Musterung kommt zurück: auch Bundesrat beschließt Wehrdienst-Gesetz – am 1.1.2026 tritt es in Kraft

Das vom Bundestag beschlossene Gesetz zur Modernisierung des Wehrdienstes fand am 19. Dezember 2025 die Zustimmung des Bundesrates.

Das Gesetz führt die Wehrerfassung wieder ein: Alle 18-jährigen deutschen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger erhalten künftig einen Fragebogen zu Motivation und Eignung. Männer sind verpflichtet, diesen auszufüllen, während Frauen dies freiwillig tun können. Zusätzlich müssen alle Männer, die ab Januar 2008 geboren wurden, zur Musterung.

Ziel des Gesetzes sei es, die Zahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten bis zum Jahr 2035 von derzeit ca. 184.000 auf 255.000 bis 270.000 zu erhöhen, so die Bundesregierung. Hinzu kommen sollen 200.000 Reservistinnen und Reservisten. Der personelle Aufbau der Streitkräfte erfolgt zunächst auf freiwilliger Basis. Um möglichst viele junge Menschen für einen freiwilligen Dienst zu gewinnen, enthält das Gesetz Anreize wie eine monatliche Vergütung von rund 2.600 Euro brutto sowie in bestimmten Fällen einen Zuschuss für den Pkw- oder Lkw-Führerschein.

Ab dem Jahr 2027 ist die Bundesregierung verpflichtet, dem Bundestag die Freiwilligenzahlen vorzulegen. Reichen diese nicht aus, kann der Bundestag per Beschluss die sogenannte Bedarfswehrpflicht ausrufen. Erst dann ist eine zwangsweise Einberufung und somit die Einführung einer Wehrpflicht möglich.

Das Gesetz kann nun vom Bundespräsidenten ausgefertigt und danach verkündet werden. Es tritt zum überwiegenden Teil zum 1. Januar 2026 in Kraft.

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24 Antworten

  1. Zappelphillip sagt:

    schickt mal zuerst die politikersöhne in den Krieg …

    • Pappezillip sagt:

      In wegen Krieg? Habe ich was verpasst?

      • Arbeiter*innenstandpunkt sagt:

        Irgendein Vorwand findet sich von einem Tag zum nächsten, um imperialistische Ambitionen „auszuleben“… irgendein Attentat, Überfall, …schau als ersten Anlaufpunkt einfach mal in Geschichtsbücher

        • Mevis sagt:

          Genau so ist es!
          Putin hat als Vorwand die Entnazifizierung der Ukraine angegeben, um seinen imperialistischen Größenwahn zu begründen!

          • Arbeiter*innenstandpunkt sagt:

            Richtig. Und die Nato und das politische Kiew haben den imperialistischen Größenwahn nüchtern miteinberechnet statt einen Kompromiss zu suchen. Die gibts aber auf Dauer im Imperialismus eh nicht, nur in den Vereinigten Sozialistischen Staaten der Welt.

      • Hansi sagt:

        Frau Baerbock hatte als Außenministerin in einem Nebensatz gesagt, dass wir (die europäischen Länder) uns im Krieg gegen Russland befinden.

  2. Rarum sagt:

    Endlich, aber warum nur Frauen und Männer, was ist mit den 72 anderen Geschlechtern?

  3. Klaus sagt:

    Bis 2035 fließt noch viel Wasser die Saale runter 🙂 Wer weiß, was bis dahin passiert. Vielleicht gibt es uns da schon gar nicht mehr… Nach Frieden sieht es derzeit jedenfalls nicht gerade aus. Ob wir uns 10 Jahre entspanntes Warten erlauben können? Hmmm… Wir sind nicht verteidigungsfähig!

    • Der Beobachter sagt:

      Verteidigungsfähig? Geschwätz! Rußland ist eine Atommacht. Ein falscher Furz und Ruhe ists.
      USA, Rußland und China werden früher oder später die Weltpolitik bestimmen. Europa ( haha ) hat sich zu schleichen!

      • Arbeiter*innenstandpunkt sagt:

        Die „ganz Großen“ können auch tief fallen, da gibt es viele historische Beispiele.
        Und: „Es kommt nicht nur auf die Größe an“

    • Hans-Karl sagt:

      Verteidigungsfähig müssten wir auch nicht sein, wenn unsere Regierenden nicht immer glauben würden, sich unbedingt mit Russland anlegen zu müssen. Man nehme doch nur mal die Aktion in der EU von letzter Nacht. Eine Beschlagnahmung der eingefrorenen russischen Gelder, wie von Merz und vdL gewünscht, hätte für Russland ein Kriegsgrund sein können. Bloß gut, dass es noch genügend vernünftige Stimmen in anderen EU-Ländern gibt. Russland führt keinen Krieg gegen unser Land! Aber Merz will unbedingt einen Krieg gegen Russland vom Zaune brechen.

  4. ! sagt:

    Es ist doch gut, dass wir jetzt so viele Einbürgerungen haben. Dann können die neuen Staatsbürger auch für Demokratie, Freiheit und Rechtsstaat kämpfen.

    • Arbeiter*innenstandpunkt sagt:

      Am besten so wie in Russland die Leute mit viel Geld fürs Sterben locken, am besten direkt eingeflogen…

  5. Wennemann sagt:

    Wieso sollen auf einmal Grenzen geschützt werden. Davon hat man sich spätestens seit 2015 doch verabschiedet.

    • Arbeiter*innenstandpunkt sagt:

      Wenn ein ekelAfD-Wennemann Flüchtlinge mit Militär vergleicht kommt er zu dem Schluss. Er schützt lieber Grenzen als die Menschen haha

      • Hansi sagt:

        Ohne Grenzen kann der Russe hier einfach so hereinspazieren, muss nicht mit der Kalaschnikov herumballern und kann einfach so von unserer Willkommenskultur, unserer Leitkultur und unserem Stadtbild profitieren. Ich würde sagen: Wir schaffen das!

        • Arbeiter*innenstandpunkt sagt:

          Klar schaffen wir das. Auch Russen leben bei uns. Die allermeisten ganz friedlich.
          …„der Russe“ sagt schon viel über dich aus

        • Slava sagt:

          Der Russe ist trotz Grenze in die Ukraine marschiert und hat dort (nicht nur) mit der Kalaschnikov rumgeballert. Willkommen ist er dort nicht.

          • Arbeiter*innenstandpunkt sagt:

            „Der Russe“..klingt wie so eine schlechte ntv-Doku.
            Übrigens waren es meist unwissende (!) Soldaten die da anfangs reingeschickt wurden…später auch viele ehemalige Gefängnisinsassen. Weil auch Russ*innen Krieg ablehnen, es sei denn ihr Kopf wurde mit Angst, Nationalismus etc. versucht. So wie das auch hier teils passiert.

          • Arbeiter*innenstandpunkt sagt:

            *verseucht