekt der Steinstraße war dieses vertraglich nicht sonderlich gut festgehalten. Mit 110 TEUR aus der Steinstraße kommt die HAVAG gut weg.

  2. MS sagt:

    Um das ganze mal einzuordnen, bräuchte man überhaupt erstmal die Gesamtsumme der Fördermittel für die Projekte. Im Baubereich, oder bei anderen Großbeschaffungen, oder bei mehrjährigen Vorhaben ist es fast der Normalzustand, dass bis zu 10% der Fördermittel zurückgezahlt werden müssen. Das liegt an Kostenschwankungen, Terminverschiebungen, späten Haushaltsbeschlüssen der öffentlichen Hand etc. Dafür muss man tief in der Materie drinstecken, um das seriös zu beurteilen.

  3. Hobbysoziologe sagt:

    Was hat denn zur fristsprengenden Verschiebung der Planungsleistungen in der Merseburgerstrasse geführt? Ich hoffe doch nicht, dass es der Wille der Blechkarossenfraktion war, unter der Rosengartenbrücke unbedingt vierspurig durchfahren zu müssen.

  4. Uto sagt:

    Na prima, da werden die Fahrpreise ja wieder kräftig steigen. Da haben doch wieder welche geschlafen

  5. HAVAG zahlt nie etwas sagt:

    Die HAVAG wird hier gar nichts zahlen.
    Die häufen so viele Verluste an und werden einfach weiter rumheulen, so daß Halles Steuerzahler zur Kasse gebeten werden.
    Trotzdem wird es satte Gehaltserhöhungen bei der HAVAG geben und deren Verwaltungs-Wasserkopf wird noch weiter anschwellen.
    Der Laden sollte endlich mal gezwungen werden, betriebswirtschaftlich sinnvoll zu agieren.

    • Browgas sagt:

      Eine Firma von der Teile des öffentlichen Lebens abhängig sind ist BWL der größte Fehler den man machen kann bzw der gemacht wird, eigentlich müsste man es aus VWL Sicht sehen aber das liegt ehr an unserem Wirtschaftssystem als an den Menschen.

  6. MDK sagt:

    Wird Zeit dass wir wieder einen OB haben der durchgreift