Start des Architekturwettbewerbs für das Zukunftszentrum – Angebot der Kirche

Die Beauftragten der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) für das Zukunftszentrum Deutsche Einheit und Europäische Transformation – Pfarrer Eckart Warner (Kirchenkreis Halle-Saalkreis) und Superintendent Christian Beuchel (Kirchenkreis Mühlhausen) – begrüßen den Start des internationalen Architekturwettbewerbs. „Es ist gut und wichtig, dass der Prozess jetzt an Fahrt gewinnt“, erklärt Christian Beuchel.

In Halle wird ein Ort entstehen, der über Ostdeutschland hinauswirkt. Die Erfahrungen und Leistungen der Menschen aus und in Ostdeutschland werden dort sichtbar gemacht. „Das soll und darf jedoch kein nostalgischer Rückblick werden“, sind sich die beiden Beauftragten der EKM einig. Das Zentrum soll als Forschungs- und Begegnungsstätte die Leistungen der Ostdeutschen nach der Wiedervereinigung würdigen und Bedingungen für künftige Transformationsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland und Osteuropa erforschen. „Die Kirchen bieten bei der Gestaltung ihre Mitarbeit an“, unterstreichen die Beauftragten der Landeskirche. Ein konsequenter Schritt, bedenkt man die Rolle der Kirchen in der Wendezeit und die transformativen Prozesse der letzten 35 Jahre in den Kirchen. 

„In Halle sollen ganz grundsätzliche Fragen zum Ausdruck kommen sollen, wie: Wie können die Erfahrungen des Miteinanders und der Veränderungsprozesse in den Kirchengemeinden zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen?“, betont Christian Beuchel. Die Schaffung eines öffentlichen Raumes für Kultur und lebendige Diskussionen sei vor dem Hintergrund der politischen Entwicklungen dringend notwendig. „Das Zukunftszentrum soll die Menschen zusammenbringen und den gedanklichen wie kulturellen Austausch zwischen Ost und West anregen – ein Auftrag, den Kirche begleiten und fördern kann“, hebt Eckart Warner hervor.

Dass der Bau dieses Zentrums nachhaltig und klimagerecht umgesetzt werden soll, entspricht den Grundsätzen der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Auch dies ist für die Beauftragten der Landeskirche EKM eine wichtige Entscheidung der Planer.

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Keine Antworten

  1. HALLEnser sagt:

    Ich wünsche mir ein Zukunftszentrum ohne Kirchen bzw. ohne religiöse Bezüge. Ich meine, die Kirchen haben andere Dinge aus der Vergangenheit aufzuarbeiten und sollten keinesfalls in das Zukunftszentrum eingebunden werden. Staat und Religion sollten getrennt sein.

    • Pressesprecher sagt:

      Oha, da trägst du aber ganz schön dich auf. Wer sollte denn das Elisabeth- Barbarakrankenhaus übernehmen, wer die Diako und das Dölauer Krankenhaus? Meinst du im Ernst, ddaß es ohne Caritas und Diakonie auch in der Altnpflege besser ginge? Mag sicher sein, aber nicht in diesem Staate. Die sind doch auf dieser Strecke massiv klamm am Beutel.
      Aber laß mal, auch die DDR hatte solche Anwandlungen, ist dann aber ganz schnell auch aus den ökonomischen Gründen davon abgekommen.

      • grüner sagt:

        Schwachsinn, die werden dafür fürstlich bezahlt. Da findest würde sich jederzeit ein Träger finden ohne religiöse Einflüsse. Ich finde auch die Kirchen sollten sich raushalten.

      • bla sagt:

        „Wer sollte denn das Elisabeth- Barbarakrankenhaus übernehmen, wer die Diako und das Dölauer Krankenhaus? Meinst du im Ernst, ddaß es ohne Caritas und Diakonie auch in der Altnpflege besser ginge?“

        Einfach verstaatlichen. Der Staat hat die Pflicht zur Daseinsfürsorge, das ist seine Legitimation.

  2. nachgefragt sagt:

    „Das soll und darf jedoch kein nostalgischer Rückblick werden“

    Warum nicht? Oder ist das jetzt auch schon „rechts“?

    • ähm sagt:

      „Wir wollen Zukunft!“

      • Kos Men ErdE scH moS sagt:

        Die Zukunft gibts immer nur im Doppelpack mit der Vergangenheit.
        Privat (aus reiner junger Ich-Perspektive) mag das Weltgeschehen mitunter als rein linearer Verlauf wirken und die Zukunft entfernt sich aus dieser Sicht immer unendlich weiter von der (teilweise geächteten & eleminierten) Vergangenheit.
        Geschichtlich (also vor der Geburt, während des Lebens und nach dem Tod – und im Angesicht eines anderen Menschen/ einer anderen Kultur) zeigen sich eher die wiederkehrenden Muster und unauflösliche Verbindungen – erscheinend in Sprache, Lebensorganisation und Kultur.

      • ganz einfach sagt:

        Wer nicht aus der Geschichte lernt, muss sie wiederholen.

  3. Ungläubige sagt:

    Die Evangelische Kirche sollte erst einmal ihre Missbrauchsfälle aufarbeiten und die weltliche Justiz unterstützen.

    Die Täter auch konsequent der Justiz ausliefern und nicht in andere Länder „zwangsversetzen“.

    • Neustädter sagt:

      Verwechsel bitte nicht die beiden Großkirchen miteinander!

      • Glaubenstäter sagt:

        Evangelischen Kirche: mindestens 2.225 Opfer und 1.259 mutmaßliche Täter.

        Katholische Kirche: mind. 3677 Opfer.

        • Fred sagt:

          Unschuldsvermutung nach Gesetz kennst du aber. Also erst nach Gerichtsurteil ist ein Täter schuldig, vorher nur mutmaßlich. Sorry ich hab die Gesetze nicht gemacht, wage aber die Frage, wieviele mutmaßliche bisher ein gericht gesehen haben.. —————
          Bei allem Sinnieren über Gesetzlichkeiten etc. ist das Thema aber trotzdem total abartig und widerlich. Daher keine Verjährung etc.

  4. Verstecker Sakralbau ? sagt:

    He? Wie jetzt? Ich dachte das Zukunftszentrum wird durch die Bundesregierung gebaut? Wenn die Kirche da daß „sagen“ hat soll sie es auch selbst bezahlen und nicht das Geld der Steuerzahler abschöpfen.

  5. Frohe Zukunft sagt:

    Das Werbeposter ist eher dystopisch.