Museumspredigt am Sonntag in der Moritzburg
Im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) findet am Sonntag, 22. März 2026, um 16.30 Uhr die 20. Museumspredigt statt. Auf der Empore des Museums steht diesmal ein bedeutendes Werk der modernen Bildhauerei im Mittelpunkt: die Skulptur „Der Gestürzte“ (1915) von Wilhelm Lehmbruck.
Lehmbruck zeigt in seiner während des Ersten Weltkriegs entstandenen Skulptur die existenzielle Verletzlichkeit des Menschen. Der erschöpfte, zusammengebrochene Körper der Figur wirkt zugleich körperlich wie seelisch belastet. Das Werk gilt als ein Schlüsselwerk des deutschen Expressionismus und berührt bis heute Fragen nach Leid, Hoffnung und menschlicher Würde. Die Museumspredigt greift diese Themen auf und deutet sie aus theologischer Perspektive.
Die Predigt hält Laura-Christin Krannich, Pfarrerin im Pfarrbereich Eisleben. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Almuth Schulz am Klavier und Eckart Gleim an der Gitarre.
Da sich das Kunstwerk diesmal nicht unmittelbar auf der Empore befindet, haben Besucherinnen und Besucher bereits 20 Minuten vor Beginn der Veranstaltung die Gelegenheit, die Skulptur im Museum zu betrachten. Eine entsprechende Zeitplanung wird empfohlen.
Seit einem Jahrzehnt werden die Museumspredigten im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) als Gemeinschaftsprojekt mit der Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt veranstaltet. In diesem besonderen Format interpretieren Theologinnen und Theologen Werke aus den Sammlungen des Landeskunstmuseums Sachsen-Anhalt vor dem Hintergrund eines christlichen Menschen- und Weltbildes.










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