Neue Kooperation bringt Kunst und Wissenschaft zusammen – Hallescher Kunstverein e.V. und Zentrale Kustodie der Universität starten gemeinsames Ausstellungsprojekt
Mit der Ausstellung „SAURO(SYN)THESEN“ der Schmuckkünstlerin Beate Eismann startet ein neues Kooperationsprojekt zwischen dem Halleschen Kunstverein e.V. und der Zentralen Kustodie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die feierliche Eröffnung findet am 18. März 2026 um 18 Uhr im Universitätsmuseum statt.
Zur Begrüßung sprechen Prof. Dr. Dirk Schaal, Leiter der Zentralen Kustodie, sowie Karola Waterstraat, Vorsitzende des Halleschen Kunstvereins e.V. Den Einführungsvortrag hält Dr. Thilo Habel, Leiter der Kustodie der Universität Greifswald.
Die Ausstellung ist vom 19. März bis zum 5. Juli 2026 im Löwengebäude der Universität zu sehen und kann jeweils von Mittwoch bis Sonntag zwischen 13 und 18 Uhr besucht werden.
Im Mittelpunkt steht das außergewöhnliche Werk der in Halle geborenen Künstlerin Beate Eismann. Unter dem Titel „26 SAURO(SYN)THESEN“ verbindet sie in einem 2025 veröffentlichten Buchprojekt wissenschaftliche Fragestellungen mit künstlerischen Ausdrucksformen. Dabei wagt sie bewusst den Schritt über disziplinäre Grenzen hinweg: Als ausgebildete Schmuckkünstlerin begibt sie sich auf paläontologisches Terrain.
Für Eismann ist diese Grenzüberschreitung kein Widerspruch, sondern vielmehr ein kreativer Motor. Sie versteht das Wandern zwischen scheinbar getrennten Wissensgebieten als Herausforderung und als Suche nach Schnittstellen. Ihre Arbeiten zeugen von Neugier gegenüber wissenschaftlichen Themen und verbinden diese mit handwerklicher Präzision und künstlerischer Fantasie.
Begleitend zu ihren Thesen entstanden ungewöhnliche, etwa handgroße Objekte. Diese wirken mitunter fremdartig und erinnern an fossile Formen oder imaginäre Relikte vergangener Zeiten. Gleichzeitig verweist der Einsatz von Edelsteinen auf Eismanns ursprüngliche Profession und verleiht den Arbeiten eine besondere ästhetische Qualität.
Gezeigt werden die Objekte erstmals im historischen Kupferstichkabinett des Löwengebäudes. Damit erhält die Ausstellung nicht nur durch ihren Inhalt, sondern auch durch ihren Ort eine besondere Bedeutung: Kunst, Wissenschaft und Geschichte treten in einen spannungsvollen Dialog.
Das Kooperationsprojekt unterstreicht das gemeinsame Anliegen von Kunstverein und Universität, interdisziplinäre Perspektiven zu fördern und neue Zugänge zu Kunst und Forschung zu eröffnen. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf eine Ausstellung freuen, die gewohnte Denkgrenzen hinterfragt und zum Entdecken einlädt.










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