Neue Ausstellung im Literaturhaus Halle: Sabine von Oettingen „Tapfere Schneiderin & Co.“
Das Literaturhaus Halle eröffnet am 9. Januar 2026 um 19 Uhr in Kooperation mit dem Halleschen Kunstverein eine neue Ausstellung der Künstlerin Sabine von Oettingen. Unter dem Titel „Tapfere Schneiderin & Co.“ gibt die Schau einen vielschichtigen Einblick in das außergewöhnliche Schaffen der in Berlin geborenen Bühnen-, Kostüm- und Modedesignerin.
Die Ausstellung ist vom 9. Januar bis 20. Februar 2026 in der Bernburger Straße zu sehen. Geöffnet ist sie dienstags bis freitags von 13 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr.
Gezeigt werden ausgewählte Arbeiten aus allen Bereichen von Oettingens künstlerischem Werk: Zeichnungen und Collagen, Fotografien namhafter Fotografen, die sie als Modell, Modefrau und Mutter porträtieren, eine Holzplastik des Berliner Bildhauers Hans Scheib sowie bislang unveröffentlichte Bühnenmodelle. Ein eigener Raum widmet sich unter dem Motto „Künstlerin und Kinder – geht das?“ dem Spannungsfeld von Familie und künstlerischer Arbeit.
Zur Eröffnung am 9. Januar um 19 Uhr lädt das Literaturhaus zu einem „Spektakel“ ein. Weitere Programmpunkte begleiten die Ausstellung: Am 23. Januar 2026 um 19 Uhr findet eine Midissage mit Filmen und Gespräch statt, den Abschluss bildet am 15. Februar 2026 um 15 Uhr ein Abschlussfest mit Musik.
Sabine von Oettingen, 1962 in Berlin geboren, begann ihre Laufbahn Ende der 1970er Jahre in den Werkstätten des Berliner Ensembles und war Mitglied des Berliner Pantomimen-Theaters vom Prenzlauer Berg. Nach ihrer Ausreise aus der DDR 1987 führte sie ihr Weg über Kalifornien nach Westberlin, wo sie 1989 den Berliner Designerpreis Mode-Durchbruch Berlin gewann. Es folgten internationale Einladungen, Stipendien und Engagements an renommierten Theatern und Opernhäusern im In- und Ausland, darunter das Deutsche Theater Berlin, das Centre Pompidou Paris sowie die Opernhäuser in Halle und Nürnberg.
Auch als Modedesignerin erlangte von Oettingen internationale Anerkennung – mit Ausstellungen und Performances in Europa und den USA, unter anderem 2011 mit einer Personalausstellung in New York. Für ihr Wirken als Kulturbotschafterin wurde sie 2018 mit dem Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.
Ein besonderer Akzent der Ausstellung liegt auf Einblicken in ihre Spezialkollektion „Urban Tigers“, gefertigt aus englischem Waxcotton und aufwendig bestickt. Einzelne Arbeiten dieser Kollektion sowie Bildmaterial werden im Literaturhaus präsentiert und verweisen auf den musealen Rang ihres Werks – Modelle von Sabine von Oettingen befinden sich bereits in der Sammlung des Deutschen Historischen Museums in Berlin.
Foto: Helga Paris








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