Studie: Corona-Infektionsgefahr im ÖPNV nicht höher als im Individualverkehr – Zahlreiche Abo-Kündigungen von Fahrgästen wegen Corona-Angst

Volle Busse und Bahnen – und dann hustet jemand: besteht mit ÖPNV etwa eine höhere Gefahr, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren? Nein, sagt eine neue Pendler-Studie des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen, der dafür die Charité Research Organisation (CRO) beauftragt hatte. Die regelmäßige Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sei im Vergleich zum Individualverkehr nicht mit einem höheren Risiko einer SARS-CoV-2-Infektion verbunden. Die Studie hat das konkrete Ansteckungsrisiko von Fahrgästen in Bussen und Bahnen mit dem von Pendlerinnen und Pendlern verglichen, die regelmäßig mit Pkw, Motorrad oder Fahrrad unterwegs sind.

“Die heute vorgelegten eindeutigen Forschungsergebnisse stimmen mich positiv und lassen mich zuversichtlich in die Zukunft unserer Branche blicken”, sagt Steffen Lehmann, Geschäftsführer der Mitteldeutschen Verkehrsverbund GmbH, zudem auch die Hallesche Verkehrs AG HAVAG gehört. “Endlich können wir unseren Fahrgästen und Fahrpersonalen auf der Grundlage dieser wissenschaftlichen Fakten ein besseres Gefühl der persönlichen Sicherheit vermitteln.”

Die im MDV zusammengeschlossenen Nahverkehrsunternehmen hätten in den vergangenen Monaten immense Kraftanstrengungen unternommen, um alle Fahrgäste auch in Pandemiezeiten sicher zum Ziel zu befördern. Beispielsweise wurden die Fahrerbereiche in Bussen bereits im ersten Lockdown mit Trennscheiben und –folien abgetrennt, die Türen zur regelmäßigen Durchlüftung an Haltestellen automatisch geöffnet und alle Regeln zur Mund-Nase-Bedeckung umgesetzt. 

“Die Erfahrungen der letzten Monate zeigen uns trotzdem leider, dass viele Pendler und Gelegenheitsfahrer aus einer gewissen Angst vor Ansteckung den Nahverkehr meiden und auch Abos gekündigt wurden”, beklagt Lehmann. “Die vorliegenden Fakten der Studie wollen wir daher unbedingt für die weitere Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit nutzen. Mein Dank gilt an dieser Stelle allen Fahrgästen und Fahrpersonalen, die mit der Einhaltung der aktuell gültigen Hygiene- und Schutzbestimmungen einen wertvollen Beitrag zum sicheren Nahverkehr leisten.”

Die Ergebnisse der VDV-Studie sind auf der Webseite www.besserweiter.de des VDV-Bundesverbands abrufbar.

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33 Antworten

  1. sXe4Life sagt:

    Oh, wenn Corona-Panik Geld kostet, ist alles wieder gar nicht so schlimm. Volle Trams sind harmlos, Kindergeburtstage müssen gestürmt werden.

  2. Nein.zum.Lockdown sagt:

    Und wieder eine Blase der Corona-Groupies geplatzt. Viele werden noch folgen.

  3. JS sagt:

    Na dann. Alle Geschäfte und die Außengastro sofort öffnen. Dort ist die Personendichte auch nicht höher als in der Bahn.

    • 10010110 sagt:

      Es wird aber mehr gesprochen, und auch noch direkt ins Gesicht. Ein gewisser Unterschied besteht da schon.

  4. Ich sagt:

    Nur weil mal eine(r) hustet, muss das nicht gleich bedeuten, das jene(er) Corona infiziert ist. Wer anders denkt sollte sich mal zum Psychiater begeben…

    • ossi123 sagt:

      Ein Husten ist ggf. grippaler Infekt, auch wenn die Wuthan Grippe nun Corona genannt wird könnte man halt coronalen Infekt nennen wenn es den unbedingt nicht eine zwote Art Honkong-Grippe sein darf.

    • Anmerkung sagt:

      Vor allem wenn alle FFP2 tragen.

  5. Anmerkung sagt:

    Die Studie zeigt in erster Linie, dass die geltenden Maßnahmen wie FFP2-Maske, Durchlüften, Abstand im öffentlichen Verkehr wirken.

  6. Kritiker sagt:

    Oder man dreht sich die Antwort, wie man es braucht. Angst vor zu viel Individualverkehr?

  7. rellah2 sagt:

    Ich glaube, dass die meisten nicht aus Angst vor einer Covid-19-Infektion gekündigt haben. Wer im Homeoffice arbeitet, für den lohnt sich ein Abo oft nicht. In Leipzig gibt’s schon lange Flex-Abo.

  8. Doris sagt:

    Richtig so wir haben unsere Abos auch alle gekündigt……schon allein wegen der FFP 2 Masken. Soll doch die Havag pleite gehen hauptsache ihr besteht auf eure Maskenpflicht!!!!

  9. Erb sagt:

    Wer hat denn diese Studie aufgestellt, die Ergebnisse sind ja so, dass man vor lauter Lachen gar nicht in den Schlaf findet, das glaubt sowieso keiner

  10. Buerger sagt:

    „Die regelmäßige Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sei im Vergleich zum Individualverkehr nicht mit einem höheren Risiko einerSARS-CoV-2-Infektion verbunden.“
    Natürlich nicht. Wie der Großteil des Alltagslebens, das unsere Regierung uns seit einem Jahr beschränkt. Die (unfreiwilligen) Treiber sind Altenheime und Massenunterkünfte. Das so zu sagen und in der Folge dort besser zu schützen wäre aber unpopulär und so nimmt man lieber die ganze Gesellschaft in Geiselhaft und verängstigt vollkommen gesunde Menschen.

    • Anmerkung sagt:

      Bitte nicht vergessen, dass bei der Studie FFP2-Masken getragen wurden, gelüftet und Abstand gehalten wurde. Das Ansteckungsrisiko war MIT Maßnahmen gering.

    • Malte sagt:

      Bürger, du verbreitest BullShit.

  11. Franz2 sagt:

    Hat die Studie auch berücksichtigt, wieviel Prekariat (besonders in Halle) ohne Maske, stinkend und alkoholisiert in der Bahn mitfährt … Leute anpöbelt. Jetzt bei den hohen Temperaturen besonders unangenehm, weil der Alkohol schnell ballert und Körperhygiene nochmal ne Stufe unerträglicher wird.

    • Anmerkung sagt:

      Nein, die Studie wurde im Rhein-Main-Verkehrsverbund durchgeführt. Da die Menschen dort augenscheinlich vernünftiger sind, ist zu bezweifeln, ob die Studie sich auf Halle übertragen lässt.

  12. Pepe sagt:

    Das heißt also, Corona hat dich nicht aus der Bahn geworfen 🙂

  13. Lortzing sagt:

    Frans2 – bei Dir hilft doch nur noch ein Vollschutzanzug.

    • Anmerkung sagt:

      Da fühlt sich wohl jemand angesprochen. Da wäre eine kalte Dusche zumindest schon mal ein Anfang.

    • Franz2 sagt:

      Es heisst FranZ2 und ja bei einigen Gestalten wäre so ein Anzug auch dringend nötig, da es noch genug andere übertragbare Krankheiten gibt, die man sich von denen holen kann. Mit Schadensersatz wirds ja nicht klappen, weil da nix zu holen ist.

  14. Nur mal so... sagt:

    Also normalerweise sitze ich nicht mit unzähligen fremden Menschen in meinem Auto. Ich finde nicht, dass man das mit dem Individualverkehr vergleichen sollte. Aussagekräftiger wäre es gewesen, es für sich stehen zu lassen. Ich meine, schon vom logischen her, 3 Leute in meinem Auto oder 30 in einem Bus ist schon ein Unterschied…. weniger Leute, geringere Ansteckungsgefahr und meine Fenster im Auto kann ich auch alle öffnen. Oder habe ich da jetzt einen Denkfehler???

    • Malte sagt:

      Hast du nicht. Außerdem ist die Verfolgung der Infizierung im Ernstfall sehr viel einfacher…Ich fahr hier auch nur mit PKW

  15. Bezug sagt:

    Gilt doch nicht für Halle

  16. Peter sagt:

    Die Gefahr sich beim Fahrradfahren oder gar Motorradfahren mit Helm anzustecken ist laut der Studie also vergleichbar groß, wie in einer Straßenbahn/Bus mit vielen Mitfahrern.

    Klingt irgendwie unplausibel.

  17. Franz2 sagt:

    An die Leute, die sich jetzt lustig machen, warum solch eine Studie erst jetzt zu dem Ergebnis kommt, denen sei gesagt, dass Wissenschaft nunmal davon lebt zu untersuchen und ggf. auch Erkenntnisse neu zu bewerten. Das macht man nicht an einem Tag und die persönlichen Erfahrungen einzelner Individuen sind auch Null aussagekräftig. Natürlich wissen Einige hier alles besser und sind neben Wirtschaftsexperten und Fußballtrainern auch noch Virologen und Mediziner.