Rosengarten-Gaststätte darf abgerissen werden

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12 Antworten

  1. Franz sagt:

    Dann hat ja alles geklappt!man muss nur warten können.

  2. Meckerbock sagt:

    man könnte ja auch JEDE abgeranzte hütte unter Denkmalschutz stellen …

  3. 10010110 sagt:

    Wieder ein Stück Wirtshauskultur verloren. Dann steht ja auch einem sechsstreifigen Ausbau der Merseburger Straße, wie ihn ein paar alte, gehfaule Herren am liebsten hätten, nichts mehr im Wege.

  4. Mr.soda sagt:

    Wann soll denn da Kultur gewesen sein? Lasst mal die Kirche im Dorf.

  5. Und aus diesem Grund liebe ich Halle……es lebe der Denkmalschutz.

  6. Röderberg1848 sagt:

    Also ich würde jetzt mal behaupten wollen, daß dort vor der Wende, seit Jahrzehnten ein Kindergarten drin war. An eine Kneipe kann ich mich nicht mehr erinnern, zumindest nicht bewußt, als Erwachsener.
    Und seit kurz nach der Wende stand das Gebäude doch wohl nur noch leer und ungenutzt, ob es eventuell dann noch als Lager genutzt wurde, weiß ich nicht.

    Zumindest war da dann auch keine Gastronomie mehr drin.
    Die Wende ist 26 Jahre her, plus mindestens 30 Jahre als DDR-Kindergarten, macht schon mal mindestens 56 Jahre ohne gastronomische Nutzung.

  7. Bollwerk sagt:

    Sicherlich ist es eine „abgeranzte Hütte“ gewesen. Nach jahzehntelanger Vernachlässigung ist das ja auch kein Wunder. Der Denkmalschutz des Gebäudes wurde sicherlich erteilt, als es für dieses noch bessere Zeiten gab. Offenbar hat der Eigentümer dies alles ignoriert. Er sollte ordentlich bestraft werden. Und abfällige Bemerkungen gleich noch mit. Ein Jahr Internetverbot würde ich vorschlagen.

  8. 10010110 sagt:

    Die Beendigung der Gastronomie hängt bestimmt auch mit dem Ausbau der Merseburger Straße zu einer Schnellstraße für Bunapelzer und der Bebauung des Rosengartenareals zusammen, als man nicht mehr gen Ammendorf zur Broihanschenke wanderte und am Rosengarten Rast machte, sondern nur noch schnellstmöglich off Kläje und wieder zurück wollte.

    Ich hatte mich schon vor einer Weile gefragt, wie es damals wohl zugegangen sein muss, als dort noch eingekehrt und nicht mit Tempo 60 dran vorbeigerast wurde. Dass dort nichts mehr los war hängt auch damit zusammen, dass niemand mehr Zeit für irgendwas hat.

  9. Röderberg1848 sagt:

    ZITAT ANFANG: Die Beendigung der Gastronomie hängt bestimmt auch mit dem Ausbau der Merseburger Straße zu einer Schnellstraße für…. zusammen…
    ZITAT ENDE

    Ja ja, ganz bestimmt.

    Nach Deiner verschrubbelten Logik müssten ja alle Gaststätten, die an einer Straße liegen, längst geschlossen haben, nur weil auf diesen Straßen Autos mit 60 km/h (!!!) daran vorbei „rasen“…

    Wenn man sich in Halles Norden und Giebichenstein mal so umsieht, sind tatsächlich alle Gaststätten an, von Autos befahrenen Straßen, seit Jahrzehnten geschlossen.
    In der Burgstraße, in der Reilstraße, in der Bernburger Straße, in der Ludwig-Wucherer-Str., um nur mal vier, viel befahrene hallesche Straßen zu nennen, gibt es nicht eine Kneipe, nicht eine gepflegte Gaststätte mehr. Alle haben sie wegen dem extremen Autoverkehr den Geschäftsbetrieb eingestellt, haben die Großstadt verlassen und sich in ruhigen, verkehrsarmen Saalkreisdörfern, und da in der hintersten Ecke niedergelassen, damit sie ja nicht vom Autoverkehr gestört werden. Und die Geschäfte dort, am Anus der Verlassenheit, laufen blendend.

    Die Konsequenz aus Deiner Logik wäre demzufolge, daß die Gaststätten, die romantisch in der grünen Natur liegen, sich vor einem Gästeansturm kaum retten dürfen….
    …und tatsächlich, die Gastronomie, bspw. auf der Rabeninsel platzt seit Jahrzehnten aus allen Nähten. Die, also die Wirts-Fam. Kurzhals, baut dort auch jedes Jahr an, weil sie sich dem Gästeansturm sonst nicht erwehren können.

    In dem, hier zur Debatte stehenden Gebäude, befindet sich seit nunmehr mindestens (!) rund 60 Jahren keine Gaststätte mehr. Wir sprechen also von einem Zeitfenster ab der Mitte der 1950er Jahre.

    Und ich erinnere mich noch gut daran, wie in den 1960er und 1970er Jahren der Aufschwung Ost in der Chemieregion Halle-Merseburg einsetzte, der Wohlstand über die Hallenser hereinbrach und Autohäuser wie Pilze aus dem Boden schossen.
    An jeder Ecke konnten die Hallenser seit 1960 Wartburgs, Trabis, Ladas, Moskwitsch, Skodas und sogar große geräumige Wolgas und Tatras kaufen.

    Dieser Überfluss hielt bis zu Wende, im Herbst 1989 an und die Merseburger Straße war damals, also ab 1960 eine der der best ausgebauten Schnellstraßen in der ganzen DDR, auf der ununterbrochen, Stoßstange an Stoßstange, sowie Tag und Nacht die Pkw, mit 60km/h entlang rasten.

    Und Du wirst es nicht glauben, es gibt auch noch Photos, die dieses rasende Verkehrsaufkommen genau dort, also zwischen Rosengarten und Ammendorf und zwischen Ammendorf und dem Rosengarten, extra für Dich festgehalten haben.

    Einmal hin:
    https://scontent-fra3-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/157074_445893348823329_1990333417_n.jpg?oh=4c2aba4f56a25ef374f975f2ede0cfbf&oe=587C9198

    Und einmal her:
    https://scontent-fra3-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/1463051_563995500346446_722990178_n.jpg?oh=2b1ff1793277c484c2a184e835a34811&oe=584EE2AB

    Ringsherum das ist nicht schwer.

    • 10010110 sagt:

      Wieviel Verkehr da langfährt ist unerheblich. Wichtig ist, dass dort außer Verkehr alles tot war/ist, seit die Leute bevorzugt mit dem Auto dran vorbeifahren und es nicht mehr notwendig oder praktisch ist, dort einzukehren. Kannst du vielleicht einen Unterschied zwischen den von dir genannten Hauptstraßen im Norden Halles und dieser ausmachen?
      Und ja, auch Gaststätten im Grünen florieren, wie man am Krug zum grünen Kranze, der Bergschenke oder dem Peißnitzhaus sehen kann. Ich bin mir sicher, auch auf der Rabeninsel könnte sowas noch funktionieren, wenn man wollte. Und wenn das Areal um diese ehemalige Gaststätte kein toter Raum aus Baumärkten, Tankstellen, Parkplätzen und einer vierspurigen Straße ohne Abbiegemöglichkeit wäre, wäre Gastronomie vermutlich auch gar nicht so unattraktiv. Und dass der Niedergang ab den 50er Jahren begann, was exakt in den Zeitraum des massiven sozialistischen Aufbaus des Landes fällt, zeigt doch deutlich, dass es da einen Zusammenhang geben muss. Wenngleich dort bei weitem noch nicht so viel Verkehr herrschte, war diese Gegend mindestens seit dieser Zeit keine Ausflugsgegend mehr.

  10. Röderberg1848 sagt:

    Ist es möglich, an Stelle eines Links, Photos auch direkt einzustellen?

  11. Yvo sagt:

    Nun ist ein Haus weg und zwar das im Jugendstil erbaute! Die ursprüngliche Besitzerin züchtete dort einst seltene Rosensorten und die Gasthausbesucher konnten sich daran erfreuen, so habe ich es mal irgendwo gelesen… Ich frage mich jedoch oft, warum man dieses Haus unter DenkmalSCHUTZ gestellt hat, natürlich nicht nur bei diesem, da gibt es ja noch viel mehr

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