Nachwuchsmangel: Ausbildungsplätze in Halle unbesetzt, obwohl 19 Prozent der 20- bis 34-Jährigen in Sachsen-Anhalt ohne Berufsabschluss sind
Nachwuchs-Mangel: Der Ausbildungsmarkt in Halle steht unter Druck. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hingewiesen. Nach Angaben der NGG registriert die Arbeitsagentur in Halle (Saale) 73 unbesetzte Ausbildungsstellen – darunter auch im Gastgewerbe. „Wir haben einen Azubi-Mangel. Gleichzeitig haben in Sachsen-Anhalt 19 Prozent der 20- bis 34-Jährigen keinen Berufsabschluss. Ein Phänomen, das auch viele junge Menschen in Halle betrifft. Sie haben damit nicht die besten Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt – auch was den Lohn angeht“, so Christian Ullmann. Der Geschäftsführer der NGG Leipzig-Halle-Dessau beruft sich dabei auf Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
Die Gewerkschaft befürchtet einen „gefährlichen Trend“: Jugendliche, die maximal einen Hauptschulabschluss haben, schafften immer seltener den Sprung in eine Ausbildung. „Es kommt darauf an, dass diese Jugendlichen intensiver gefördert werden. Sie müssen für eine Ausbildung fit gemacht werden“, so Ullmann. Arbeitsagenturen, Jobcenter und Unternehmen sollten bei der Ausbildungsförderung von Jugendlichen deshalb jetzt in den Turbogang schalten.
Betriebe sollten auf „Azubi-Lotsen“ setzen. „Die müssten sich aktiv darum kümmern, überhaupt erst einmal an junge Menschen heranzukommen. Dann geht es darum, sie für Ausbildungsberufe zu begeistern. Und wenn Jugendliche beispielsweise Schwierigkeiten beim Lernen haben, kann das für den Betrieb auch bedeuten, drei Jahre lang Nachhilfe anzubieten. Denn das Pensum, das die Berufsschulen haben, überfordert viele junge Menschen“, sagt Christian Ullmann. Die Wirtschaft in der Stadt müsse sich für das neue Ausbildungsjahr besser präparieren. Deshalb fordert die NGG Leipzig-Halle-Dessau Fahrtkostenzuschüsse in Höhe des Deutschlandtickets (49 Euro) für Auszubildende und jeweils zwei freie bezahlte Arbeitstage vor Zwischen- und Abschlussprüfungen.
Es sei grundsätzlich notwendig, mehr für den Job-Nachwuchs zu tun. „Das fängt damit an, das Potential zu erkennen, das in einem jungen Menschen steckt“, so Ullmann. Ab diesem Sommer gebe es für Jugendliche außerdem Rückenwind aus Berlin: „Der Bundestag hat eine Ausbildungsgarantie beschlossen. Ab August haben junge Menschen damit Anspruch auf eine Ausbildung. Wer keinen Ausbildungsplatz in einem Betrieb gefunden hat, bekommt das Recht auf eine außerbetriebliche Ausbildung“, sagt Christian Ullmann.
Attraktiver sei natürlich die Ausbildung in einem Betrieb – also „mitten im Berufsleben“. Deshalb spricht sich die NGG Leipzig-Halle-Dessau zudem für eine umlagefinanzierte Ausbildungsgarantie aus. „Dabei zahlen alle Betriebe in einen Fonds ein. Wer ausbildet, bekommt dann aus diesem Ausbildungstopf einen Großteil der Kosten erstattet – etwa für die Vergütung, die Azubis bekommen“, erklärt Christian Ullmann.
„19 Prozent der 20- bis 34-Jährigen keinen Berufsabschluss“ und das obwohl gerne von „Fachkräften“ fabuliert wird…herrlich.
Alter schwurbler. Mal verstehen und nicht nur Verschwörungen vermuten
Die Generation müssen sich heute erst finden ,die sind in der Findungsphase.
Man hätte einiges aus der DDR übernehmen sollen da gab es kein Geld fürs nichts tun. Heute wird es akzeptiert wenn man mit Mitte 20 mal darüber nachdenkt etwas zu tun.
Finde den Schuldigen für die Situation
Wenn du über 60 warst, warst du unkündbar. Mein Vater hatte 3 davon auf Arbeit. Die haben den ganzen Tag Skat gespielt.
Ich war dabei!
Also mein Vater hat zu DDR Zeiten in der MAFA gearbeitet und ein Haufen Geld fürs nichts tun bekommen. Ich glaube darum war die DDR auch so „produktiv“.
Also ist deine Aussage „Man hätte einiges aus der DDR übernehmen sollen da gab es kein Geld fürs nichts tun.“ widerlegt.
Also lügst du, ob nun bewusst oder unbewusst kann ich natürlich nicht sagen.
Grünspan,
Sicherlich gab es in der Maschinen Fabrik nicht immer das benötigte Material.
Aber man war beschäftigt.
Heute gibt es das benötigte Material …und?
Du scheinst noch sehr grün hinter den Ohren zu sein, wenn man sein Vater mit einbringen möchte.
Mein Vater war am Ende des 2.Weltkrieg mit 15 Jahren an der Front
Und nun?
Wie sind denn nun die Fachkräfte aus dem Ausland?
@.Du bist wohl gegen alle. Deine dummen Kommentare zeigen mir deine Schulbildung.
@.Sagt dir die Erweiterte Oberschule zu DDR-ZEITEN etwas?
Da hast du sicherlich noch in die Windeln gemacht.
Können uns gerne über den jeweiligen Stand der Dinge unterhalten….mach dir mal um mich keine Gedanken
@ …
Die Fachkräfte aus dem Ausland sind sehr unterschiedlich. Ich spreche von Geflüchteten, nicht von Angeworbenen.
Ich kenne Ärztinnen und Ärzte, die inzwischen wieder in ihrem Beruf arbeiten. Wieder, weil sie sich einer Fachprüfung und einer Sprachprüfung stellen mussten.
Eine Frau kenne ich, die Franzosischlehrerin in Syrien war. Der Abschluss wurde nicht anerkannt. Sie arbeitete zuletzt als Seniorenbegleiterin.
Viele ehemals Geflüchtete hatten im Herkunftsland keine Möglichkeit, eine Schulbildung wie wir zu durchlaufen. Sie kamen mit sechs oder acht oder vier Jahren Schulzeit hier an. Sie kriegen nur schwer eine Lehrstelle, weil sie eben keinen Realschulabschluss haben, der hier gefordert wird. Diese Leute sind aber nicht dumm, sondern bildungswillig und natürlich bildungsfähig. Es wäre also gut, ihnen Wege in Bildung und Ausbildung zu ermöglichen.Am Ende sind sie Fachkräfte. Zum Glück kapieren das immer mehr Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen. Und die hier qualifizierten Fachkräfte sind inzwischen überall tätig.
Dann sind da noch die Kinder der Geflüchteten. Und die deutschen Kinder, die mit ihnen zur Schule gehen. Diese Schulen brauchen viel mehr Unterstützung durch kleinere Klassen, mehr Lehrer:innen und Sozialarbeiter: innen.
Wir haben außerdem viel zu viele deutsche junge Menschen, die es nicht bis zu einem Schulabschluss geschafft haben, weil das Elternhaus nicht genug unterstützte und / oder die Lehrer:innen überfordert waren.
Wenn diese jungen Leute länger arbeitslos waren, wird versucht, sie über eine sogenannte Einstiegsqualifizierung für eine Berufsausbildung für zu machen. Der Grundgedanke ist gut, die Umsetzung grottenschlecht, wie ich in einem Fall beobachten konnte. Dieser Unterricht hat garantiert den letzten Rest von Interesse zunichte gemacht. Dabei können wir uns überhaupt nicht leisten, auch nur einen jungen Menschen nicht für eine geeignete Arbeit zu qualifizieren und das auf gute, wertschätzende, ressourcenorientierte Weise.
Was lernen wir daraus?
Macht die Grenzen dicht und kümmert euch erstmal um die Menschen die hier sind! Die Ampel behandelt Flüchtling wie Viecher!
Das ist Menschenunwürdig! Viele werden Jahrelang in den Massenunterkünften gefangen gehalten, bekommen nur ein winziges Taschengeld und besitzen nur was sie am Leib tragen.
Man kümmert sich gerade so viel um sie, das keiner stirbt!
Wer da nicht großes Glück hat, kommt da nicht so schnell raus.
Die Zeiten von 2015, 2016, 2017 sind vorbei! Sozialwohnungen alle weg, Jobs im Niedriglohnsektor fast alle weg, Sprachkurse Mangelware oder es fehlt das Geld dafür!
Integration ist in der BRD gescheitert! Bis heute über 30 Jahre nach der Wende gibt es immer noch Unterschiede zwischen OST und WEST. aber mal schnell eine paar Millionen Flüchtlinge integrieren wird doch wohl besser zu schaffen sein!
Dachten jedenfalls die schlauen Leute, die das Land regier(t)en!
Du bist doch versorgt.
@Bin_gespannt
Die Ampel regiert seit Ende 2021.
Integration: jemehr Einheimische sich da engagieren, umso besser klappt das.
Ahh und seit 2021 ist was besser geworden? Zeit genug war da!
Einheimische können keine Qualifizierten Sprachkurse anbieten, auch keinen kostenlosen Wohnraum anbieten und auch nicht den Lebensunterhalt für Millionen Flüchtlinge aus privater Tasche zahlen.
Aber toll das dir dass System momentan so gut gefällt und du weiteren Menschen diesem Martyrium aussetzen möchtest.
„Deshalb spricht sich die NGG Leipzig-Halle-Dessau zudem für eine umlagefinanzierte Ausbildungsgarantie aus.“
Schon wieder eine Gewerkschaftsforderung, die letztlich Diebstahl an Unternehmern bedeutet.
Das Hauptproblem ist das Bürgergeld, das Faulpelze alimentiert. Würde dies abgeschafft, würden sich Bildungsverweigerer sehr schnell einen Ausbildungsplatz suchen.
Wennste die 569 € Bürgergeld nimmst und dazu jeden Monat 40 Stunden schwarz arbeitest, haste mehr in der Tasche als jemand, der zum Mindestlohn den ganzen Monat ackert und davon noch Miete und Krankenkasse ablatzen muss.
Dazu lebt der Hartzler auch gesünder. Anstatt sich in einem lauten, stinkigen Betrieb die Nerven, die Lunge und die Knochen kaputtzumachen, liegt der Hartzler für 2,50 € den ganzen Tag im Freibad und schaut den Mädels hinterher.
Das nennt sich dann „Teilhabe“.
Häufig wird das Ganze auch mit „Menschenrechten“ begründet.
@ Zipp:
würde Dir „hartzen“ gefallen? Zumal es ja gesünder ist, wie Du schreibst?
„Denn das Pensum, das die Berufsschulen haben, überfordert viele junge Menschen“, sagt Christian Ullmann. “
Wenn schon die Ausbildung zur Überforderung wird, wie wollen die jungen Menschen einen Berufsalltag überstehen?
Total verweichlicht
Emmi, wenn man die Schule besucht bringt man ein gewisses Wissen mit.
Dazu muss man aber auch gehen, was sicherlich für manche nicht der Alltag ist. Und so ziehen wir uns eine Generation ran die strotzt vor Faulheit.
Wo sind die Fachkräfte die wir ja so dringend reinlassen in Deutschland. Die sind ausschließlich Männer im Alter von ca.18 bis 25 Jahren aber zur Arbeit sind die nicht hier. Da sollte man anfangen und Geld sparen
„Die sind ausschließlich Männer im Alter von ca.18 bis 25 Jahren“
belege bitte diese wirre these
Alte Frauen und Kinder sieht man wohl kaum beim Überqueren unserer Grenzen. Hast du eigentlich Fernsehen und gehst in Halle mal mit offenen Augen, wer da rumlungert ?
Rumlungern … beobachtest Du die Leute den ganzen Tag? Oder unterstellstt Du das nur, weil sie eben gerade nicht arbeiten oder in der Schule sind? Hast Du in Deiner Jugend nie irgendwo mit Kumpeln rumgestanden und gequatscht?
Ich warne vor solchen Pauschalurteilen ohne Grundlage.
Diese These, früher Verschwörungstheorie, wurde inzwischen auch von Seiten der Politik eingestanden. Was fehlt ist das Wörtchen -fast-. Setze es an die richtige Stelle.
Weil Zeit einfach stehen bleibt.
Generation „Schneeflocke“…
Die 19 % gehen in die grüne Politik, könnte ich mir vorstellen!
Yoa, wundert mich nicht bei einer Branche, deren Ausbildungsgehälter mehr einem Taschengeld gleichen und in der im Gegenzug dafür oft deutlich jenseits jeglicher gesetzlicher Arbeitszeitlimits geschuftet werden soll.
Ich hab’s früher ja selbst gesehen, als ich hier in Halle neben dem Studium einen Nebenjob in der Gastronomie hatte. Bei meinem damaligen Arbeitgeber waren die Azubis praktisch Billiglohnsklaven, auf die Stunde runtergerechnet haben die armen Schweine WEIT unter Mindestlohn verdient und haben die undankbarsten und längsten Schichten im Laden machen müssen.
Der durschnittliche DBH Kommentator haut hier mal wieder den üblichen Käse von der verweichlichten Jugend oder faulen Bürgergeldbeziehern raus, die Wahrheit ist aber dass insbesondere diese Branche fürchterliche Arbeitsbedingungen mitbringt und dafür auch noch extrem schlecht zahlt. Ich kann es keinem jungen Menschen verübeln, sich nicht schon in jungen Jahren dermaßen verschleißen zu lassen und dabei dennoch an der Armutsgrenze zu leben.
Soko
Mein Lehrlingsgehalt Betrug damals 100 DDR Mark und zur Disco wollten wir auch . Ich habe deshalb auch am Samstag zusätzlich gearbeitet um eine MZ 150 tanken zu können. Eine Jeanshose kam damals 120 DDR Mark
Hat uns das geschadet?
Heute sid es andere Gehälter die der Azubi bekommt.
Liebe verklärte Gerdi, es ist nicht möglich, Ihr hochsubventioniertes Leben im Terrorstaat DDR mit heute zu vergleichen. Beträgt Ihr Einkommen auch heute noch 100 DDR Mark, oder was soll der Vergleich?
Terrorstaat? Waren in der DDR Terroranschläge? Nee.Und warum nicht? Weil der Geheimdienst dafür gesorgt hat.
Smartphones verbieten, schon klappt’s auch wieder mit der Jobsuche.
War es doch in der Vergangenheit über Jahre so, dass die Ausbildungsplätze zuerst an die Jugendlichen vergeben wurden, welche ein Abitur hatten und eigentlich nur die Zeit überbrücken wollten bis zum Studium. Diese Arbeitsplätze waren dann verloren und wurden nach der Ausbildung nicht mit den nötigen Fachkräften besetzt , denn dann waren die Wartesemester zum Studium um. Die Jugendlichen mit einem Realschulabschluss bekamen dann den 2. Platz und den Rest an Ausbildungsplätzen und die Hauptschüler blieben auf der Strecke. Nun ist das Handwerk und die Industrie aufgewacht , denn die verpassten Chancen die Jugendlichen, welche kein Studium anstreben, weil sie lieber praktisch Arbeiten ,auszubilden . Auch da sollte man eben genauer hinsehen und tatsächlich nach den Fertigkeiten und Fähigkeiten des /der Jugendlichen abzielen, denn die Schulnote allein macht noch keinen guten Arbeiter. Auch sollte man sich Gedanken , ob vielleicht eine Art Kursstufe „Vorausbildung“, ähnlich der „Vorschule“ , helfen könnte Schulwissen aufzuarbeiten. Dann kann es sicher gelingen Jugendliche für die Berufe auch aus anderen Schulabschlüssen fit zu machen , so zum Beispiel auch für eine Pflegeausbildung . Denn diese Jugendlichen sind hier verwurzelt , sie haben ihre Familien hier und werden sicherlich auch ihre eigenen Familien hier gründen . Bei den jungen Frauen und Männern von den Philippinen zum Beispiel gibt es keine Garantie , ob diese nach ihrer Ausbildung auch hier in Deutschland als Fachkräfte arbeiten.
„Ab August haben junge Menschen damit Anspruch auf eine Ausbildung. Wer keinen Ausbildungsplatz in einem Betrieb gefunden hat, bekommt das Recht auf eine außerbetriebliche Ausbildung“ Das ist auf jedem Fall zu unterstützen.
Nur zur Ausbildung jemanden zu bewegen, das ist denke ich das Problem
Jemand der schon in jungen Jahren Sekt trinkt, wird nicht mit Wasser angelockt.
Da sollte man die Schiene drehen.
In Halle werden die Dummen nicht alle. 😄
Tja, ist halt die letzte Generation. Welchen Sinn sollen denn Ausbildung, Beruf, Familie usw. noch machen? 😭
Na für 600€ Ausbildungsvergütung und 500€ kosten die der Azubi erst einmal zahlen soll bevor er Anfangen darf.
Sicherheitsschuhe läuft bei uns jeder selbst.
Bevor du anfangen kannst musst du noch eine Prüfung machen. Und die musst du selbst zahlen.
Habe ich alles gehört bei Bewerbungsgesprächen.
Ich weiß auch noch wie das war. Nach der Schule hat man lernen Plan was man werden will. Man kennt ja nichts.
Es gibt nur sehr wenige Betriebe , die Mal in die Schule kommen.
Dir Aktionen vom Jobcenter oder Arbeitsamt kann man gleich vergessen.
Und bei den Praktikas… Die paar Betriebe die da mit machen… Meist ist das auch nichts wahres.
Es gibt nur wenige Betriebe, die wirklich suchen.
Ich wünsche den Kids Glück bei der Suche und kann kann ja auch Mal was ausprobieren. In Probezeit kann immer einfach gekündigt werden und danach darf der Azubi auch kündigen.
Also wenn es nicht passt, dann kann man auch immer gehen.