Razzia im Rotlichtmilieu unter anderem in Halle: 30 illegale Prostitutionsstätten ausgehoben, 16 eingeschleuste Ausländer entdeckt, mehrere Zehntausend Euro sichergestellt

Die Gemeinsame Auswerte- und Ermittlungsgruppe Schleusungskriminalität des Landeskriminalamtes Sachsen-Anhalt und der Bundespolizei führt gegen sieben Hauptbeschuldigte seit Januar 2024 Ermittlungsverfahren wegen der gewerbsmäßigen Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt von Ausländern im Bundesgebiet gem. §§ 95, 96 AufenthG in mehreren Fällen.

In den letztlich 39 Durchsuchungsobjekten trafen die Einsatzkräfte nahezu überall Personen an, die der Prostitution nachgingen. Dabei stellten sie 16 Personen thailändischer, kolumbianischer und chinesischer Nationalität ohne Aufenthaltsgenehmigung (§ 95 AufenthG) fest und führten sie einer zentralen polizeilichen Bearbeitung zu. In Halle (Saale) gab es unter anderem Durchsuchungen in der Delitzscher Straße, Freiimfelder Straße, Merseburger Straße, Volkmannstraße, Wörmlitzer Straße und Streiberstraße.

Weiterhin konnten bei den Durchsuchungsmaßnahmen umfangreiche Beweismittel (u.a. Handys, Laptops, Mietverträge) fest- und sichergestellt werden. Mit dem Ziel der Einziehung erfolgte die Beschlagnahme hochwertiger Vermögenswerte (u. a. Uhren, Schmuck und hochwertige Handtaschen) sowie Bargeld im 5-stelligen Bereich.

Mehr als 30 illegale Prostitutionsstätten wurden auf Grundlage des Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung des Landes Sachsen-Anhalt (SOG LSA) in Verbindung mit den spezialgesetzlichen Regelungen des Prostituiertenschutzgesetzes (ProstSchG) sichergestellt, also geschlossen, und an die zuständigen Behörden übergeben.

Nach Abschluss der gestrigen Maßnahmen gilt es nun durch die Ermittlungsbeamtinnen und -beamten die sichergestellten und beschlagnahmten Beweismittel auszuwerten. Die Ermittlungen dauern weiter an.

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