Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt und Sachsen unterzeichnen gemeinsame Erklärung zu Mitteldeutschen Flughäfen
Die Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen und des Landes Sachsen-Anhalt, Michael Kretschmer und Sven Schulze, haben heute (30. Januar 2026) in Berlin eine gemeinsame Erklärung zur Mitteldeutschen Flughafen AG (MFAG) unterzeichnet.
Mit der gemeinsamen Erklärung wollen beide Länder als Gesellschafter einen Beitrag zur nachhaltigen Sanierung der MFAG leisten.
Ministerpräsident Michael Kretschmer: „Die Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden sind Motoren für die wirtschaftliche Entwicklung in Mitteldeutschland. Sie sichern Arbeitsplätze und Wertschöpfung und sind essenziell für die verkehrliche Anbindung unserer Region. Die neue Vereinbarung schafft Planungssicherheit, um die eingeleitete Sanierung erfolgreich abzuschließen und die Flughäfen zukunftsfest aufzustellen. Gleichzeitig setzen wir uns beim Bund dafür ein, dass die Rahmenbedingungen für den Luftverkehr in Deutschland weiter verbessert werden.“
Ministerpräsident Sven Schulze: „Sachsen-Anhalt hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Logistikstandort im Herzen Europas entwickelt. Der Flugverkehr ist hier ein entscheidender Baustein und Impulsgeber für unsere Wirtschaft. Daher unterstützt auch das Land Sachsen-Anhalt in den kommenden Jahren den Sanierungskurs für den Flughafen Leipzig/Halle. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass die Mitteldeutsche Flughafen AG bis 2030 über stabile, wirtschaftlich tragfähige Flughäfen verfügt.“
Die neue Vereinbarung zwischen dem Freistaat Sachsen und dem Land Sachsen-Anhalt sieht Kompensationsleistungen für Kosten nichtwirtschaftlicher Art an die MFAG vor. Der Gesamtbetrag sinkt von insgesamt 37 Millionen Euro im Jahr 2026 auf 28 Millionen Euro in 2027, 21 Millionen Euro in 2028, 13 Millionen Euro in 2029 und schließlich auf Null ab 2030. An dem Kostenersatz beteiligen sich der Freistaat Sachsen zu 81,3 Prozent und das Land Sachsen-Anhalt zu 18,7 Prozent.
Der Beitrag des Landes Sachsen-Anhalt dient dabei ausschließlich der Unterstützung für die Wahrnehmung von Aufgaben am Flughafen Leipzig/Halle. Der Flughafen Dresden erhält ab 2027 und bis zunächst 2030 einen Strukturausgleich für Kosten nichtwirtschaftlicher Art in Höhe von jährlich neun Millionen Euro. Diese Summe wird ausschließlich durch die sächsische Seite erbracht.
Die Vereinbarung steht unter Haushaltsvorbehalt, so lange die beiden Länderhaushalte 2027/28 von den Landtagen nicht beschlossen wurden.









Im Ernstfall das Papier nicht wert. Wie nahezu alles, was Politiker so von sich geben.