Sport braucht die Turnhallen – Halle muss laut FDP zeitnah Alternativen für Flüchtlinge schaffen

Die Sporthalle im BIZ in Halle-Neustadt ist bereits Notunterkunft für Ukraine-Flüchtlinge, ab kommender Woche auch die Brandbergehalle. Damit fehlen den Sportvereinen Möglichkeiten zum Training und für Turniere. Der FDP-Landtagsabgeordnete und ehemalige Präsident des Landessportbunds, Andreas Silbersack, übt daran heftige Kritik.


„Es ist von elementarer Bedeutung, dass wir den schutzsuchenden Menschen aus der Ukraine mit allen Anstrengungen Helfen und eine Unterkunft bieten. Es darf jedoch kein Dauerzustand werden, die Turnhalle am Bildungszentrum und die Brandberghalle als Unterkünfte zu nutzen“, erklärt er. „Durch diese Situation wird das Sportangebot für viele Menschen in Halle extrem verschlechtert.“

Zwar sei das vorübergehend in Kauf zu nehmen, „jedoch dient Sport der physischen sowie psychischen Gesundheit. Grade nach zwei Jahren der Pandemie ist es wichtig, dass die Menschen wieder die Möglichkeit haben ihren gewohnten sportlichen Aktivitäten nachzugehen und auch die Sportvereine nicht noch weiter ausbluten. Auch das Ablegen des Sportabzeichens am 09.04 wird voraussichtlich nicht möglich sein“, so Silbersack. 

„Ich begrüße daher sehr, dass die städtischen Wohnungsunternehmen HWG und GWG bislang rund 250 Wohnungen für die Unterbringung der schutzsuchenden Menschen zur Verfügung gestellt haben. Auch jedes private Engagement verdient den höchsten Respekt. Die Stadt Halle muss sich jedoch weiterhin bemühen, zeitnah Alternativen herzustellen, um die Sporthallen wieder den Vereinen zur Verfügung zu stellen. Als Vorbild kann hierbei die Stadt Magdeburg dienen, die die Räumlichkeiten der Messe nun zur Verfügung stellt und damit seit Freitag wieder alle Sporthalle für den gewohnten Betrieb nutzen kann“, so Silbersack abschließend. 

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22 Antworten

  1. Wintersonne sagt:

    Eine Möglichkeit wäre die Nutzung des Stadthauses auf dem Markt, zentrale Lage , sonst wenig Nutzung , schnelle umsetzbare Sanitäreinrichtung , große Räume . Alle Schüler und Schülerinnen , welche am Schulunterricht teilnehmen werden benötigen Sporthallen. Im übrigen kann die Stadtratssitzung einmal im Monat sicherlich digital oder in einem Ausweichobjekt ( wie auch schon erfolgt) weiterhin stattfinden.

  2. Jim Knopf sagt:

    Jammern auf hohen Niveau , gar nicht sportlich .

  3. Wintersonne sagt:

    Dann wäre da auch noch die „Fliederweg-Kaserne“ als Möglichkeit und die Polizeikräfte könnten ins Zollamt Merseburger Straße 196 mit einziehen.
    Wäre ebenfalls ein sofortiges großes Raumangebot , Straßenbahnanbindung , Sanitäre Einrichtungen möglich.

  4. Naja... sagt:

    Das ist eine Leichtathletikhalle, die in den wärmeren Monaten ohnehin fast nie genutzt wird.

    • Ur-Hallenser sagt:

      Schwachsinn, die Halle ist täglich in Benutzung. Der SV Halle trainiert dort zum Beispiel.

    • Hazel sagt:

      Viele Schulen nutzen die Halle zum Sportunterricht. Einige Schulen in Halle haben keine Sporthalle oder sie sind in einem schlechten Zustand.

      • interessiert sagt:

        Welche Schulen sind das?

        • Hazel sagt:

          Die Dürer Grundschule oder die Saaleschule.

          • sehr interessiert sagt:

            Die Grundschule „Albrecht Dürer“ in der Albrecht-Dürer-Str. nutzt für den Sportunterricht die Brandbergehalle am Kreuzvorwerk? Bist du dir da ganz sicher?

            Und auch die Schüler der Saaleschule in der Hans-Dittmar-Straße am nördlichen Stadtrand fahren zum Sportunterricht nach Kröllwitz?

    • Fairness? sagt:

      Es geht ja auch nicht nur um die Sporthalle Brandberge. Es sind mehrere Sporthallen betroffen und der Sportbetrieb der Vereine wird massiv eingeschränkt. Die Kinder und Jugendlichen freuen sich nach der langen Coronapause wieder richtig zu trainieren und in den Wettkampfbetrieb einzusteigen und dann muss man erklären, dass die Wettkampfsaison 2022 ausfällt, weil die Stadt der Meinung ist die Sportstätten anderweitig zu nutzen.

  5. Fragjanur sagt:

    Wo wohnst du denn?

  6. Goldfinger sagt:

    Silbersack übertreibt. Was wird denn extrem verschlechtert? Ist Sport nur in einer Halle denkbar? Wenn ja, gäbe es nie Olympische Sommerspiele.

  7. Der metzger sagt:

    Hätten wir uns ab 2015 nicht die Goldstücke und Facharbeiter andrehen lassen, wäre heute für echte Schutzsuchende Platz. Man bemerke den Unterschied, wer hier heute kommt: Frauen mit Kindern. Was kam 2015?

  8. Sportfreund sagt:

    Wenn es ordentliche Alternativen und Ausweichmöglichkeiten für die Sportvereine sowie auch für Wettkämpfe und Sportveranstaltungen geben würde, würde sich auch keiner aufregen. Nicht jeder bekommt eine Ersatzhalle. In Halle und Halle-Neustadt sind so gut wie alle Sporthallen belegt oder geschlossen, weil sie saniert werden müssen.

  9. Zimmermann sagt:

    Wie wäre es mit ehemaligen Inter-Hotel am Riebeckplatz

    • MS sagt:

      Warum muss Silbersack jetzt nachhaken? Wurde doch in der Stadtratssitzung klar und deutlich kommuniziert. Das sollen Übergangslösungen sein, weil niemand weiß, wieviele, wie lange Plätze benötigt werden. Für wie lange sollen denn Plätze angemietet werden in Hotels etc?

  10. Jf sagt:

    Jetzt brauchen wir Unterkünfte

  11. MS sagt:

    Und das es Silbersack und seiner Bagage nicht um Hilfe für die geflüchteten Ukrainer, sondern um seine eigene Klientel geht, wird ja am Beispiel „Messehallen“ deutlich. Es geht ihm demnach nicht um die Unterbringung in provisorischen Massenunterkünften an sich, sondern nur um seine Sporthallen…und die Brandbergehalle gar nicht mal dem Allgemein- und Schulsport dient…