Semesterbeitrag wird für Studentenradio erhöht


Halles Studenten müssen künftig einen höheren Semesterbeitrag zahlen. Grund ist die Einrichtung eines Studierendenradios bei Radio CORAX, die der Studierendenrat mit einer Zweidrittelmehrheit beschlossen.
Der RCDS Halle kritisiert die Entscheidung. Man zeige sich enttäuscht, dass diejenigen, die sich sonst ebenfalls auf die Fahne schreiben, die Beiträge klein zu halten, nun für die Erhöhung gestimmt haben. In Zukunft wird der Beitrag für die Studenten erhöht und damit erneut die Förderung frei gemacht für ein Projekt, von dem die meisten Studenten gar nichts wissen, so der RCDS. Von daher könne hier getrost von einer Zwangsabgabe gesprochen werden.

Das Studierendenradio wird nun durch den Beschluss in der Satzung der Studierendenschaft verankert. Um die Finanzierung der Redaktion in Zukunft zu sichern, wird der Studierendenschaftsbeitrag um 0,50 Euro angehoben. Der Studierendenrat hatte sich bereits auf seiner letzten Sitzung im Jahr 2017 mehrheitlich für die Etablierung eines Studierendenradios an der Martin-Luther-Universität ausgesprochen.

„Studis on Air“ bietet Studierenden der Universität Halle damit zukünftig die Möglichkeit, Erfahrungen in der radiojournalistischen Arbeit zu sammeln, heißt es in einer Erklärung von CORAX. Durch die strukturelle Verankerung des Studierendenradios in der Studierendenschaft werde die fachliche Betreuung von Fachpraktika, sowie die personelle Bereuung und Kontinuität einer festen, zugangsoffenen Redaktion von Studierenden abgesichert. Außerdem finden durch „Studis on Air“ die Themen der Studierendenschaft den Weg ins Radio und damit in die Öffentlichkeit. Durch Radioberichte von Studierenden werde die Wahrnehmung von Hochschulpolitik und Partizipationsmöglichkeiten in studentischen Gremien sowohl in der Studierendenschaft, als auch in der Medienlandschaft erhöht.

Der Antrag zur Einrichtung eines Studierendenradios an der Universität Halle war von insgesamt zwanzig Personen gestellt worden, darunter Mitglieder des Studierendenrates, der Arbeitskreise und der studentischen Fachschaften. Weiterhin wurde der Antrag unterstützt von sieben Arbeitskreisen, vier Hochschulgruppen, einem Fachschaftsrat und der Redaktion der Studierendenschaftszeitschift „hastduzeit“.