Sachsen-Anhalt investiert weiter in den Erhalt seines kulturellen Erbes: 10,3 Millionen Euro im letzten Jahr investiert
Rund 36.000 Kulturdenkmale machen Sachsen-Anhalt zu einer einzigartigen Kulturlandschaft. Der Erhalt dieses kulturellen Erbes ist ein zentrales Anliegen der Landesregierung. Allein im Bereich der Denkmalpflege und des Denkmalschutzes wurden 2025 rd. 10,3 Mio. Euro investiert, u. a. in Kirchen, Burgen, Industriedenkmale, Parks und Schlösser. Daneben steht das denkmalpflegerische Engagement der Landesstiftungen und die Sonderinvestitionen, wie der Masterplan Gartenreich oder das Sonderinvestitionsprogramm der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt.
Staatsminister und Minister für Kultur Rainer Robra: „Denkmale sind weit mehr als historische Bauwerke. Sie stiften Identität, schaffen Heimat und verbinden Generationen. Dass sie erhalten bleiben, verdanken wir vor allem dem großen ehrenamtlichen Engagement vieler Menschen vor Ort. Sie kümmern sich mit Leidenschaft und Ausdauer um ihre Denkmale. Dieses Engagement verdient Anerkennung und verlässliche Unterstützung durch das Land.“
Beispielhaft für denkmalpflegerische Maßnahmen im Jahr 2025 stehen der Stendaler Dom und Schloss „Henriette“ Helmsdorf im Landkreis Mansfeld-Südharz.
Dom St. Nikolaus und Bartholomäus Stendal: Seit 2023 saniert die Evangelische Stadtgemeinde den Dom St. Nikolaus und Bartholomäus in der Hansestadt Stendal umfassend. Ziel der Generalsanierung ist die denkmalgerechte Wiederherstellung des bedeutenden Backsteingotikbaus aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts sowie seines wertvollen Inventars. Im Jahr 2025 unterstützte das Land Sachsen-Anhalt die Sanierung des Nordquerhauses mit 337.000 Euro. Archäologische Ausgrabungen im Zuge der Arbeiten brachten Reste eines Vorgängerbaus ans Licht und eröffnen neue Perspektiven auf die Geschichte Stendals und der Altmark als regionales Zentrum. Der Dom prägt das Stadtbild und die Regionalgeschichte maßgeblich; besonders hervorzuheben sind die 18 Fenster mit mittelalterlichen Glasmalereien.
In seiner letzten Plenarsitzung 2025 beschloss der Landtag zudem, für den Abschluss der Generalsanierung des Doms insgesamt bis zu 5,4 Mio. Euro aus dem Infrastruktursondervermögen der Bundesregierung bereitzustellen. Ein Meilenstein für den langfristigen Erhalt und die würdige Präsentation dieses ortsbildprägenden Kulturdenkmals im Herzen der Altmark.
Schloss „Henriette“: Das Schloss in Helmsdorf, gelegen im Landkreis Mansfeld-Südharz, war bis 2022 stark vernachlässigt und ohne Nutzungsperspektive. Um das denkmalgeschützte Rittergut zu erhalten und als kulturellen Ort neu zu beleben, gründeten engagierte Bürger 2022 den Verein „Schloss Henriette-Helmsdorf e. V.“. Er engagiert sich seither für die denkmalpflegerische Sicherung, die Vermittlung der Orts- und Schlossgeschichte sowie für kulturelle Angebote wie Konzerte, Tanzveranstaltungen, Vorträge und Führungen. Das Anfang des 19. Jahrhunderts errichtete Schloss, benannt nach Henriette von Bülow, ist im Denkmalverzeichnis des Landes Sachsen-Anhalt aufgrund seiner geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Bedeutung geführt und wurde 1910 klassizistisch modernisiert. Der historische Park ergänzt das Ensemble. Das Land Sachsen-Anhalt unterstützte 2025 den Erhalt des Schlosses mit 85.400 Euro für die Sanierung der Decke des Tellersaals, für die Instandsetzung von Fenstern sowie für den Wiederaufbau von zwölf geborgenen Stuckkonsolen. Getragen wird das Engagement für Schloss Henriette von Dutzenden Anwohnern aus der Region, die hierfür Tausende Stunden ehrenamtliche Arbeit eingesetzt haben. Als Teil der „Erlebniswelt Museen e. V.“ im Landkreis Mansfeld-Südharz vernetzt sich Schloss Henriette auch erfolgreich mit anderen touristischen Standorten und bereichert die Kulturlandschaft im Süden Sachsen-Anhalts.
Darüber hinaus wird das Institut für Diagnostik und Konservierung an Denkmalen (IDK) vom Land Sachsen-Anhalt seit seiner Gründung 1996 kontinuierlich gefördert. Als gemeinsames Projekt der Länder Sachsen-Anhalt und Sachsen mit Standorten in Halle (Saale) und Dresden nimmt das IDK bundesweit eine einzigartige Rolle ein. Es verbindet moderne naturwissenschaftliche Methoden mit Kunstgeschichte, Architektur und Baukunst, um historische Baudenkmale langfristig zu sichern. Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt das IDK jährlich mit 160.000 Euro. Die Arbeit des Instituts lieferte unter anderem bedeutende neue Erkenntnisse zur Herkunft des Sarkophags und der Deckplatte des Grabmals Kaiser Ottos I. im Magdeburger Dom. Darüber hinaus untersucht das IDK an zahlreichen Denkmalen im Land klimatische und bautechnische Einflüsse auf die Bausubstanz. Diese Forschung bildet eine zentrale Grundlage für nachhaltige Sanierungsstrategien und kommt auch vielen Denkmalprojekten im ganzen Land zugute.
Neben diesen Maßnahmen leisten die Landesstiftungen einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt bedeutender Baudenkmale. Mit dem Sonderinvestitionsprogramm I für die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt sowie dem Masterplan Bau- und Gartendenkmalpflege für das Gartenreich Dessau-Wörlitz werden durch die Landesregierung zusätzliche Mittel gezielt in die Denkmalsubstanz von nationaler und internationaler Bedeutung investiert. Diese historischen Zeugnisse sind Inbegriff unserer reichen Landesgeschichte und zugleich ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für den Kulturtourismus in Sachsen-Anhalt.








Rainer Robra geht mit Steuergeldern ebenso verschwenderisch um wie Armin Willingmann.
Statt in die Zukunft zu investieren, werden Steuergelder für Sinnlosprojekte wie verfallene Rittergüter usw. rausgehauen.
Was für eine lächerlich geringe Summe für den Erhalt der deutschen Kulturgüter, insbesondere der Baudenkmäler. Eine absolute Schande, wenn man bedenkt für welchen Firlefanz sonst so unbegrenzt Geld da ist.