Zehn Jahre nach der Besetzung: HaSi feiert Geburtstagsparty, Anwohner kritisieren, Sanierung geplant
Vor zehn Jahren rückte ein altes, leerstehendes Gebäude der alten Gasanstalt in der Hafenstraße in den Mittelpunkt. Denn in einer Nacht- und Nebel-Aktion wurde das Haus in der Nacht vom 5. Januar 2016 besetzt und wurde fortan als “HaSi” bekannt. Entstanden waren nach der damaligen Besetzung und anschließendem Nutzungsvertrag offene Werkstätten, Eltern-Kind Cafe, Platz zum spielen und auspowern, Sprachkurse, Proberaum, gemeinsames Gärtnern, Nachbarschaftscafés, Bibliothek, Amphitheater, Kooperationen mit Bildungsträgern und vieles mehr.
Das “Jubiläum” war am Montag Anlass für eine Party in der Hafenstraße. Bis Mitternacht gab es Live-Musik von verschiedenen Bands. In Redebeiträgen wurde sich bei Anwohnern bedankt, die damals die Hausbesetzer unter anderem mit Decken und Wasser unterstützt haben, ebenso an die Unterstützer, die Transparente gemalt haben. Bei einem “Matratzenkampf” traten zwei Menschen gegeneinander an – beide hatten jeweils eine Matratze umgeschnallt, auf denen ein muskulöser Körper gemalt war. In dieser Montur wurde dann unter Anfeuerungsrufen gegeneinander “gekämpft”. Auch Glühwein wird ausgeschenkt und Pommes kredenzt.
Einige Anwohner störten sich am erlassenen Parkverbot. “Wo sollen wir unsere Autos hinstellen”, sagte eine Frau. Das Ordnungsamt suchte etliche Autobesitzer auf, damit diese ihre Fahrzeuge noch rechtzeitig wegfahren konnten. Zwei Autos allerdings wurden abgeschleppt. Und auch die laute Musik am Abend sorgte bei Anwohnern für Kritik.
Es gab in der Vergangenheit viele Debatten um die HaSi. Zwischendurch gab es sogar mal einen Nutzungsvertrag. Dann aber am Ende doch die Räumungsandrohung durch den Eigentümer, die Hallesche Wohnungsgesellschaft (HWG). Eine Zwangsräumung gab es trotz Polizeieinsätzen am Ende doch nicht, denn die “Hausbesetzer” waren dann schon freiwillig weg. Die HWG als Eigentümer hatte damals schnell Fakten geschaffen. Es gab rechtswidrige Abrissmaßnahmen an dem denkmalgeschützten Komplex. Fenster und Sanitäranlagen wurden zerstört, damit die Hausbesetzer doch nicht zurückkommen. Und seitdem steht das Gebäude wieder leer. Allerdings plant die HWG nun die Sanierung, sie soll im Sommer starten. Ein Plakat an dem Gebäude weist seit zwei Wochen darauf hin. Zuvor war eine Ausschreibung mit der Suche nach einem Nutzungskonzept gescheitert.


















Die Kriminellen feiern ihre (Un)taten. Welche Lokalpolitiker feiern mit?
Krieg Dich wieder ein, @Wennemann. Die 2 Kriminellen wurden abgeschleppt. Steht alles im Text!
Wo trefft ihr euch denn?
Beschreibe die „Kriminalität“, die du festgestellt hast, bitte etwas genauer. 🙂 🙂
Schau dir dein Umfeld an.
Kriminell ist die fehlende Jugendarbeit und der Leerstand von Gebäuden in unserer Stadt. Das ständige warmsanieren um den Denkmalschutz zu umgehen und der Abriss der alten Marktwirtschaft. Die Besetzung dieses Giftlagers sicher nicht. Richte dein Augenmerk lieber mal auf Gelis Erotikstore. Bald wird es dort wieder brennen und zwar nicht wegen kriminellen Linken.
Ja, so ist das aber nun mal mit Privateigentum. Wolltet ihr alle 1989. Wußtet ihr aber, daß das so läuft im Kapitalismus. War zwar vorher auch schon fast so, aber gebrannt hat es nicht so oft. Könnt ihr euch jetzt monatelang drüber aufregen, hilft aber nur was, wenn ihr Geld in die Hand nehmt und die Buden kauft und saniert…
alle wollten es nicht und wenn man die Leute fuenf Jahre spaeter nochmal gefragt haette habe ich grosse Zweifel, das eine Mehrheit fuer die Widervereinigung gewesen waere.
Da gebe ich dir vielfach recht, aber Westmark und Bananen zogen eben eben sehr…
Mal Herrn Aldag fragen.
Er hat sich damals vor Ort der Polizei gegenüber als selbsternannter parlamentarischer Beobachter aufgespielt.
Was ist denn das für ein Stuss? Wenn jemand Abgeordneter ist, also im Parlament, dann kann er beobachten und ist damit Beobachter, in seiner Eigenschaft als Abgeordnete auch parlamentarischer Beobachter, wenn Du es unbedingt so benennen willst. Abgeordnete können und SOLLEN sogar staatliches Handeln, auch das der Polizei, kontrollieren, auch durch beobachten.
Er ist also, da gewählt, weder selbst ernannt noch hat er sich aufgespielt.
Also Stuss Deine Behauptung
Guten Tag Herr Stuss
Sich selbst als parlamentarischer Beobachter hinzustellen ist keine Amtsanmaßung, sondern Wichtigtuerei und Provokation.
Und nicht vergessen: Der Polizei konnte bei der in letzter Minute abgeblasenen Räumung nichts angedichtet werden.
Dumm gelaufen.
Wen provoziert er denn damit?
Was erzählst du denn für einen Quatsch. „Andichten“ kann man immer. Das liegt in der Bedeutung des Wortes. Was du meinst, ist dass von den anwesenden Beobachtern kein Fehlverhalten der Polizei beobachtet werden konnte. Aber was daran schlecht sein soll, musst du echt mal genauer erklären.
Du spinnst und lügst.
das gandiose an der Sache ist, dass das Gebaeude bis heute nicht genutzt wird. Ganz nach dem Motto bevor hier irgenetwas nicht kommerzielles ensteht lassen wir es lieber verrotten. Da kann man ganz gut beobachten, wie wichtig dem Stadtrat das Wohlbefinden des einfachen Einwohners ist.
Ich schlage dir vor, mal Bauplanung und Bauzulassung zu studieren. Dann kennst du sämtliche Probleme mit alten Häusern…
Bochi, zieh dir eine Aspirin ein. Das beruhigt!
„offene Werkstätten, Eltern-Kind Cafe, Platz zum spielen und auspowern, Sprachkurse, Proberaum, gemeinsames Gärtnern, Nachbarschaftscafés, Bibliothek, Amphitheater, Kooperationen mit Bildungsträgern und vieles mehr.“
Ist eine Nette Umschreibung um das „Projekt HaSi“ gut darzustellen.
Die Realität ist aber, dass das herunter gekommen Gebäude für Partys und Drogenkonsum gebraucht wurde.
Alles andere war nur schein, denen ging es nie darum die Alte Gebäude der Bevölkerung zugänglich zu machen oder einen Freiraum zu schaffen.
Seht euch nur mal den Zustand des Grundstücks beim Galgenberg an.
Werden Gewerbebüros.
Genutzt von …..
Du warst scheinbar noch nie am Galgenberg oder weißt nicht wie es dort zur Zeit des Leerstands aussah. Das Grundstück dort sieht besser aus als vor dem Beginn der Nutzung. So weit ich das beurteilen kann, wurden sogar Instandhaltungsmaßnahmen und Reparaturen durchgeführt, die vorher unterlassen wurden. Eine komplett Sanierung kann man auch nicht erwarten, immerhin gehört das Gelände ja immer noch der Stadt. Bei Veranstaltungen ist es für die Öffentlichkeit zugänglich – sonst wüsste ich ja nicht, wie es da tatschlich aussieht. Und Genauso war es auch bei der Hasi damals. Seit wann müssen Mieter denn ein Haus komplett sanieren? Aber durch die Nutzung wird ein weiterer Verfall gestoppt (Fenster dicht, Heizung, Verhinderung von Vandalismus und Bränden). Wer wollte, konnte auch damals bei den genannten Angeboten mitmachen. Man muss aber auch verstehen, dass es da teilweise im Selbstorganisation geht – die Angebote wachsen und leben von denen, die sie organisieren und daran teilnehmen. Es ist also nicht als Dienstleistung zu verstehen, die man gegen Geld erwirbt. Das heißt, dass man in solchen Projekten natürlich eher weniger auf Menschen trifft, die die ganze Welt gänzlich in monetären Maßstäben bemisst und die nicht in der Lage sind auch unentgeltlich mit anderen zu kooperieren und ihr Leben zu gestalten und wiederum andere zu unterstützen.
Und genauso wie in einem Vereinsheim eines Fußballvereins nach einem Sieg, einer Geburtstagsparty einer WG oder gar einer Sause im Polizeisportverein, wird natürlich auch mal zusammen Bier getrunken und Musik gehört und dann wird es auch mal etwas lauter. Man kann das eine oder das andere ja mehr oder weniger passend oder unpassend finden für sich selbst und das ist auch völlig OK, aber zu pauschalisieren und gezielt Unwahrheiten zu verbreiten, finde ich nicht richtig.
Also Hausprojekte in allen Ehren, die entglasten Gewächshäuser in der Hasi und generell Vermüllung des Geländes, die ja selbst unter einigen Mitwirkenden für Unmut sorgt, ist offen gesagt traurig. Das Gelände geht aufgrund der Zwischennutzung ja wieder an die Stadt zurück, mit der No Future Attitüde scheinen sich einige der Plastic Punks dort mit wenig Rücksicht auszulassen. Die Hasi 2 ist weitestgehend runtergewirtschaftet, leider.
Schon putzig von der HWG, sich nach der jahrelangen Geschichte des Vergammelns und Abreißens jetzt als Retter eines Denkmals zu inszenieren.
Sie tut es wahrscheinlich nicht ganz freiwillig, sondern weil sie doch etwas leichter zur Verantwortung gezogen werden kann als diverse andere Eigentümer heruntergekommener Immobilien.
Wie genau willst du denn die HWG zur Verantwortung ziehen?
Denkst du wirklich, die Preistreiberei der HWG in der Innenstadt ist im Sinne der Stadt?
Die HWG macht was sie will.
Nun, immer hin ist sie ein Wirtschftsunternehmen, das regelmäßig auch von der Stadt, seinem Hauptgesellschafter, gemolken wird.
Tja: Eigentum verpflichtet (Art. 14 GG). Es ist leider nicht so, dass daraus irgendwelche echten Folgen erwachsen, sonst wären Probleme wie das Südstadtcenter oder Bevo schon länger keine Probleme mehr und auch Hasi wäre vor zehn Jahren als Problem gelöst.
Du hast zwar richtig zitiert, aber nicht, wo die Verpflichtung explizit ausgeführt ist. Die gibt es nämlich dort zumindest nicht…