Orgacid: Gifte im Ammendorfer Boden? Landesregierung sieht weiteren Forschungsbedarf

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16 Antworten

  1. mündigerbürger sagt:

    Ich glaube, Herr Keindorf betreibt hier wieder Wahlkampf auf Kosten der betroffenen Bürger.
    Seltsam ist wohl die Tatsache, dass er und seine Partei die geplante Giftmülleinlagerung durch die Firma Papenburg hinter der Westhalde in Ammendorf, wo es um Millionen Tonnen über Jahre geht, für nicht so wichtig hält.
    Das hier auch das Grundwasser verunreinigt wird, interessiert offenkundig niemanden.

    • Thomas Keindorf sagt:

      Entscheidend ist nicht, was Sie glauben, sondern was Sie wissen. Wie hätten Sie reagiert, wenn sich niemand für die Anwohner interessiert, die sich Gedanken über Umweltschäden und die eigene Gesundheit im Zusammenhang mit Orgacid machen? Ich kann auch den Ärger vor Ort über die Bautätigkeit an der Bodenkippe nachvollziehen. Das Beispiel zeigt, wenn man solche Maßnahmen am Bürger vorbei plant und beginnt, dann kann das zu Frustrationen gegen “die da oben“ führen. Nach Angaben der Stadtverwaltung wird dort aber kein Giftmüll eingelagert. Und bzgl. der Risse an Häusern und Straßen in der Siedlung sehe ich die Stadt und die Landesregierung in der Pflicht, den Ursachen jetzt auf den Grund zu gehen. Dazu habe ich auch den Wirtschaftsminister gebeten zu prüfen, wie Betroffenen zügig geholfen werden kann. Zu allen der genannten Themen steht auch mein Büro in engem Austausch mit der Siedlergemeinde in der Heimstättensiedlung. Ihre Vermutung, die Probleme würden niemanden interessieren, ist nicht zutreffend.

  2. Ammendorfer sagt:

    Bauschutt und definitiv kein Giftmüll! Immer schön sachlich bleiben.
    Zudem alles korrekt genehmigt.
    Die Bodenkippe ist ökologisch nicht positiv zu bewerten aber dies ist zum Teil auch ein Ergebnis des Verhältnisses vom OB zu PG.
    Hauptsache Halle lässt grüßen.

  3. mündigerbürger sagt:

    Hallo Ammendorfer, leider falsch informiert.
    Bauschutt ist laut neuer Definition seit 2017 als DK1 eingestuft. Beantragt wurde jedoch nur DK 0
    Zudem liegt bis zum heutigen Tag keine Genehmigung vor, denn diese wurde erst 2018 beantragt. Bis zu einer Genehmigung dauert es mehrere Jahre.
    Dies wollte Papenburg nicht abwarten und hat schon mal vorgelegt.
    Von Ökologisch kann wohl auch keine Rede sein, da man 2 Biotope vernichtet und mehrere Hektar Wald abholzt.
    Hättest du mal in die Unterlagen eingesehen welche öffentlich auslagen, hättest du eine andere Meinung wenn du nicht zufällig bei Papenburg oder bei der Stadt arbeitest.
    Wenn du Interesse hast, würde ich dich gern einmal über das Gelände führen, welches hier verschandelt werden soll.

    • noch'n alter Heimstätter sagt:

      Aber hallo welches Gelände ist denn gemeint?
      Das hinter der Westhalde (nördlich?
      Dort wo seit 20 jahren der VEB Leuna seine Deponie betrieben hat.
      Merke alles hinter der Abraumhalde ist „normalerBoden bis zu einer Strecke von etwa 2000 m. Dann kommt der Mist in einer Mächtgkeit von ca. 40m. Kann mannoch am Weg entlang der Böschung sehen.
      Dort wo jezt Papenburg arbeitet stand mal die älteste Brikettfabrik Deutschland (von der Heydt), rechts vom Mischplatz ist eine kleine „Halde“, das ist die Asche des Heizwerkes von der Grube u. Goldschmidt.
      Danach ging es herunter (35-50m) zum Schacht Theodor (dort wurde Kohle unter tage abgebaut) der typische Förderturm war noch bis ca. 1965 zu sehen.
      Wir nannten das als Kinder „Salzmannschacht, daß Wasser schmeckte dementsprechend ;-).
      Von dort hatte man übrigens auch Zugang zum bombensicheren Bunker, welchen wir oft aufsuchen mußten..
      Später wurde nach Abpumpen in den Osendorfer, das Loch mit Abraum aus Lochau verfüllt durch uns mit dem Absetzer 1031 in Tief u. Hochkippe. Danach Jetzt sind da die Gartenanlagen entstanden . Der sogenannate „Hechtsee“ war übrigens ne brenzlige Situation für uns. Da ist die Hochkippe ins rutschen gekommen und hat fast zur Katastrophe geführt. Habens aber gemeistert.
      Habe mich als KInd wahrlich oft dort rumgetrieben und dann auch dort gearbeitet.
      Die erwähnten Biotope sind der Witz, sind doch die Chemieabfälle von Leuna, Chem. Werk Ammendorf, Druckfarben, chem Fabrik Jacok (üble Küche stank oft nach faulen Eiern, Waggonbau etcpp. nur mit Abraum abgedeckt worden und somit Zeitbomben par
      Exellence.
      Den Anglern an der Gartenanlage der Eisenbahner wünsche ich ein „Wohlbekomms“.
      Aber natürlich würde ich immer gerne was Neues von disponierten Kennern eerfahren.

      • noch'n alter Heimstätter sagt:

        sorry leider kann man den Kommentar nicht redigieren.
        also Leuna hat zu DDDR zeiten über 20 Jahren den Dreck dort verkippt.
        Die Strecke hinter der Halde ist natürlich nur 200m.
        die alten finger eben 🙂

  4. farbspektrum sagt:

    „Bauschutt ist laut neuer Definition seit 2017 als DK1 eingestuft. Beantragt wurde jedoch nur DK 0
    Zudem liegt bis zum heutigen Tag keine Genehmigung vor, denn diese wurde erst 2018 beantragt. Bis zu einer Genehmigung dauert es mehrere Jahre.“
    Das ist die Crux in Deutschland. Keine Planungssicherheit. Da werden Vorschriften geändert und schon geht alles wieder von vorn los,

  5. Heimstättensiedler sagt:

    Hallo mündigerbürger,

    ich gebe dir da voll recht, und wenn da keine Genehmigung vorliegt sollte es möglich sein eine einstweiligen Verfügung zubeantragen und die Einlagerung stopen.
    Ja und ich behaupte das Bauchschutt mit DK 0 nicht gibt.

  6. Ammendorfer sagt:

    Stimmt DK 0, noch unglaublicher.
    https://deponie-duelmen.de/hintergrund/deponieklassen_und_zuordnung.php

    Kann die Aufruhr nur bedingt verstehen. Wenn die Angaben von @noch’n alter Heimstätter stimmen und davon gehe ich mal aus, dann ist das Ganze ein Sturm im Wassergls.
    Zj den Rissen in den Wänden der Häuser.
    Ich glaube gehört zu haben, dass durch das absinken des Grundwasserspiegels der Untergrund an Stabilität verliert. Allerdings gab es diese Risse auch schon in vielen Häusern vor 1990.

  7. mündigerbürger sagt:

    Herr Keindorf
    ich will ihnen nicht zu nahe treten, aber ihr Kommentar ist wohl nicht ganz richtig.
    Die Stadtverwaltung sagt zwar, dass es angeblich kein Giftmüll bzw. kontaminierter Müll wäre, dies ist aber gelogen.
    Wenn sie sich die Mühe gemacht hätten einmal in die getürkten Unterlagen bei der Stadt einzusehen welche die Firma Papenburg dort eingereicht hat, so hätten sie die gravierenden Fehler und Wiedersprüche lesen können.
    Zum anderem geht es nicht was ich glaube, sondern um das was ich weiß. Und das ist sehr viel, da ich meine Informationen auch aus dem Hause Papenburg erhalte.
    Ich würde sie bitten sich einmal das neue Deponiegesetz des Landes Sachsen-Anhalt durchzulesen, dann würden sie hier als Abgeordneter nicht so einen Mist schreiben.
    Kann es sein, dass ihre Partei seitens der Firma Papenburg Spendengelder erhält und sie sich daher so für diese Mülldeponie in einer Größe von ca. 1 Km länge und 600 Meter Breite und geplanter Höhe von ca. 45 Metern so einsetzen.
    Halle ist die einzige Stadt in Deutschland, welche sich freiwillig ? eine derartig große Müllkippe mitten in die Stadt setzen lässt. Dies sollte sie einmal zum nachdenken anregen.

  8. Ammendorfer sagt:

    Nana mein Herr der Linken aber es wurde alles genehmigt. Sollten wie behauptet die eingereichten Unterlagen bewusst fehlerhaft sein, dann wäre dies ein Fall für den Staatsanwalt! Anzeige erstellen und prüfen lassen. Alles andere sind Spekulationen.
    Ich will hiermit allerdings nicht an den Aussagen zweifeln, nur wer dies behauptet muss es auch beweisen.

  9. stekahal sagt:

    Es ist schlimm mit den Giften der Vergangenheit, allerdings dürften sie in den vergangenen Jahrzehnten schon sehr viel ausgewaschen sein. Viel schlimmer sind die Gifte, die wissentlich heute flächendeckend auf den Feldern versüht werden. Wieviel Glyphosat steckt in unserem Essen, in kartoffeln, Kohl, Tomaten u.s.w. ? In den USA werden bereits Prozesse geführt,aber hier scheint Bayer einer der größten „Parteispender“ zu sein, also das Gift gesundheitlich unbedenkich. Toll unsere Umweltpolitik.

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