Proteste gegen „rechte Buchmesse“ in der Adam-Kuckhoff-Straße

Die Adam-Kuckhoff-Straße in Halle war am Samstag Schauplatz von Protesten des Bündnisses gegen Rechts sowie einer Anwohnerinitiative. Anlass war die “Werkstatt Europa”, die im Haus der Identitären Bewegung stattfand.

Für die Protestler ist das eine rechtsextreme Veranstaltung, quasi eine Art rechte Buchmesse. Denn die Verlage Antaios (Götz Kubitschek), Manuscriptum, Jungeuropa und Renovamen kündigen so wie die Zeitschrift Sezession haben sich angekündigt.

Bei Veranstaltungen in der Vergangenheit waren neben gewaltbereiten »Identitären« auch immer wieder Amts- und Mandatsträger der AfD beteiligt, begründet Halle gegen Rechts die Proteste . Auch der zuletzt wieder in die Kritik geratene Mathias Matussek, welcher mit einem Kader der »Identitären« und diversen Journalisten seinen Geburtstag feierte, trat bereits in dem Hausprojekt auf. In den letzten Jahren sei es bei Buchmessenauftritten der extremen Rechten nicht nur zu Gegenprotest gekommen, sondern auch zu Provaktionen und Tumulten von Rechten, auch aus der »Identitären Bewegung«,erklärt Halle gegen Rechts.

Den ganzen Tag über gab es Lesungen und Konzerte gegen Rechts. Unter anderem Oberbürgermeister Bernd Wiegand, der Landtagsabgeordnete und Stadtrat Hendrik Lange, die Bundestagsabgeordneten Petra Sitte und Karamba Diaby und die Landtagsabgeordneten Sebastian Striegel und Henriette Quade schauten vorbei.
.

Artikel Teilen:

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …