Pompeo-Besuch in Halle: nach einer Stunde war es vorbei

Großes Staatsbesuche gab es seit Jahren in Halle nicht. Anfang der 90er hat der damalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher einige Staatsgäste in die Saalestadt geholt wie den damaligen sowjetischen  Außenminister Eduard Schewardnadse, den früheren US-Außenminister Henry Kissinger und den ehemaligen sowjetischen Staatspräsidenten Michail Sergejewitsch Gorbatschow. 

Am Donnerstagabend war Halle nun wieder Schauplatz für einen Staatsbesuch. Während der damalige Anlass mit dem Mauerfall ein freudiger war, war der Besuch von US-Außenminister Mike Pompeo einem traurigen Anlass geschuldet, einem Anschlag mit zwei Toten. Mit einem riesigen Tross kam der Politiker. Und für den normalen Hallenser hatte der Besuch vor allem negative Auswirkungen. Teile des Paulusviertels waren abgesperrt, es herrschte Parkverbot und Autos wurden abgeschleppt. Anwohner kamen nur mit Ausweis zu ihren Häusern. Abends wurde dann auch die Ludwig-Wucherer-Straße abgesperrt, die Oberleitung der Straßenbahn abgestellt. Mehrere Straßen rund um das Steintor, wie die Paracelsusstraße, waren zwischendurch auch gesperrt und es kam zu langen Staus. 

Pompeo, der bei seinem Besuch von Außenminister Heiko Maas, Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff und Oberbürgermeister Bernd Wiegand begleitet wurde, suchte den Kiez-Döner in der Ludwig-Wucherer-Straße sowie die Synagoge in der Humboldtstraße auf. Dort traf er auch auf Vertreter der jüdischen Gemeinde. Nach rund einer Stunde war der Besuch von Pompeo vorbei. 500 Polizisten sind im Einsatz gewesen.

Artikel Teilen: