Stage killed the TV star: Sechste Staffel der Musik Video Show feiert am Freitag Premiere in Halle – letzte Aufführung in der Freien Spielstätte?

1980 verkündete MTV selbstbewusst: „Video killed the radio star.“ 2026 heißt es in Halle: „Stage killed the TV star.“ Mit der mittlerweile sechsten Staffel ihrer erfolgreichen Musik Video Show (MVS) bringt das „Freie Kinder- und Jugendtheater spielmitte“ Musikvideos dorthin, wo sie bislang kaum jemand gesehen hat: auf die Bühne. Live. Direkt. Analoges 3D. Was sonst über Bildschirme flimmert, wird hier zu einem mitreißenden Theatererlebnis: Riesige Projektionen, spektakuläre Outfits, millimetergenaue Lipsync-Performances und energiegeladene Choreografien verschmelzen zu einer Show, die Popkultur neu interpretiert – kraftvoll, kreativ und überraschend.

Die jungen Darsteller*innen verwandeln bekannte Songs in lebendige Bühnenkunstwerke und beweisen, wie viel Ausdruck, Präzision und Leidenschaft in ihrer Arbeit steckt. Die Musik Video Show ist dabei weit mehr als eine Aneinanderreihung von Hits: Sie ist eine Hommage an über 40 Jahre Musikvideogeschichte – und ein Statement dafür, wozu junges Theater heute fähig ist.

Die diesjährige Musik Video Show könnte zugleich die vorerst letzte Produktion in der Freien Spielstätte in der Kardinal-Albrecht-Straße sein. Notwendige Reparaturmaßnahmen am Gebäude stehen im Raum, deren Finanzierung bislang nicht gesichert ist. Ob und wie es mit dem Standort weitergeht, ist derzeit unklar.

Umso mehr wird diese Show zu einem besonderen Moment – einer, der nicht nur Popgeschichte auf die Bühne bringt, sondern auch die Bedeutung freier Kulturorte in Halle sichtbar macht.

Termine
20. Februar 2026, 20:00 Uhr (Premiere)
21. Februar 2026, 16:00 Uhr

Freie Spielstätte
Kardinal-Albrecht-Straße 6

Altersempfehlung: ab 10 Jahren

Karten: www.spielmitte.de

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13 Kommentare

  1. Henk sagt:

    Erhalten die Darteller*innen (sic!) Steuergelder und wenn ja: warum?

  2. Fördergeldtroggegner sagt:

    Die „Freie Spielstätte“ kann ja eine Spendensammlung ins Leben rufen, wenn da wirklich ein großes Interesse am Bestehen der selbigen herrschen sollt, müsste ja genügend Spendengeld zusammen kommen um den Laden zu renovieren und am Leben zu halten. Alleine immer auf den Fördergeldtrog zu hoffen, ist einfach nicht hinnehmbar.

  3. unglaublich sagt:

    @Honk das sind Kinder und Jugendliche! Es wird Einztritt bezahlt! Das meiste wird freiwillig und unendgeldlich gemacht! Wieso wird hier so ein Aufriss gemacht. 20-30 Kids dort, sind 20-30 Kids weniger auf der Straße !

  4. Daniel M. sagt:

    Klingt ziemlich gut.

  5. Robert S. sagt:

    Nicht labern.
    Hingehen.
    Ansehen.
    Begeisterung mitnehmen.
    Unbezahlbar.

  6. Siegfried v. d. Heide sagt:

    Da kommt endlich mal wieder eine spannende Inszenierung auf die Bühne und gleichzeitig ist nicht mehr klar wie es mit der Spielstätte weiter gehen kann. Es geht nicht um das Fressen aus dem Fördermitteltrog. Diese Gelder finanzieren das Haus nicht, sie unterstützen nur. Ohne diese Gelder wird das Haus geschlossen. Der soziale und kulturelle Kahlschlag in Halle ist erschreckend.
    Dabei nimmt die freie Szene knapp eine Millionen Euro in Anspruch, es wird der Stadt nichts nützen diesen Bereich kaputt zu sparen, die Schulden werden nicht geringer. Im Gegenteil: Warten wir auf die nächsten Wellen von Jugendkriminalität, Abwanderung junger Menschen und die Folgen der immer weniger werdenden sozialen Kontakte.

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