Schüsse auf Straßenbahnen und Busse? Polizei ermittelt wegen zerstörter Scheiben, erste Fahrer weigern sich Halle-Neustadt anzufahren


In Halle (Saale) ermittelt die Polizei wegen mehrerer Sachbeschädigungen an Fahrzeugen des öffentlichen Nahverkehrs. Nach Angaben des Polizeireviers Halle haben die Halleschen Verkehrsbetriebe insgesamt neun Strafanzeigen gestellt.

Betroffen sind sieben Straßenbahnen – vor allem Tina – und zwei Linienbusse, an denen Beschädigungen an der Verglasung festgestellt wurden. Die Schäden wurden teilweise erst später durch Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe entdeckt und anschließend zur Anzeige gebracht.

Nach derzeitigen Erkenntnissen lassen sich die genauen Tatorte noch nicht eindeutig bestimmen. Wie die Polizei mitteilte, wurden einige der Beschädigungen erst zu einem späteren Zeitpunkt – teilweise nach der vermuteten Tatzeit – durch Mitarbeiter festgestellt. Dadurch ist bislang unklar, an welchen Stellen im Stadtgebiet sich die Fahrzeuge zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Beschädigungen befanden.

Die Ermittlungen hierzu dauern weiterhin an. Allerdings wurden einige der Schäden an der Magistrale im Bereich Feuerwache relativ zeitnah bemerkt.

Ein weiterer Bestandteil der laufenden Ermittlungen ist die Klärung der möglichen Tatmittel. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte in mehreren Fällen eine CO₂-Waffe eingesetzt worden sein, die mit Metallkugeln geladen wird. Eine endgültige Bestätigung dafür steht jedoch noch aus.

Verletzt wurde nach aktuellem Stand niemand. Weitere Details zum Stand der Ermittlungen teilte die Polizei zunächst nicht mit.

Die Polizei bittet mögliche Zeugen um Mithilfe. Wer Beobachtungen gemacht hat, die mit den Sachbeschädigungen an Straßenbahnen oder Bussen in Zusammenhang stehen könnten, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Hinweise können bei jeder Polizeidienststelle abgegeben werden über 0345 224 2000.

„Im Rahmen der angezeigten Straftaten steht das hiesige Polizeirevier im engen Austausch mit den Halleschen Verkehrsbetrieben“, sagt Polizeisprecher Thomas Müller. „Weiterhin sind die im Stadtgebiet eingesetzten Polizeikräfte für diese Straftatenbegehung sensibilisiert und achten verstärkt hierauf.“

Die Hallesche Verkehrs AG wollte sich wegen der laufenden Ermittlungen zunächst nicht äußern. Nach Informationen von dubisthalle.de sollen sich allerdings bereits Fahrer weigern, nach Halle-Neustadt zu fahren.

Artikel Teilen:

12 Kommentare

  1. Detlef sagt:

    Also mal wieder alltäglicher Wahnsinn im Ghetto

  2. Wario sagt:

    Wie krank müssen einige Zeitgenossen sein? Hoffentlich erwischt man diese Irren und bestraft sie auch entsprechend!

  3. Ozel sagt:

    Das ist krank. Ich hoffe man findet die Täter. Die Vermutung einer CO2 Waffe liegt nahe aber die hat nicht soviel Bums. Anders sieht es mit einer Schleuder und Stahlkugeln aus.Die tragen heute leider auch einige mit sich.

  4. Fragen sagt:

    Funktionieren Glasbruchsensoren in Straßenbahnen oder gibt es dort viele Fehlalarme?
    An die Strafrechtsexperten: Wenn es so aussieht, als ob eine Schusswaffe, die auf eine Straßenbahn gerichtet wurde (also nach unten oder parallel zum Boden) zum Einsatz kam, warum wird dann nur wegen Sachbeschädigung ermittelt?

  5. OnkelOtto sagt:

    „…wurden einige der Beschädigungen erst zu einem späteren Zeitpunkt – teilweise nach der vermuteten Tatzeit – durch Mitarbeiter festgestellt…“

    Vorher geht ja auch schlecht!

  6. Everly sagt:

    Ich denke es wäre toll wenn die Straßenbahnen und Busse zwischen 19 Uhr bis 6 Uhr ganz Neustadt nicht mehr fahren würden. Das dort mit Schusswaffen hantiert wird, ist dort Standard. Nur die Frage der Zeit wann es dort mal dazu kommen wird das jemand angeschossen wird. Gerne kann da auch OBS sich dran beteiligen und ab Rennbahnkreuz Halle-Neustadt komplett umfahren. Sowieso fahren genug Unangenehme Fahrgäste vom Halle ZOB bis Neustadt in den OBS Bussen mit. Ich selbst muss zum Saalekreis, da merkt man dann schnell wer aus Halle Neustadt kommt und wer zum Saalekreis gehört (Vom Respektvollen Umgang und Verhalten)

    • Neustädter sagt:

      Jaja alles nur Assis in Neustadt! Alkoholiker, Kriminelle was anderes wohnt dort nicht. Junge junge kein Plan vom Leben in Neustadt haben aber groß die Klappe aufreißen. Du redest von Respektvollen Umgang und Verhalten und ziehst über jeden her der in Neustadt wohnt, über 45 Tausend Menschen…

  7. PaulusHallenser sagt:

    „Nach Informationen von dubisthalle.de sollen sich allerdings bereits Fahrer weigern, nach Halle-Neustadt zu fahren.“

    In dieser Angelegenheit sollte es absolut keine Kompromisse geben. Die Sicherheit der Fahrer geht vor und steht über allem. Wenn sich Fahrer weigern, Fahraufträge nach Halle-Neustadt auszuführen, sollte dies vom Management ohne Umschweife akzeptiert werden. Wenn nötig, muss der Straßenbahnverkehr nach Neustadt eben ruhen, bis die Täter gefasst sind, denn Menschenleben sind einfach wichtiger.

  8. Robert sagt:

    Warum lobt die HAVAG keine Prämie zur Ergreifung der Täter aus ?
    Ein Angriff auf unsere TINA , dass geht gar nicht .

  9. Christian Rösner sagt:

    Oh Mann, was geht hier nur ab

  10. Sülooo sagt:

    Ich verstehe die Fahrer der Bahnen und kann die Sorgen und Ängste nachvollziehen. Problem ist daran nur, dass in Halle – Neustadt nicht nur kriminelle Vollpfosten wohnen, sondern auch Menschen die im Schichtdienst arbeiten und leider auf ÖPNV angewiesen sind. Ich bin echt für Kameraüberwachung vulnerabler Bereiche. Bei Angriff auf Leib- und Leben, sollten die Personen- und Datenschützbestimmungen echt aufgehoben werden!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert