Schaeffler im Star Park weiht Solaranlage ein: 11.000 m² Dachfläche sinnvoll nutzen

Viele Unternehmen haben Flachdächer, ob Supermärkte, Lager oder auch das produzierende Gewerbe. Einige Unternehmen haben sehr große Flachdächer, wie zum Beispiel die im Star Park in Queis bei Halle (Saale) angesiedelte international tätige Firma Schaeffler. Dass sich diese sonst leere Fläche sinnvoll nutzen lässt, wurde heute auf dem Gebäude eindrucksvoll demonstriert: Eine mehr als 11.000 Quadratmeter große Photovoltaikanlage konnte eingeweiht und in Betrieb genommen werden.

An seinem europäischen Montage- und Verpackungszentrum AKO (Aftermarket Kitting Operations) in Halle (Saale) installierte Schaeffler in den vergangenen vier Monaten die aktuell zweitgrößte Dachanlage ihrer Art der Schaeffler Gruppe in Europa, mit einem Investitionsvolumen von 2,5 Millionen Euro. Sie ist mit ihren über 6.000 Solarmodulen in etwa so groß wie eineinhalb Fußballfelder in Standardgröße. Die Aufdachsolaranlage erzeugt jährlich über 2,1 Millionen kWh Strom und erbringt eine Leistung von 2.215 Kilowatt Peak. Zum Vergleich: In einem Einfamilienhaus entspricht der Durchschnittsverbrauch ohne Warmwasser rund 3.000 Kilowattstunden. Die Leistung der neuen Anlage in Halle entspricht somit dem durchschnittlichen Stromverbrauch von etwa 700 Einfamilienhäusern – und damit rund 1.320 Tonnen CO2. Der auf den Dächern produzierte Strom wird nicht nur für den eigenen Energiebedarf am Standort genutzt, sondern darüber hinaus in das öffentliche Netz eingespeist. Außerdem profitieren künftig die Mitarbeitenden am Standort Halle von 12 ebenfalls neu errichteten Elektro-Ladesäulen, die durch die Photovoltaikanlage mit eigenerzeugtem Strom versorgt werden.

Jens Schüler, CEO Schaeffler Automotive Aftermarket, bezeichnetet die neue PV-Anlage als bedeutenden Meilenstein der Schaeffler Gruppe auf dem Weg zur Klimaneutralität. „Die Investition hier am Standort ist Ausdruck unseres Anspruches, als Familienunternehmen auch unsere ökologische Verantwortung wahrzunehmen. Mit der raschen Planung und Errichtung dieser beeindruckenden Anlage in so kurzer Zeit setzen wir ein wichtiges Zeichen, das unsere Ambitionen untermauert“, sagte Schüler.

„Dank der schnellen Genehmigungsverfahren der Stadt Halle sowie unserem engagierten Schaeffler-Team haben wir es geschafft, das Projekt hier in Halle in nur vier Monaten fertigzustellen. Das Potenzial, durch Projekte wie dieses, große Mengen CO2-Äquivalente einzusparen, ist enorm und ich freue mich, dass wir hier am Standort Vorreiter sind“, sagt Martin Kilian, Leiter des Schaeffler-Werks AKO Halle.

Kilian dankte ausdrücklich auch dem Team um Michael Steyer, Manager Maintenance and Facility am Standort Halle (Saale), welches das Projekt in der Kürze der Zeit umgesetzt habe. Ein glücklicher Umstand hierbei war, dass Schaeffler sich schon zu Beginn der Planung des Standortes mit der Idee einer PV-Anlage auf dem Dach beschäftigt hatte und das Projekt somit fast fertig in der Schublade lag. Bei den verwendeten Solarpaneelen handele es sich um ein patentiertes Ultraleichtsystem, welches völlig ohne Verankerungen im Dach auskomme, so Steyer. Es sei im Windkanal getestet und sauge sich, ähnlich einem Rennwagen, bei stärkerem Wind selbst an das Dach an.

Auch Bürgermeister Egbert Geier zeigte sich beeindruckt von der Anlage und dem gesamten Werk. „Die Ansiedlung der Schaeffler Gruppe ist die Größte seit der Existenz des Star Parks. Sie ist eine echte Erfolgsgeschichte. Wer investiert, sich engagiert und optimiert, der ist gekommen, um zu bleiben!“, so Geier. „Dass sie sich als Unternehmen mit der Energiewende beschäftigen ist vorbildlich und sie zeigen damit auch, dass die Umsetzung nicht langwierig und zäh sein muss.“ Sein Besuch diene auch dazu, diese Bestrebungen in die Öffentlichkeit zu tragen und so zu pushen.

Bei einem abschließenden Rundgang durch das Werk, geführt vom Operations Manager Knut Völker, zeigte sich Geier sehr interessiert und lies sich viele Arbeitsschritte und -abläufe erklären. „So ein Besuch vor Ort ist wichtig um zu sehen, was sie machen. Das zeigt, dass Logistik viel mehr ist, als das bloße Wort.“, so Geier. Am Standort Halle lagert, kommissioniert und verpackt Schaeffler Produkte und Reparaturlösungen für den automobilen Ersatzteilmarkt und versendet diese von dort aus weltweit. Am Tag gehen zwischen 1.500 und 1.800 Europaletten von Halle (Saale) aus auf die Reise. Im vergangenen Jahr übernahm die Schaeffler-Sparte Automotive Aftermarket die Hauptverantwortung für das AKO und betreibt dieses nun als eigenes Schaeffler-Werk. Infolgedessen wird das AKO auch vollumfänglich in die Nachhaltigkeitsziele der Schaeffler Gruppe mit einbezogen.

Die Inbetriebnahme der Anlage ist ein wichtiger Meilenstein für die Klimaziele der Schaeffler Gruppe. Die eigene Produktion wird bereits ab dem Jahr 2030 klimaneutral sein, bis 2025 sollen bereits 75 Prozent der Produktionsemissionen vermieden werden. Darüber hinaus trägt die Anlage zur Erreichung des Zieles zur Eigenenergieerzeugung von 10 Prozent bis 2025 bei. Die in der Lieferkette entstehenden Emissionen der Vorprodukte und Rohstoffe werden bis 2030 um 25 Prozent reduziert. Schaeffler verfolgt das Ziel, auch in diesem Bereich ab 2040 Klimaneutralität zu erreichen.

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26 Antworten

  1. Alt-Dölauer sagt:

    gut!

  2. Joachim Euther sagt:

    Vernünftige und nachvollziehbare Entscheidung.

  3. bin gespannt sagt:

    Warum nicht Bäume?

    • ! sagt:

      Noch besser: Solaranlage UND Bäume!

    • Also ich wäre daran interessiert! sagt:

      Welche Bäume erzeugen denn Strom? Bin wirklich gespannt!

    • Erzieherin sagt:

      @Kindergartenkind Spannemann, weißt du, ein Baum oder besser viele Bäume sind ganz dolle schwer. Ein Flachdach schafft das nicht zu tragen und würde unter dem Gewicht kaputt gehen. Bäume pflanzt man deshalb lieber in die Erde und nicht auf ein Dach.

      • bin gespannt sagt:

        Dächer sind nicht aus Papier. Was wiegt ein Solarpanel? Los das kannst du googlen!

        • Erzieherin sagt:

          Dächer sind nicht aus Papier. Das hast du wunderbar erkannt! Und Papier wird aus Bäumen gemacht. Jetzt holst du dir noch ein paar Fingerfarben und dann malst du bitte ein Dach mit einem Solarpanel obendrauf!

        • Bin gespannt sagt:

          @bin gespannt

          Unter dem einem Artikel lachst du über mich und hier wie auch bei anderen Artikeln gibst du dich als ich aus?

          Sehr merkwürdig, anwortest du dir auch mit anderen Identitäten auf deine eigenen Kommentare?

        • ich mich dich sagt:

          „gibst du dich als ich aus“

          Hast du eine Persönlichkeitsstörung?

      • @Blubberking sagt:

        Wer sagt denn, dass die Bäume aufs Dach sollen? Ringsrum ist bei solchen Firmen auf’m ehem. Acker immer endlos viel Platz…

  4. MHAGA sagt:

    Das sich der Pleitegeier noch traut in der Öffentlichkeit gesehen zu werden, nachdem er die Stadt in die Haushaltssperre und demnächst in die Zwangsverwaltung getrieben hat, oh man….
    Im Bericht liest man, dass sich also die Herren aus der Chefetage ab jetzt die übergroßen E-Dienstwagen auch noch kostenlos mit steuersubventionierten Strom aufladen, na toll !!!!

    • "Ein stabiles Genie" (Trump über Trump) sagt:

      Ah, ein Trump – Fan! Oder?

      Das „Genie“ kommt demnächst vor Gericht, weißt Du das schon?

      Im Bericht liest man übrigens, dass die „Mitarbeitenden am Standort Halle von 12 ebenfalls neu errichteten Elektro-Ladesäulen, die durch die Photovoltaikanlage mit eigenerzeugtem Strom versorgt werden“ profitieren.

      Du machst daraus, dass das nur die „Herren aus der Chefetage“ nutzen können. Ich lese weder etwas von kostenlos oder nur für die Chefetage (wobei ich bezweifle, dass das nur Herren sind) oder dass das nur Dienstwagen betrifft oder das diese überdimensioniert wären.

      Also eine Ansammlung von Behauptungen, Unterstellungen, Ungenauigkeiten und vielleicht sogar Lügen. Wahrscheinlich also doch ein Trump – Fan.

    • Quatsche nicht. sagt:

      Haushaltssperre gibt es seit Jahren jedes Jahr. Zwangsverwaltung ist schon ewig ein Thema.
      Da steht nichts von übergroßen E-Dienstwagen und Chefetage.

    • Erzieherin sagt:

      Mmh, „ profitieren künftig die Mitarbeitenden am Standort Halle von 12 ebenfalls neu errichteten Elektro-Ladesäulen“. Also ich lese 1. nichts von kostenlos und 2. nichts von den Herren der Chefetage ausschließlich. Hast du das zwischen den Zeilen gelesen oder gar quer?

  5. Dagmar sagt:

    Ich kann den Egbert Geier als Vertreter der Stadt Halle Saale null ernst nehmen.

  6. in Physik Kreide geholt sagt:

    Weihnachtsbaumbeleuchtung?

  7. JtD sagt:

    100 mal besser als landwirtschaftliche Nutzflächen mit Solaranlagen zuzupflastern.

    Wären alle versiegelten Flächen in D mit Solaranlagen versehen, könnten wir damit unseren Primärenergiebedarf komplett abdecken.

  8. PaulusHallenser sagt:

    Ein tolles Projekt, das allemal besser ist, als landwirtschaftliche Fläche mit Solaranlagen zuzubauen.