Schüler aus Halle präsentiert innovative Lern-App beim „Jugend gründet“-Pitch in Berlin

Halle (Saale)/Berlin. Ein Schüler aus Halle an der Saale gehört zu den erfolgreichsten Nachwuchsgründerinnen und -gründern Deutschlands: Felix Neuber vom Georg-Cantor-Gymnasium hat sich im bundesweiten Schülerwettbewerb „Jugend gründet“ mit seiner Geschäftsidee „StudyTales“ unter die besten Teams des Wettbewerbsjahres 2025/26 gearbeitet. Am 25. März 2026 wird er seine Idee bei einem Pitch Event in Berlin vor einer hochkarätigen Jury präsentieren.

Lernstoff als Hörbuch neu gedacht

Mit „StudyTales“ hat der Hallenser Gymnasiast eine App entwickelt, die Lernstoff mithilfe von Künstlicher Intelligenz in narrative Hörbuchformate umwandelt. Ziel ist es, Lernen flexibler und verständlicher zu machen – etwa unterwegs oder für Menschen, die Inhalte leichter auditiv aufnehmen.

„StudyTales macht Lernen hörbar“, lautet der Slogan der Idee. Durch die Kombination von KI-Technologie und erzählerischen Elementen soll das Lernen nicht nur effizienter, sondern auch spannender werden. Gleichzeitig verfolgt der Schüler damit ein inklusives Konzept: Die App soll den Zugang zu Bildung erleichtern und zu mehr Bildungs- und Chancengleichheit beitragen.

Pitch vor Jury und Start-up-Experten

Beim Pitch Event in Berlin treten elf Schülerteams aus ganz Deutschland an. Jedes Team hat drei Minuten Zeit, um seine Geschäftsidee vorzustellen. Anschließend folgt eine ebenso kurze Fragerunde mit der Jury.

Das Event wird von der Unternehmensberatung McKinsey & Company ausgerichtet. Neben Innovationskraft sind bei der Präsentation auch präzises Timing, überzeugende Argumente und Präsentationstalent gefragt.

Der Wettbewerb ist stark: Im laufenden Wettbewerbsjahr wurden 1.461 Businesspläne von Schülerteams aus ganz Deutschland eingereicht. Nur 34 Teams erhielten eine Einladung zu den Pitch Events – darunter Felix Neuber aus Halle.

„Gründen muss Schule machen“

Für Projektleiterin Franziska Metzbaur zeigen die Teilnehmenden eindrucksvoll, welches Potenzial in Schulen steckt. „Die Jugendlichen beweisen, dass ihre Ideen einen echten Unterschied machen können“, betont sie. Entrepreneurship beginne im Kopf – mit der Überzeugung, Probleme kreativ lösen zu können. Wettbewerbe wie „Jugend gründet“ böten Schülerinnen und Schülern genau diesen Erfahrungsraum.

Schon die Einladung zu den Pitch Events wertet Metzbaur als großen Erfolg für die Teams.

Chance auf das Bundesfinale

Neben Expertenfeedback erwartet die Jugendlichen in Berlin ein Rahmenprogramm mit Einblicken in die lokale Start-up-Szene. Für das Siegerteam lohnt sich der Pitch besonders: Platz 1 qualifiziert sich direkt für das Bundesfinale von „Jugend gründet“ im Juni 2026 in Stuttgart.

Dort treten die zehn besten Teams des Wettbewerbsjahres gegeneinander an. Der Hauptpreis ist eine geführte Reise ins Silicon Valley in den USA, eines der wichtigsten Zentren der internationalen Start-up-Szene.

Wettbewerb fördert Unternehmergeist

Der bundesweite Schülerwettbewerb „Jugend gründet“ verfolgt das Ziel, junge Menschen für Unternehmertum zu begeistern und Gründungskompetenzen zu stärken. Über ein Schuljahr hinweg entwickeln die Teilnehmenden zunächst eine Geschäftsidee und erstellen einen Businessplan. Anschließend führen sie im Rahmen eines Planspiels virtuell ein Unternehmen.

Ob Felix Neuber aus Halle mit seiner KI-Lern-App die Jury in Berlin überzeugen kann, entscheidet sich am 25. März. Sicher ist schon jetzt: Seine Idee zeigt, wie innovativ und zukunftsorientiert junge Gründerinnen und Gründer denken.

Foto: Jugend gründet

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