Rennbahn wird saniert: Pferderennen wieder ab 2018


Auf der Pferderennbahn in Halle-Neustadt sollen ab 2018 wieder Pferde traben. Die Stadtverwaltung und der Rennclub wollen in zwei Jahren den Rennbetrieb wieder aufnehmen.

Zuvor müssen aber die von Hochwasser 2013 stark in Mitleidenschaft gezogenen Anlagen erneuert werden. Im August soll laut Stadtverwaltung der Bauantrag gestellt werden. Zunächst erfolgen Arbeiten an den Freiflächen. Ab Januar kommenden Jahres beginnen die Hochbaumaßnahmen. Knapp 5 Millionen Euro Fluthilfe wurden dafür genehmigt. Im vergangenen Jahr hatte das Landesverwaltungsamt erst 4,1 Million Euro zugesagt, nach Abstimmungen mit den Denkmalbehörden und Umplanungen wurde die höhere Summe zugesagt. Unmittelbar nach dem Hochwasser war übrigens noch von 100.000 Euro Schäden die Rede.

Neben dem Tribünengebäude müssen auch Stallgebäude sowie die Außenanlagen erneuert werden. Im Tribünengebäude sind Funktionsbereiche wie die Toilettenanlage zerstört. Auch die für den Rennbetrieb unabdingbare Startermaschine ist betroffen und muss neu beschafft werden. So erfolgen Tribünengebäude erfolgen Teilabbrüche im Erdgeschoss und Obergeschoss. Zur Erbauung hatte es diese Anbauten teilweise nicht gegeben. Ihr Abriss soll bei einem neuerlichen Hochwasser Schäden verhindern. Teilabrisse sind auch bei der Werkstatt und einem Stallanbau vorgesehen. Die alten Pferdestallboxen werden entfernt und neu errichtet. Auch Sandbahn, Führring und Wildschutzzaun werden ausgebessert, zudem neue Bäume und Hecken gepflanzt.

Die Rennbahn auf den Passendorfer Wiesen wurde 1913 nach den Plänen des Architekten Gustav Wolff durch den „Sächsisch-Thüringischen Renn- und Pferdezuchtverein“ gebaut. Sie ist im Denkmalverzeichnis des Landes Sachsen-Anhalt aufgeführt. Dort wird sie als elegante Sportarchitektur des späten Jugendstils bezeichnet.