Public Viewing zur Fußball-EM: Stadtratsfraktion Hauptsache Halle will Erlass der Sondernutzungsgebühren für Anbieter 

Am 14. Juni startet die Fußball-Europameisterschaft, unter anderem mit Spielen in Leipzig. Doch auf gemeinsames “Rudelgucken” müssen die Hallenser wohl verzichten. 

“Dass es in der selbsternannten Sportstadt Halle diesbezüglich keinerlei Pläne von offizieller Seite gibt, ist einerseits traurig, angesichts der desolaten Haushaltslage, die keine Spielräume zulässt, aber auch verständlich”, sagt Andreas Wels,  Vorsitzender der Stadtratsfraktion Hauptsache Halle. “Unverständlich dagegen ist es aus meiner Sicht, dass weder Stadtverwaltung noch Stadtmarketing nicht selbst aktiv geworden sind, um geringste Möglichkeiten für die Durchführung eines solchen Events aufzufinden, beispielsweise durch Sponsoring. Hier mangelt es einmal mehr an Ideen und ein Interesse ist nicht erkennbar.”

Damit ist es ausschließlich privaten Betreibern vorbehalten, im Kontext der Fußball-EM Veranstaltungen im öffentlichen Raum durchzuführen. Deshalb sollten sie laut Wels auch Unterstützung bekommen. “Deshalb wird meine Fraktion im kommenden Stadtrat den Antrag stellen, keine Sondernutzungsgebühren im Zeitraum der EM zu erheben, wenn Events einen konkreten Bezug zur Fußball-Europameisterschaft aufweisen”, so Wels. 

„Unser Vorschlag kostet der Stadt Halle kein Geld, sondern könnte durch ein prognostiziertes Mehr aus Gewerbe- und Mehrwertsteuererträgen sogar noch zu höheren Einnahmen führen. Darüber hinaus ist die Maßnahme ein Beitrag zur Förderung der heimischen Wirtschaft. Nicht zuletzt stärkt Public Viewing bei sportlichen Großereignissen das Zusammengehörigkeitsgefühl, was mir in Halle besonders wichtig scheint“, so Wels abschließend. 

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7 Antworten

  1. Konrad sagt:

    Wozu auch, diese Gurkentruppe fliegt eh ganz fix raus.

  2. Ironieschalter sagt:

    Private Viewing ✌️

  3. 10010110 sagt:

    Was die nur immer mit dem Sport haben? Als gäbe es nix anderes auf der Welt. 🙄

    • Petty sagt:

      Ey. Die haben einmal was nicht zum Schwimmsport gesagt. Das ist schon ein Fortschritt.

    • PaulusHallenser sagt:

      10010110,

      klingt ganz nach einem Sportmuffel, der keine 3 Kilometer am Stück sprinten kann. 🙂

      • . sagt:

        > 3 Kilometer am Stück sprinten

        ähm

      • micha sagt:

        Da zeigt @PaulusHallenser, dass er keine Ahnung von Sport hat. Nicht mal ein Pferd kann 3 Kilometer am Stück sprinten.

        • Yvonne sagt:

          Da irrst du. Galopprennen gibt es bis 3200 m.

          Aber zum Thema, ich würde ein Viewing in der Kneipenmeile oder auch auf der Peisnitz gerne besuchen

      • : sagt:

        Schreibt der PausenclownHallenser der hier immer Stolz verkündet, jeden Meter mit seinem schicken Auto zu fahren. Selbst seine Kinder lässt er nicht laufen.

    • Emmi sagt:

      Es zwingt dich niemand dazu
      Die Stadtverwaltung schläft wieder. Hauptsache gerichtliche Auseinandersetzungen sind auf der Tagesordnung. Es zeigt die Prioritäten der Verwaltung. Die Bürger sind so: unter Ferner liefen. Ach nein, Studenten dürfen ja feieren und da wird sich ums Dixikloo gekümmert.

      • Sie kennen die... sagt:

        …die Kette des Grauens? Kein Geld->Pflichtleistungen müssen trotzdem erbracht werden->freiwillige Leistungen fallen daher aus->wenn nicht, sofortiges Einsetzen der „Steuerverschwendungsarien“, wenn nicht das eigene Interesse bedient wird. Dieses PV wird eh komplett überbewertet und kann man auch nicht mit einem Stadionbesuch vergleichen. 2006 fluchtartig den Sachsenplatz verlassen und im Innenhof eines Pubs am Brühl das Spiel gesehen. War weitaus gemütlicher. Es gibt auch in Halle sicher wieder genügend Gastronomen, welche ihre Biergärten/Freisitze/Kneipen entsprechend anbieten werden.

    • Gz sagt:

      Es gibt ja auch h nichts anderes auf der Welt

  4. PaulusHallenser sagt:

    „Nicht zuletzt stärkt Public Viewing bei sportlichen Großereignissen das Zusammengehörigkeitsgefühl, was mir in Halle besonders wichtig scheint“, so Wels abschließend.“

    Auf diese Art des Zusammengehörigkeitsgefühls kann ich gerne verzichten. Lautes Gebrüll, Bier- und Schnapsgestank erzeugen bei mir eher Ablehnung.

  5. MS sagt:

    Wer will sich denn Public Viewing antun? Ich meine, ok, verzichten wir auf die paar Einnahmekröten. Einen Mehrwert erwarte ich hingegen nicht. Möglich Gewinne durch angebliche Steuermehreinnahmen sehe ich eher im Promillebreich ….

  6. Freddy sagt:

    Ich kann es kaum erwarten, dass der Biergarten gegenüber wieder die Lautsprecher aufstellt, volle Lautstärke und ich schon drei Sekunden vorab informiert werde, dass auch gleich bei mir im Wohnzimmer ein Treffer erfolgen wird… Das macht richtige Laune 🤮

  7. Der Masseur sagt:

    Öffentliches Schauen doch gern in den öffentlichen Sport—Stätten. Für alle zugänglich.

  8. JM sagt:

    Stadion aufschließen, Leinwand aufstellen und los gehts. Oder geht das nicht?

    • Klar ginge das... sagt:

      …, zum 0-Tarif allerdings auch nicht. Technik (Die vorhandene Videoanzeige ist dazu viel zu klein.), Betriebskosten (Strom, Wasser), Ordnung/Sicherheit (Ordner, med. Personal), Müllentsorgung u.s.w..

  9. : sagt:

    Der Steuerexperte Andreas Wels sollte sich mal informieren wie das genau funktioniert mit den „Mehrwertsteuererträgen“ 😉

  10. HP-Leser sagt:

    Die Kommentare zeigen, die eigentliche Idee geht leider unter.
    Denke die Stadt tut gut daran nicht extra was auf die Beine zu stellen und das die „Erfahrenen“ machen zu lassen. Einfach so laufen lassen reicht vollkommen.

  11. Paul Zeltbrand sagt:

    Seit wann ist Halle eine Sportstadt, was erzählt Wels!? Für Fußball Interessierte gibt es bestimmt ausreichende Möglichkeiten sich die Spiele anzusehen. Man kann sich auch ohne Public Viewing sinnlos betrinken..