Mieterrat will den Kleinen Teich in Halle-Neustadt retten: Regenwasser von umliegenden Dächern anzapfen

In Halle-Neustadt unweit der Weststraße befindet sich der “Kleine Teich”. Doch ein richtiger Teich ist es schon lange nicht mehr, eher ein austrocknender und vermüllter Tümpel. Der Mieterrat setzt sich nun dafür ein, den Kleinen Teich als stehendes Gewässer zu erhalten. Denn fehlt an Wasser. Grundwasser gibt es dort nicht – es regnet auch nicht genug. Die Stadtverwaltung habe den Teichoffenbaraufgegeben.  Der beklagenswerte Zustand des Teiches werde regelmäßig noch durch achtlos hineingeworfenen Müll verschlimmert. 

Dazu Peter Scharz, Vorsitzender vom Mieterrat: „Dabei hat der „Kleine Teich“ einen hohen Stellenwert: für die Naherholung unserer Bürger, für spielende Kinder, zum Spazierengehen & Hunde-Ausführen, aber auch für Arten-, Pflanzen- und Tierschutz.“ Mit anderen Worten: der Teich ist ein wertvoller Ort – ökologisch, kulturell, sozial. „Umso trauriger ist es, mit an zu sehen wie der „Kleine Teich“ im Müll erstickt, austrocknet und zu verschwinden droht!“ so Scharz. Nichtstun? Der Mieterrat Halle (Saale) e.V. sagt dazu NEIN.   

“Wir haben da eine Idee. Der Müll muß weg. Wasser muss her. Mit zusätzlich eingespeistem Regenwasser könnte der Teich sich wieder erholen. Wir schlagen vor, das Regenwasserpotenzial von den Dächern der umgebenden Wohnblocks anzuzapfen und zu nutzen. Das könnte dann sogar Mietnebenkosten (Regenwassereinleitungskosten) bei den beteiligten Gebäuden senken”, so Scharz. “Das geht dann schon in Richtung eines ordentlichen Bauprojektes. Zur Umsetzung eines Regenwassermanagementprojektes „Kleiner Teich Halle-Neustadt“ schlagen wir vor, Spezialisten zu befragen und einzuladen, Vermieter ins Boot zu holen, die Stadtverwaltung zu gewinnen und letztlich in einem Projekt zusammenzuführen.“ sagt Peter Scharz. 

Dafür braucht es nun aber die Unterstützung der Stadtverwaltung. Natürlich wurde dort schon vorgesprochen. Aber es bedarf auch der breiten Unterstützung aus der Einwohnerschaft. „Alleine ist unsere Stimme dafür nicht stark genug! Deswegen bittet der Mieterrat Sie, sehr geehrte Einwohnerschaft, unsere Petition an die Stadtverwaltung zu unterschreiben!“ resümiert Peter Scharz vom Mieterrat. 

Ein Anrainer des Teichareals freut sich besonders, daß der Mieterrat das Thema angeht.  Dirk Halang, der Wirt der Gaststätte „Zum gemütlichen Eck“ ist so begeistert von der Idee, daß er spontan den Briefkasten an seinem Lokal für die Rückgabe der unterschriebenen Petitionsflyer zur Verfügung stellt. Auch im Gastraum hat er Platz gemacht und dort eine kleine Informationsschrift zum Projekt sowie Unterschriftensammelbögen ausgelegt.  

Die Rückgabe ausgefüllter Petitionen ist möglich per Einwurf in Briefkasten: Luge-Scharz, Zerbster Str. 39, 5. Stock, 06124 Halle (Saale), Einwurf in Briefkasten: Gaststätte „Zum gemütlichen Eck“, Adresse : Zum kleinen Teich 1 – oder per E-Mail an peter.scharz@googlemail.com . Der Vorsitzende des Mieterrates Halle (Saale) e.V., Herr Peter Scharz ist zu erreichen unter  Tel. Nr.: 0345 – 58 22 93 94.  

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31 Antworten

  1. F. sagt:

    Krampfhaft irgendwas als Umwelt Projekt zu kreieren… Und natürlich Fördermittel generieren. 🧟

    • wow sagt:

      wie wird da fördergeld generiert?

    • Alex sagt:

      Hä?! Hier wird noch gar nichts generiert, und selbst wenn, ist doch fein.
      Die Meckerköpfe hier werden immer Wahnhafter. Völlig egal um was es geht. Hauptsache Aufregen, Unmut sähen und Dagegen.

  2. Robert sagt:

    ich unterstütze dieses Projekt.

  3. Fritz sagt:

    Der kleine Teich verkommt zusehends. An den Bänken welche unten stehen liegen tausende Kronkorken, die Bänke auch nicht mehr top

    • Schuld sind immer die Anderen - IMMER sagt:

      Und du siehst einfach nur zu.

      • Fritz sagt:

        Nein. Ich ich melde so etwas bei dubisthalle.

      • Fritz sagt:

        Natürlich melde ich es bei sagsunseinfach. Die Stadt hat dafür die entsprechenden Mitarbeiter.

        • seh gleich nach sagt:

          Wann zuletzt?

          • Fritz sagt:

            @stalker…Tag kann ich dir nicht mehr sagen. Aber die letzten Meldungen waren Müll und Unrat am Passendorfer Damm und Zollrain. Bin ja nicht täglich in ganz Neustadt unterwegs… aber ich mache wenigstens durch meine Meldungen etwas. Selbst es zu entfernen wäre einfach zu viel.

          • war klar sagt:

            Der Kleine Teich war gefragt, nicht Passendorfer Damm und Zollrain.

            Also noch nie.

  4. Hallenser sagt:

    Hallenser..

    Würde gerne Pate werden. Da bin ich aufgewachsen.

  5. Ex-Hallenser sagt:

    Mir der 90-er habe ich den kleinen Teich mit aufgebaut. Die Steine, die wir gesetzt hatten, lagen noch, während wir dort gepflastert hatten, wieder im Teich. Wir hatten 3 mal dort den Weg gepflastert. Wir hatten auch 3x sämtliche Sträucher und Büsche gepflanzt. Am hinteren Teil am großen Parkplatz hatten wir auch eine Tischtennisplatte und Fitnessgeräte aufgestellt. Alles wurde zerstört. Unsere Firma sollte 500 Tsd. DM für die Arbeit erhalten. Das wäre der Durchbruch gewesen. Da wir aber zur Abnahme alles fertig haben mussten, durften wir auch alles dreimal bauen, Spaß wir 1,5 Millionen DM reingesteckt hatten. Durch die Sanierung des kleinen Teiches ist unsere Firma pleite gegangen. Das hat man nun davon, wenn man den Leuten etwas schön machen möchte. Es wird leider nicht geachtet, keiner kümmert sich um die ganzen Vandalen. Die können alle machen, was sie wollen. Es tut mir leid für die Anwohner, die es schön haben wollen… Aber es lohnt sich nicht. Ich ärgere mich heute noch darüber. Soviel Zerstörungswut wie dort habe ich in meinem ganzen Arbeitsleben nicht erlebt. Schade, es hätte für alle schön sein können.
    Leider, so denke ich, ist es rausgeschmissenes Geld. Sorry, wenn ich das so sagen muss.
    Aaaaber…. Ich war neulich mal wieder da. Zumindest waren noch die Pflanzen da, die ich in den Teich, vorn am Bankrondell gepflanzt hatte. Wenigstens etwas.

    • Tischtennisplattenmillionär sagt:

      Stimmt an der Geschichte überhaupt irgendwas?

    • Nuvole sagt:

      So erging es auch den Wartehäuschen der DB in Amsdorf, Röblingen und Erdeborn vor wenigen Jahren. Die Assis haben keine drei Wochen gebraucht um fünfstellige Schäden anzurichten!
      Die Assis haben aber Eltern und Großeltern die etwas falsch gemacht haben, das gehört zur Wahrheit.
      Ein solches privates Engagement würde ich ohne versteckte Wildkameras, Dornenhecken und Pranger für die Zerstörer nie und nimmer anfangen obwohl es an sich ein wertvolles Projekt für die Umwelt ist, Stichwort: Schwammstadt.
      Der Wasserknappheit könnte man über Zwischenspeicher (Zisternen hinter den Fallrohren der Dächer) mit Überlauf (Bachlauf ?) begegnen und man sollte die Dämme lieber gegen die drohende Bürokratie anlegen.
      Vielleicht macht auch eine Nutzergebühr Sinn, ohne Geld wird‘s nicht gehen.
      Ich habe an meinen Wohnbauten ohne irgendwelche Aufpreise immer recht teure Blühhecken angelegt, Zisternen für die Bewässerung eingebunden und die Fotovoltaikanlage läuft zum Selbstkostenpreis (15 ct./ kWh) für die Rücklage zwecks Wartung und späterer Neuanschaffung, die auch für einen Teich (hier Himmelsteich….ohne Quelle oder Flußanbindung) angelegt werden sollte.
      Man kann nur trotz aller Widrigkeiten gutes Gelingen wünschen.

    • Fritz sagt:

      Und ganz früher…zu DDR Zeiten…da war das Wasser auch noch viel höher. Da konnte man im Winter drauf Eishockey spielen. Aber schon da wurden geklaute Mopeds und sogar ein Bus versenkt. Also Idioten gab es schon immer.

  6. Vd sagt:

    Jha erhaltet ihn

  7. NiceM sagt:

    Irgendwie bezweifle ich, dass hier dann nicht noch mehr Müll entsorgt werden würde. Mal von den Mückenpopulation abgesehen. Dennoch täte an dieser Stelle ein Stück gepflegte Natur gut.

  8. Itschi sagt:

    Es ist irgendwie wie in einer Beziehung. Wenn man sich reinhängt, sich bemüht und sich auch regelmäßig/konstant drum kümmert, wird es wohl lange schön sein und es wird respektiert. Alle paar Wochen mal schauen wie es aussieht, hilft da wenig. Ich finde die Idee allerdings richtig und wichtig sich diesem Teich und Umfeld anzunehmen.

  9. Unfug sagt:

    Faxen! Totgeburt von Anfang an! War in der Gegend allerdings schon zu Zonen-Zeiten nicht anders. Wer schmeißt denn seinen Müll dort rein? wer zerstört denn die Anlagen? Alles Volk aus den umliegenden Blöcken. Wird ja wohl keiner extra deswegen anreisen. Schade um die Arbeit, wird eh nicht gewürdigt.

    • . sagt:

      Wer „Zonen-Zeiten“ schreibt, gehört selber zur entsprechenden Klientel.

      • Unfug sagt:

        Das machst du an einem Begriff in einem Internetkommentar aus? Nicht gerade weitsichtig. Zur Info: hab ca. 20 Jahre in der Zone gelebt und bin immer noch froh, dass diese Zeiten vorbei sind. Gewisse Elemente in HaNeu haben jedoch die Zeit überdauert….