Neujahrsempfang von IHK und Handwerkskammer mit Bundeskanzler Merz in der Händelhalle: mit Work-Live-Balance ist Wohlstand nicht zu erhalten

Am Mittwochabend fand in der Händelhalle in Halle (Saale) der gemeinsame Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau und der Handelskammer Halle statt.Mehr als 800 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Verwaltung und Medien waren anwesend. Nach einem „Freude schöner Götterfunden“ aus den Kehlen das halleschen Gospelchors Joy’n’us ging es los.

Gleich zu Beginn machen die Präsidenten der beiden gastgebenden Kammern deutlich, worum es ihnen geht. Sascha Gläßer, Präsident der IHK Halle-Dessau, und Thomas Keindorf, Präsident der HWK Halle, schlagen einen Ton an, der gleichermaßen nüchtern wie kämpferisch ist. Angesichts der Vielzahl an Herausforderungen sei es notwendig, „Probleme klar zu benennen“ und sich an den Mut der Wendejahre zu erinnern – an eine Zeit, in der Umbruch nicht als Bedrohung, sondern als Chance begriffen wurde.

Die Präsidenten sprechen nicht abstrakt. Sie sprechen im Namen von rund 70.000 Unternehmerinnen und Unternehmern in Sachsen-Anhalt – vom Industrieunternehmen bis zum Handwerksbetrieb, vom Familienbetrieb bis zum international tätigen Mittelständler. Diese hätten in den vergangenen 35 Jahren gezeigt, wie aus strukturellem Rückstand wirtschaftliche Stärke entstehen kann.

Doch genau dieses Erreichte stehe nun auf dem Spiel.

Eine wachsende Grundunzufriedenheit – und ihre Ursachen

Die Präsidenten diagnostizieren eine tiefe Grundunzufriedenheit in der Bevölkerung, die weit über politische Lager hinausreiche. Sie speise sich aus der Sorge, dass das mühsam Aufgebaute der vergangenen Jahrzehnte gefährdet sei. Diese Sorge sei längst im Alltag angekommen: in vollen Auftragsbüchern, die plötzlich leerer werden; in steigenden Kosten, die Kalkulationen sprengen; in Liquiditätsproblemen, die selbst gesunde Unternehmen an ihre Grenzen bringen.

Hinzu kommen strukturelle Belastungen:
– hohe Energie- und Rohstoffpreise,
– ein anhaltender Fach- und Arbeitskräftemangel,
– wachsende bürokratische Anforderungen,
– fehlende Planungssicherheit bei Investitionen.

Die wirtschaftliche Realität, so der Tenor, sei geprägt von Unsicherheit – und Unsicherheit sei Gift für unternehmerische Entscheidungen.

Kritik und Verantwortung: Kammern als politische Akteure

Dabei belassen es die Kammern nicht bei der Diagnose. Es sei gute Tradition, so Gläßer und Keindorf, Kritik mit eigenen Lösungsvorschlägen zu verbinden. Der Neujahrsempfang markiert deshalb auch den offiziellen Auftakt der IHK-Standortkampagne 2026 unter dem Titel: „Unsere Wirtschaft – stark vor Ort!“

Die Kampagne soll sichtbar machen, wie Unternehmen und ihre Beschäftigten in Sachsen-Anhalt tagtäglich Wohlstand schaffen – und welche politischen Rahmenbedingungen notwendig sind, um diesen zu sichern. Wachstum, so die Botschaft, ist kein Selbstläufer, sondern Ergebnis kluger Entscheidungen.

Parallel dazu setzt die Handwerkskammer Halle ihre Beteiligung an der bundesweiten Handwerkskampagne „Wir können alles, was kommt.“ fort. Ziel ist es, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, das Image des Handwerks zu stärken und junge Menschen für berufliche Bildung zu gewinnen.

Halle als politische Bühne: Bund und Land im Dialog

Dass wirtschaftliche Probleme nicht isoliert auf Landesebene gelöst werden können, wird an diesem Abend deutlich. Das Programm des Neujahrsempfangs ist bewusst so angelegt, dass es eine Brücke zwischen Bundes- und Landespolitik schlägt. Mit Bundeskanzler Friedrich Merz, Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff und Wirtschaftsminister Sven Schulze stehen drei politische Schwergewichte auf der Bühne. Sie stellen sich der Kritik der Wirtschaft – in Redebeiträgen und in einer offen geführten Podiumsdiskussion. Die Gastgeber formulieren dabei eine klare Erwartungshaltung: Der Standort habe viel erreicht – neue Industrieansiedlungen, starke Mittelständler, internationale Investoren. Doch ohne verlässliche Rahmenbedingungen drohe dieser Erfolg zu erodieren.

„Ganz schweres Fahrwasser“ – Haseloffs nüchterne Bestandsaufnahme

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff findet deutliche Worte. Die wirtschaftliche Lage sei ernst, sagt er. „Wir haben momentan ganz schweres Fahrwasser.“ Besonders die Automobil- und Chemieindustrie stünden unter Druck – dabei trügen sie rund 20 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt des Landes bei.

Haseloff warnt vor einer Kettenreaktion: Wenn diese Schlüsselindustrien schwächeln, geraten Wertschöpfungsketten, Arbeitsplätze und kommunale Finanzen gleichermaßen in Gefahr. Der Strukturwandel müsse gestaltet werden – aber mit Augenmaß und realistischem Zeitplan.

Merz als Kanzler der Zumutungen

Der zentrale Auftritt des Abends gehört Bundeskanzler Friedrich Merz. Seine Rede ist weniger versöhnlich als analytisch – und stellenweise provokant. Merz beschreibt Deutschland als Hochsteuerland mit zu hohen Arbeitskosten. Der Wohlstand lasse sich, so seine Überzeugung, nicht mit reduzierter Arbeitszeit sichern. „Mit Work-Life-Balance und Vier-Tage-Woche wird sich unser Wohlstand nicht erhalten lassen.“

Der Kanzler geht noch weiter: Am liebsten, so Merz, würde er das Arbeitszeitgesetz streichen, um mehr Flexibilität zu ermöglichen. Leistung und Produktivität müssten wieder stärker in den Mittelpunkt rücken. Auch beim Thema Rente zeigt sich Merz deutlich. Nicht das ganze Land bestehe „aus Dachdeckern und Fliesenlegern“. Es gebe viele junge und gesunde Menschen, die mehr arbeiten könnten. Deutschland müsse zu einer höheren volkswirtschaftlichen Leistung kommen. Der Vergleich mit der Schweiz fällt bewusst pointiert aus. Dort funktioniere ein höheres Arbeitsvolumen – und Merz erkennt „keine tiefgreifenden genetischen Unterschiede“.

Steuerpolitik als Zankapfel: Merz contra SPD

Besonders scharf kritisiert der Kanzler die steuerpolitischen Vorschläge der SPD, insbesondere zur Erbschaftsteuer. Er wendet sich gegen eine stärkere Besteuerung von Unternehmensvermögen und warnt vor zusätzlicher Verunsicherung bei mittelständischen Betrieben. Merz fordert, die für dieses Jahr erwartete Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts abzuwarten. Eine voreilige Reform, so seine Warnung, könne Investitionen hemmen und Nachfolgeregelungen erschweren. Die Weitergabe von Betrieben innerhalb von Familien dürfe nicht unnötig belastet werden. Wirtschaftsverbände hatten die SPD-Pläne bereits im Vorfeld scharf kritisiert – der Kanzler stellt sich demonstrativ an ihre Seite.

Selbstkritik aus dem Kanzleramt

Bemerkenswert ist jedoch, dass Merz auch Selbstkritik übt. Die schwarz-rote Bundesregierung habe die Menschen bislang nicht ausreichend erreicht. „Unsere Kommunikationsstrategie ist nicht gut genug gewesen.“ Politik müsse besser erklären, erklären und nochmals erklären – und die Menschen auf dem Weg der Transformation mitnehmen. Die Probleme seien bekannt, so Merz, doch deren Lösung müsse nachvollziehbar vermittelt werden.

Respekt in der politischen Auseinandersetzung

Ein weiteres Thema, das Merz aufgreift, ist der Umgangston in der politischen Debatte. Anlass ist der Arbeitgebertag im November, bei dem Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas ausgebuht worden war. Merz kritisiert diesen Umgang ausdrücklich und mahnt zu Respekt – auch bei kontroversen Positionen.

Unterschiedliche Auffassungen müssten ausgehalten werden. Demokratie lebe vom Streit, aber auch vom gegenseitigen Ernstnehmen. Gerade in Zeiten intensiver sozial- und wirtschaftspolitischer Debatten sei ein respektvoller Dialog unverzichtbar.

Hoffnung trotz Krise: Der Blick nach vorn

Trotz aller Kritik zeigt sich der Kanzler vorsichtig optimistisch. Die Inflationsrate sei unter zwei Prozent gesunken, neue Unternehmen entstünden, neue Arbeitsplätze würden geschaffen – auch wenn anderswo Stellen wegfielen. Für das Jahr 2026 sieht Merz Chancen auf eine wirtschaftliche Erholung.

Doch dafür müsse Deutschland „wieder fit gemacht“ werden. Wettbewerbsfähigkeit, so der Kanzler, sei kein ideologischer Begriff, sondern Voraussetzung für sozialen Zusammenhalt.

Ganz zum Schluss überreichten die Halloren Merz noch ihr traditionelles Neujahrsgeschenk: Soleier und Schlackwurst.

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78 Antworten

  1. ups sagt:

    Was will der denn schon wieder hier? Ich wollte jetzt eigentlich ins Kino, aber wenn der unterwegs ist? Schiebt der mich vielleicht gleich in die provinz ab…. Und ja, ich habe meine Tochter gefragt, sie ist auch der Meinung dass man diesem Typ nicht begegnen sollte.

    • 👨🏻‍⚕️ sagt:

      Ruhig brauner, deine Panikattacken sind heilbar, du musst dir nur Hilfe suchen.
      Du schaffst das.
      Meine Güte 🤦🏻‍♂️

  2. 10010110 sagt:

    Mit Work-Life-Balance und Vier-Tage-Woche wird sich unser Wohlstand nicht erhalten lassen.

    Work-Life-Balance ist Wohlstand. Es wird sich von konservativer Seite nur immer auf den falschen, nämlich den rein materiellen Wohlstand fokussiert. Aber dahingehend gibt es kaum noch eine Steigerung – wir haben bereits alles, mehr Konsum macht uns nicht glücklicher. Viele Menschen haben das bereits erkannt, deswegen wird „Work-Life-Balance“ immer wichtiger.

    • Umgeschaut sagt:

      Vor allem, da sich der dort zu schaffende Wohlstand nicht oder nur mal ganz geringfügig im Wohlstand der Arbeitnehmer ausdrücken würde. Es wäre eher der Wohlstand der Arbeitgeber, sder da gemehrt würde: Mehr oder teurere Familienfahrzeuge, Mehr Yachten und Boote, mehr ferienhäuser und Fincas irgendwo an der Algarve etc…

    • PaulusHallenser sagt:

      „wir haben bereits alles, mehr Konsum macht uns nicht glücklicher.“

      10010110,

      warum sind Sie als alter Mann nicht in der Lage, die eigene Sichtweise in der ersten Person Singular auszudrücken? Was soll dieses „Wir“ und dieses „Uns“? Wer hat Sie legitimiert, für andere Menschen zu sprechen? Was einen Menschen glücklich macht und was nicht, entscheidet jeder für sich selbst, und zwar als Individuum.

      „Work-Life-Balance ist Wohlstand.“

      Na ja, bei Ihnen ist seit geraumer Zeit nur „Life“, da Sie bekanntermaßen keiner Erwerbstätigkeit nachgehen.

      • 10010110 sagt:

        In gesamtgesellschaftlichen Zusammenhängen zu denken, ist nicht gerade deine Stärke, oder?

        Der Besitz welchen Gegenstandes würde dich denn noch glücklicher machen? Oder anders gefragt: was würde denn deine Lebenszufriedenheit erhöhen? Lass mal hören; ich bin gespannt wie ein Flitzebogen.

        • 💰 sagt:

          Nur weil Sie unzufrieden sind in ihrem Leben, muss das nicht bei jedem so aussehen.
          Ich bin zum Beispiel glücklich über alles was ich mir leisten kann und zwar durch produktive Arbeit.

      • Rarum sagt:

        Das „wir“ und das “ uns“ kommt täglich mehrmals aus unseren öffentlich rechtlichen Medien, wenn es wieder heißt: Ganz Deutschland ist entsetzt über …., oder Deutschland trauert mit den …, usw.
        Alles nur blabla.

  3. Wario sagt:

    Ach Fritze , sag das doch bitte deinem Koalitionspartner. Erst Senkungen versprechen, neue Schulden machen, mit HILFE eines abgewählten Parlamentes, dann von Mehrarbeit faseln. Den Genuss von Homeoffice und Worklifebalance hat nicht jeder. Die Lügen und Versprechungen kann und will niemand mehr hören.

    • Wahnfried sagt:

      Ach, Wario. Dann zieh Dir doch nur die Jacke an, die Dir passt. Er spricht doch nicht von allen Menschen. Das ist genauso unsinnig verallgemeinert, wie das Geschwafel des PH.

      Und ja, die Lügen und Versprechungen Deiner AfD kann wirklich keiner mehr hören. Mal ein Beispiel. Deine liebe Tante Storch war mal Präsidentin des Bundes der Vertriebenden. Was hat Sie denn erreicht? Die Menschen sind leider immer noch vertrieben. Von den anderen reden wir gar nicht erst. Aber Dein SIEGmund hat bestimmt eine Antwort.

      • Wario sagt:

        @Wahnfried, was konnte die AfD bisher erreichen ? Sie hat ja kein Regierungsamt! Hat sie Beiträge zu Sozialkassen erhöht ? Hat sie die Atemluftsteuer erhoben? Hat sie den Ausstieg aus Atomenergie beschlossen? Und, und,und. Warum ist Tante Storch aus dem Bund raus? Haben rote, grüne, linke mehr erreicht? Du weißt schon das der Bund der Vertriebenen, die Menschen vertritt,die durch den 2. WK Heim und Haus verloren? Die meisten davon leben nicht mehr oder werden aus dem Altenheim geholt und vor den Kadi gezerrt. Was sie dann nicht überleben. Man wird sehen was die Lw. bringt. Berlin und Thüringen haben gezeigt wie mit Wahlergebnissen umgegangen wird.

  4. JtD sagt:

    „Mit Work-Life-Balance und Vier-Tage-Woche wird sich unser Wohlstand nicht erhalten lassen.“

    Wenn 8 von 10 Leuten sitzen und reden und nur 2 von 10 tatsächlich arbeiten und Werte schöpfen, wird sich unser Wohlstand nicht erhalten lassen. Ist natürlich für einen Millionär, der nur sitzt und redet, schwer zu verstehen.

  5. Halles Eierwerfer sagt:

    Genosse Merz aka Lügen-Fritze. Dagegen war Kohl ein absoluter Ehrenmann.

  6. PaulusHallenser sagt:

    „Er würde am liebsten das Arbeitszeitgesetz streichen.“

    Bravo! Ich kann dem Bundeskanzler Friedrich Merz diesbezüglich nur zustimmen. Dieses unsägliche Gesetz gehört sofort angeschafft, denn es verhindert Wohlstand.

    „Auch stellte sich Merz gegen die Erbschaftssteuer.“

    Mit einer Koalition aus FDP und CDU wäre die Erbschaftssteuer längst abgeschafft worden. Bereits versteuertes Vermögen nochmals zu versteuern, geht nämlich überhaupt nicht an. Vielleicht machen die kommenden Wahlen den Weg für eine solche Koalition frei.

    • t-haas sagt:

      Du kannst doch gern 60 oder 80 Stunden pro Woche schaffen um den Wohlstand deines Arbeitgebers zu mehren… Es sei dir unbenommen…

    • Echt jetzt…. sagt:

      Hhmmm, aber die Renten können versteuert werden? Renten aus Einkommen, was bereits versteuert wurde? Um die „armen“ Erben muss man sich gut kümmern oder wie? Komische Einstellung………

    • JtD sagt:

      Es ist auch heute schon ganz legal, 100h pro Woche zu arbeiten und seinen Wohlstand zu mehren. So kann man z.B. 40h Erwerbstätigkeit ganz locker noch mit 60h für Kinder, Haus und Garten kombinieren.

    • SaulusHallenser sagt:

      „Dieses unsägliche Gesetz gehört sofort angeschafft“
      Da sind wir einer Meinung.

    • Daniel M. sagt:

      Dieses Gesetz erhält Wohlstand. Du hast wieder mal nichts verstanden. Mit deinen Ideen hätten wir längst Faschismus und dieses Land wäre am Ende. Nichtsnutze wie dir muss man endlich Beine machen. Das ist das Problem in diesem Land. Nicht arbeiten, aber große Fresse….wird dir schon noch vergehen.

  7. Bismarcks Erbe sagt:

    Der Herr aus Hauptstadt führt uns gegen Russland, also zur dritten Niederlage.
    Wäre Deutschland souverän und nicht so westdeutsch-westbindungsmäßig hypnotisiert, müßte man als Deutscher sofort die eigenen Interessen sichern und den Krieg mit Russland/ Westaneignung der Ukraine beenden.
    Es gibt keine Weltwirtschaft – nur viele Welten (Imperien) mit ihren Wirtschaften.
    In der angelssächsischen Hire&Fire-World war ich noch nie mein Zuhause.
    Kriege gewinnt Deutschland eh nicht, also halten wir uns da lieber raus und verteidigen höchstens uns selbst und achten drauf, das die ganze Zeche nicht an uns hängen bleibt, während die Angelsachsen Kasse machen.

    • Logik sagt:

      Also willst du dich doch verteidigen.
      Warum dann der ganze Text?

      • Bismarcks Erbe sagt:

        Unter gelebter Nichtsouveränität gibt es keine Verteidigung, sondern nur Einsatzbefehle aus fremden Zentralen für fremde Interessen. Verteidigung setzt Souveränität/ Ureigenes vorraus.
        Das NATO-Gründungsmotto lautet gemäß einem ehemaligen britischen Kolonialoffizier:
        „To keep the Americans in, the Russians out and the Germans down“.
        Dem wurde bis heute nicht widersprochen und die Handlungen der NATO entsprechen heute noch haargenau diesem Muster (Victoria Nuland USA jubelt öffentlich über die NorthStream-Sprengung, die uns Deutschen die Energiekosten expolodieren läßt.).
        Nach dieser Definition ist für mich als Erbe Bismarcks (Deutschkulturiger) die Bundeswehr eine Organisation, die dazu dient, den westlichen Siegern des WK 2 Logistik- und Söldnerdienste zu leisten, aber nicht z.B. die Existenz der deutsch-russischen Pipeline physisch gegen US-Interessen (Nichtexistenz dieser Pipeline) zu verteidigen.
        Desweiteren ist die Obrigkeit in der BRD derart auf Deutschfeindlichkeit/Wokeness gecastet, daß ich für die Verteidigung solcher Zustände in diesem „Territory“ (Orientalisierung/Verwahrlosung/ Tilgung der Namen deutscher Patrioten von Straßen und öffentlichen Einrichtungen/ politische Lähmung durch ständig zunehmende Alleinschuld- und Betroffenheitsrituale & Brandmauertabu /Proud-Darkroom-Praktiken als identitätszerstörendes Neunormal/ alte und neue Volksfeste werden durch Gesetze plötzlich fast undurchführbar und zu teuer genmacht) – wäre ich Wehrdienstleistender – keinesfalls sterben wollen würde.

    • Bismarcks Hering sagt:

      Wäre Deutschland auf sich gestellt und nicht so westdeutsch-westbindungsmäßig integriert, müsste es noch viel mehr in die eigene Verteidigung investieren und sich nicht nur vor russischen Interessen in Acht nehmen.

  8. Daniel M. sagt:

    Merz hat mit derartigen Aussagen keinerlei Respekt mehr verdient. Er hat keinen Respekt vor Familien und Arbeitern und jungen Menschen. Er ist ein arroganter Fatzke, der mit stumpfsinnigen Parolen der wirtschaftlichen Flaute politisch nichts entgegenzusetzen hat. Glückwunsch AFD, mein Beileid Deutschland!

    • Daniel M. sagt:

      Nach nochmaligen Lesen seiner Aussagen muss ich meinen Kommentar etwas relativieren. Merz hat recht, wenn er die Kraft Deutschlands hervorhebt, Krisen zu bewältigen. Er hat auch recht, dass keine Zeit für Pessimismus bleibt. Aber dennoch hat er nicht das recht, Arbeiter derartig anzugehen. Er kann gerne Zuwanderer auffordern, zu arbeiten oder reiche Erbschaften besteuern. Aber den harten Alltag von Familien völlig zu verkennen, ist politischer Selbstmord. Wir sind auch nicht im Westen, wo teilweise noch Frauen zuhause bleiben. Hier im Osten gehen beide Elternteile arbeiten. Und das geht aber nicht 40h die Woche. Das ist Work-Life-Balance sehr wohl wichtig und zukunftsentscheidend, damit unsere Renten halbwegs „sicher“ sind und die zukünftigen Einzahler adäquat versorgt werden können. Ich halte Merz für den richtigen Kanzler. Aber nur mangels Alternativen. Ein arroganter Fatzke ist er trotzdem. Er hat keine Ahnung von der Realität und lässt sich von populistischen Schlagzeilen blenden.

      • "Und das geht aber nicht 40h die Woche." sagt:

        Warum nicht?

        • nach nochmaligen Lesen sagt:

          Musser noch gugeln.

        • Daniel M. sagt:

          Kannste nicht lesen?

          • Kann man lesen sagt:

            Du hast nur behauptet, es geht nicht. Ein Begründung fehlt.

          • Wenn man kann sagt:

            Manchmal steht das Begründung nicht danach, sondern davor.

          • "Und das geht aber nicht 40h die Woche." sagt:

            Natürlich kann ich lesen. Warum hätte ich sonst antworten sollen?
            Also warum nicht?
            Ich habe mit meiner Partnerin zwei Kinder.
            Das Eine studiert gerade, hat eine eigene Wohnung. Das Andere besucht die 10. Klasse im Gymnasium.
            Scheint zu klappen.
            Ich arbeite bis zu 50 Stunden, meine Partnerin 40. Beide Kinder wurden nicht vernachlässigt, wir unternehmen was gemeinsam und Urlaube gibt es auch.
            Was machen wir falsch da wir uns nicht beschweren können und nicht überfordert sind?

          • davor begründet sagt:

            Nein, das geht nicht.

      • Kleine Hilfe sagt:

        Es ging mal, dass beide Elternteile 42 Stunden pro Woche arbeiteten.

        • Daniel M. sagt:

          Nein! Das ging noch nie. Oder wird das wieder eine Geschichte aus der „guten,alten“ ddr, als die Russen unsere großen Freunde waren? Erzähl deinen Schwachsinn jemand anderes.

          • Zeitzeuge sagt:

            „Nein! Das ging noch nie.“

            Was schwatzt du für einen Unsinn? In der „guten,alten“ ddr wurde auch mal sonnabends gearbeitet. Die „lieben,kleinen“ schulkinder gingen noch bis 1989 sonnabends in die Schule.

            Frag deine Eltern/Großeltern. Bei Tiktok wirst du das nicht erfahren…

          • Kleine Hilfe sagt:

            Es gab nicht allein die DDR.
            Auch in Westdeutschland gibt es eine 40-Stunden-Woche erst seit den 1970ern. In andere Länder schauen wir jetzt mal wegen der Überforderung lieber nicht.

          • Keine Hilfe sagt:

            Wer kennt sie nicht, die vielen doppelverdienenden Ehepaare im Westdeutschland der 70er Jahre …

          • tja... sagt:

            Du kennst nicht eins und dennoch gab es sie.

        • SB sagt:

          Es ging auch mal, dass ein Elternteil mit einem soliden Job eine fünfköpfige Familie versorgen konnte. Und da herrschte Vollbeschäftigung und wurden noch Gastarbeiter aus dem Süden geholt.
          Wenn wir versuchen mit Billiglohnländern mitzuhalten, haben wir schon verloren. Es geht nur über Innovation und diese dann in weltweit führende Produkte umzusetzen und da hat die Industrie in den letzten Jahrzehnten immer wetere Trends verschlafen. In der neuen Schweiz, Luxemburg oder Norwegen sind die Lohnkosten viel höher und da gibt’s die Debatte komischerweise nicht. Und unsere reichen Millionärs-Erben investieren nur noch in Immobilien, legen ihr Geld in sichere Häfen an und verprassen die Kohle. Von denen hat keiner Bock drauf in gute Ideen zu investieren.

        • klausklaus sagt:

          Und es hat auch niemanden geholfen…

        • Keine Hilfe sagt:

          Und damals ist die Wirtschaft durch die Decke gegangen, aber sowas von! Das Land konnte sich vor Wohlstand gar nicht retten!

      • Guck auf den eigenen Teller sagt:

        Warte mal bis die AFD das Sagen hat da arbeiten auch die Frauen im Osten nicht mehr das gibt das Grundsatzprogramm dieser Partei gar nicht her.
        Davon abgesehen, das mittlerweile jetzt schon reichlich ostdeutsche Frauen sowieso nicht Arbeiten und sich deswegen extra Kinder anschaffen um nicht Arbeiten zu müssen, da muss man gar nicht mehr so weit über die Landesgrenzen schauen um von seinen eigenen Völkchen abzulenken.

  9. A.W. sagt:

    Für mich ist Merz ein inkompetenter, verlogener Selbstdarsteller, der mit seiner völlig zerstrittenen Regierung Deutschland restlos vor die Wand fahren wird.

    • 10010110 sagt:

      Ich kann dieses ständig negative verallgemeinernde Stammtischgelaber („Deutschland restlos vor die Wand fahren“) nicht verstehen. Wie kann man denn jeden Tag mit so einer Einstellung aufstehen?

      • aus Ruinen sagt:

        Die einen sehen die deutsche Sprache untergehen (beherrschen sie aber selbst nur rudimentär), andere sehen den Staat, der sie Tag für Tag durchfüttert, am Ende. Wieder andere vermuten hinter jedem Asiaten einen Betrüger und halten anonyme Internetkommentare für echte Diskussionsbeiträge.

        Auf einige wenige trifft alles zu. 😉

  10. Vera sagt:

    Baron Ukraine Münchhausen 5.0 auf großer Deutschlandtour?
    Haben die sich wieder gegenseitig für die beste Regierung aller Zeiten gelobt?
    Hoffentlich hatten die beiden Halloren Kopfhörer, denn diesen Blödsinn kann man ja nicht mehr ertragen.

  11. J sagt:

    Den Wohlstand in Deutschland gefährdet vor allem die immer größer werdende Schere zwischen arm und reich. Es werden mehr als genug Werte geschaffen, damit alle in Wohlstand leben könnten. Aber dann müssten vielleicht manche von PaulusHallensers Kumpels mal eine Superyacht weniger bestellen und einen Privatflieger weniger haben. Das ist unvorstellbar. Und da Politik genau von diesen a-sozialen Leuten gemacht wird, wird sich da auch nichts ändern. Selbst wenn die Arbeitnehmer noch so sehr ausgepresst und 100 Stunden die Woche arbeiten würden. Erst wenn die normalen Bürger alle krank und kaputt sind, wird Merz merken, wie dreckig sein Privatflieger ist, wenn den keiner mehr putzen kommt.

    • Selbstreflexion sagt:

      Es soll noch Menschen geben die sich tatsächlich so etwas leisten können durch Arbeit.
      Wenn du das nicht kannst, dann solltest du den Fehler nicht bei anderen suchen, dein Neidlevel mal etwas runterschrauben und versuchen selbst was zu schaffen.
      Nur blöd wenn man nichts kann und früher nur der Klassenclown war.

  12. Bügelbernd sagt:

    Der millionenschwere Kopf der Korruptionspartei, die mit Funktionären wie Scheuer und Spahn Milliarden in den Taschen windiger Unternehmer versanden lässt und zu einer sinnvollen Wirtschaftspolitik nicht in der Lage ist, drängt die arbeitende Bevölkerung in die Mehrarbeit und Altersarmut. Ganz mein Humor.

    Diese Leute kennen keine Scham.

  13. Hyundai Ironic sagt:

    Jetzt weiß ich, was er mit „Probleme im Stadtbild“ meinte, wenn er ständig hier rumhängt!

  14. klausklaus sagt:

    Nachdem die Union gegen Bürgergeldies geschossen hat, schießt sie nun *Überraschung* *Überraschung* geben Arbeitnehmies. Und die Rentners freut’s, weil „wir mussten ja früher auch kleechen gehen“. Anhaltende unterkomplexe politische Diskussion der Unionmänners, alles Luschen.

  15. Robert sagt:

    Warum hat Merz nicht einen Dialog mit den Bürger gesucht ? Die Bürger haben bestimmt viele Fragen .