Stadtverwaltung zum Club Stellwerk: Betreiber hat zwei Wochen Zeit, Genehmigungen und Unterlagen vorzulegen – sonst droht erneut die Versiegelung

Die Debatte um den Club Stellwerk in der Camillo-Irmscher-Straße in Halle (Saale) geht weiter. Im Ordnungsausschuss informierte die Stadtverwaltung über die aktuelle Situation.

Demnach seien die Versiegelungen am vergangenen Freitag bewusst angebracht worden. Grund war eine für den darauffolgenden Samstag, den 7. März 2026, angekündigte Veranstaltung. „Die wollten wir verhindern und den Veranstalter damit zwingen, mit uns in Kontakt zu treten.“

Das Gespräch mit dem Betreiber fand am Dienstag statt. Zwei Wochen hat dieser nun Zeit, die entsprechenden Unterlagen und Genehmigungen vorzulegen. Das könnte schwierig werden, denn der Betreiber hat nach Auskunft der Stadt keinerlei gewerberechtliche Erlaubnis in Halle. Auch eine Genehmigung für eine Schankwirtschaft liegt nicht vor.

Die Stadtverwaltung stellte klar, dass erneut eine Versiegelung droht, sollten die Unterlagen nicht vorliegen. Denn für den 28. März ist dort eine weitere Veranstaltung vorgesehen.

René Rebenstorf, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Sicherheit und Umwelt, stellte klar, dass die Stadt nicht aus Langeweile Einrichtungen schließt. Es gebe Vorschriften nach Recht und Gesetz. Die Schließung sei nur das allerletzte Mittel. Diesen Schritt hatte die Stadt über Monate hinausgezögert, indem immer wieder versucht worden sei, mit dem mutmaßlichen Betreiber in Kontakt zu treten. Weil das gescheitert sei, sei es letztlich zur Versiegelung gekommen, die zunächst am Dienstag wieder aufgehoben wurde.

Dieser Schritt bedeutet jedoch keine Erlaubnis für Veranstaltungen, sondern lediglich, dass das Gebäude wieder betreten werden darf.

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3 Kommentare

  1. 10010110 sagt:

    Da sollte vielleicht auch mal die GEMA anklopfen und nachhaken, ob der mutmaßliche Betreiber auch ordnungsgemäß Tantiemen für die dargebotene Musik abgeführt hat.

    • .... sagt:

      Hey Blockwart….noch was auf deiner Liste?

    • JeanPütz sagt:

      Man könnte für die Besucher auch einfach mal hoffen, dass nicht noch ein Club schliessen muss, auch wenn der Betreiber durchaus etwas dubios wirkt. Die Gema ist nun wirklich keine Institution, deren Geschäftsmodell man gutheißen sollte.

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