Stadtradt lehnt “Feierabendparken” ab: Supermarktparkplätze in Halle (Saale) werden nach Ladenschluss nicht für Anwohner freigegeben
Supermarktparkplätze werden in Halle (Saale) auch künftig nicht für das Anwohnerparken freigegeben. Der Stadtrat hat einen gemeinsamen Antrag der Fraktionen Die Linke und FDP / Freie Wähler abgelehnt. Das Votum fiel mit 16 Ja-Stimmen, 21 Nein-Stimmen und 10 Enthaltungen aus.
Die antragstellenden Fraktionen hatten ein Modellprojekt vorgeschlagen, um den Parkdruck in Wohngebieten zu mindern. Als mögliche Modellstadtteile wurden die Vogelweide, das Medizinerviertel oder das Johannesviertel genannt. Ziel war es, außerhalb der Öffnungszeiten von Supermärkten eine zusätzliche Nutzung der dortigen Stellflächen für Anwohnende zu prüfen.
Ursprünglich war der Antrag von der Linksfraktion eingebracht worden, später schloss sich die FDP / Freie Wähler an. Die Vorsitzende der Linksfraktion, Katja Müller, verwies darauf, dass es nicht um die Schaffung neuer Rechts- oder Verfahrensgrundlagen gehe. Vielmehr sollte innerhalb der bestehenden Rechtslage geprüft werden, ob Gespräche mit den Betreibern der Parkplätze zu Lösungen führen können. Die Stellungnahme der Verwaltung habe sie in diesem Punkt missverstanden.
Kritik kam unter anderem aus der AfD-Fraktion. Thorben Vierkant sprach von einer „Vergesellschaftung von privaten Problemen“ und äußerte Zweifel an der Umsetzbarkeit. Er nannte mögliche Konflikte bei Reinigung und Winterdienst sowie die Sorge, dass Parkflächen am Morgen noch belegt sein könnten, wenn der Kundenverkehr beginne.
Für die FDP verteidigte Tim Kehrwieder den Antrag. Die gemeinsame Initiative mit der Linken sei aus seiner Sicht ein Zeichen für die Sachlichkeit des Vorschlags. Er betonte den freiwilligen Charakter des Modells und verwies darauf, dass niemand Eigentümern vorschreiben solle, wie sie ihre Flächen zu nutzen hätten. Vielmehr gehe es darum, in Vierteln mit hohem Parkdruck pragmatische Entlastungen zu prüfen.
In ihrer Stellungnahme hatte die Stadtverwaltung darauf hingewiesen, dass die Genehmigung und der Betrieb von Sammelparkplätzen im Rahmen des geltenden Baurechts geregelt seien. Die Betriebszeiten würden in der jeweiligen Baugenehmigung festgelegt. Eine Nutzung außerhalb der Öffnungszeiten, insbesondere nachts zwischen 22 und 6 Uhr, setze Nachweise zum Lärmschutz und Verkehrsaufkommen voraus. Grundsätzlich sei eine Mehrfachnutzung privater Parkplätze bereits heute möglich, sofern diese Voraussetzungen erfüllt seien. Ein Stadtratsbeschluss sei dafür nicht erforderlich.








Rad oder nicht Rat das ist hier die Frage.
wie immer, unflexibel und gegen die Bürger. Statt dessen gibt es dann Parksuchverkehr. Aber bei den unflexiblen Autohassern im Stadtrat. Wieso darf der überhaupt entscheiden, das sind doch Privatgrundstücke. Seltsames Deutschland.
Wenn „der Bürger“ keinen Parkplatz suchen will, dann kann er sich gern einen privaten Parkplatz mieten. Er könnte ja auch Eigeninitiative zeigen und mit den Kaufhallenbetreibern sprechen, da findet sich bestimmt ein Weg, wenn das Geld stimmt.
Sehr ,sehr gute Entscheidung!
Der im Foto dargestellte Parkplatz von Rewe in Halle Süd wird, so wie es aussieht, schon seit einiger Zeit von Anwohnern genutzt und dies geduldet. So kann es auch laufen.
Wie auch immer, Eigentum muss respektiert werden, sonst geht alles Berg ab.
Teilen ist nicht Wegnehmen. Und „Berg ab“ geht’s davon auch nicht 🙂
In Vierteln mit hohem „Parkdruck“ muss einfach mal die Kontrolldichte erhöht werden, so das gesetzwidriges Verhalten auch definitiv zu einer Strafe führt. Dann sinkt auch der „Parkdruck“.
Schönen Dank, daß du dann die Nachtschichten im OA übernehmen willst. Der parkdruck wird durch diese Aktionen allerdings nicht geringer, er verlagert sich nur. Ist wie mit deinem Geld, das ist nicht weg: es hat nur ein anderer…
Die Situation mit der Straßenqualität in Halle ist sehr speziell…Ich bin von Sachsen nach Sachsen Anhalt gezogen, so etwas wie hier habe ich nicht für möglich gehalten. Wofür zahlen die Hallenser die KFZ Steuer? Wofür wird sie verwendet? Lang gesperrte Straßen welche auch für Parkplätze genutzt werden konnten, sind fürs parken gesperrt…der Versuch, eine entspannte Lösung mit Supermarktparkplätzen zu schaffen, scheitern, weil die Grünen den Marsch blasen? Einfache Mathematik Aufgabe…..KFZ Steuer Einnahmen =???????
Ohne Einnahmen keine Ausgaben….Finanzbuchhaltung!!!!¡
Warum müsst Ihr die fleißige und arbeitende Bevölkerung immer mehr schröpfen und auf die Palme bringen? Geht es vielleicht auch mal zur Abwechslung leichter? Wir alle kämpfen ums Überleben mit allen Facetten was uns das Leben bietet.
Das Facit…..hört auf,es den Menschen immer schwerer zu machen!!!!!!
Die Last welche wir alle tragen müssen ist groß genug!!!!!! Es reicht langsam!!!!
„Wofür zahlen die Hallenser die KFZ Steuer? “
Auch als Sachse sollten sie wissen, dass die KFZ Steuer eine Bundessteuer ist und keine STADTSTEUER der Stadt Halle.
Ja, genau….deswegen die Fördergelder für den Straßenbau welche über den Bund freigeschaltet werden…..hüstel.
„Kritik kam unter anderem aus der AfD-Fraktion“. Wie kommst du auf die Grünen?
Ach ja: „Ich bin von Sachsen nach Sachsen Anhalt gezogen …“
Die fleißige arbeitende Bevölkerung fährt mit dem ÖPNV. Das Auto nimmt nur die faule Bevölkerung.
Tja, wenn er denn zu Schichtzeiten führe. Immer solche nutzlosen Angebote von dir
„Vergesellschaftung von privaten Problemen“ – Warum geht man nicht lösungsorientiert ran? Zugeparkte Straßen sind nicht ausschließlich ein Privatproblem.
Was spricht gegen Gespräche mit den Parkplatzeigentümern? Am Ende ist alles eine Frage von Leistung und Gegenleistung.
Na dann sprich doch mal mit den Parkplatzeigentümern. Wieso sollte das die Stadt für dich übernehmen? Auch das ist eine Vergesellschaftung von Privatproblemen.
Es ist wirklich wichtig, dass diese Flächen unbenutzt bleiben. Am Ende parken die Leute noch kostenlos mit ihren verbrennern? Nein danke! Gegen die Verbrennernnotoren in Deutschland!!! 11elf!!
Ich würde als Kunde ganz offensiv auf den Marktleiter zugehen und ihm einen Mietvertrag anbieten.
Der wird ganz defensiv ablehnen, weil er einen solchen gar nicht abschließen darf.
Aber er wird dir das Parken als „Betriebsfahrzeug“ dort gestatten können…
Wenn er das darf. Darf er das?
Ja, darf er als Betriebsleiter…
Klar, immerhin darf er auch verfügen, wer über seinen Platz wachen und Knöllchen verteilen darf.
„über seinen Platz“
Da haben wir das Problem.
Wer kommt denn überhaupt auf solche Ideen? Supermarktparkplätze sind Privatbesitz, die Verwendung desselben geht die Stadtverwaltung nichts – und zwar gar nichts – an.
Das ist nicht richtig. Schon der Bau und natürlich auch die Verwendung geht die Stadtverwaltung sogar sehr viel an. Ich weiß, auch du willst hier nur umtrollen, aber ich weiß auch, dass du das Ganze schon länger verfolgst und damit auch im Bilde bist, worum es hier eigentlich geht. Ganz so dumm bist du nämlich dann doch nicht. 😉