Telefonische Anfragen zu Schwerbehindertenangelegenheiten künftig über die Behördennummer 115

Für Bürgerinnen und Bürger in Sachsen-Anhalt wird die telefonische Erreichbarkeit in Schwerbehindertenangelegenheiten neu organisiert und erprobt.

Ab dem 1. Februar 2026 startet eine dreimonatige Testphase, in der telefonische Anfragen zu Schwerbehindertenangelegenheiten über die Behördennummer 115 entgegengenommen werden. Die Anrufe werden durch die Telefonservicecenter (TSC) der Städte Halle (Saale) und Magdeburg bearbeitet.

Ziel der Erprobungsphase ist es, die telefonische Erreichbarkeit zu verbessern, Anfragen zu bündeln und die Bearbeitung der stetig steigenden Zahl von Anträgen im Schwerbehindertenrecht zu unterstützen.

Erprobungsphase mit klar definiertem Umfang

Im Rahmen der Testphase übernehmen die Telefonservicecenter die bisherigen telefonischen Sprechzeiten des zuständigen Fachreferates, das heißt:

  • dienstags und donnerstags von 8 – 18 Uhr

Was können Bürgerinnen und Bürger erwarten?

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Telefonservicecenter

  • beantworten allgemeine Fragen rund um das Schwerbehindertenrecht,
  • und erstellen bei Bedarf Tickets, die an das zuständige Fachreferat des Landesverwaltungsamtes weitergeleitet werden.

Sofern eine Anfrage nicht abschließend beantwortet werden kann, erfolgt die weitere Bearbeitung im Fachreferat. Die Rückmeldung an die Bürgerinnen und Bürger erfolgt anschließend durch das Landesverwaltungsamt.

Gemeinsames Projekt – Evaluierung nach drei Monaten

Das Projekt wird gemeinsam vom Landesverwaltungsamt Sachsen‑Anhalt sowie den Telefonservicecentern der Städte Halle (Saale) und Magdeburg umgesetzt. Die Servicecenter verfügen über langjährige Erfahrung in der Beantwortung von Bürgeranfragen und wurden gezielt für den Bereich Schwerbehindertenrecht geschult.

„Mit der Einbindung der Behördennummer 115 nutzen wir vorhandene Strukturen und Fachwissen, um die telefonische Erreichbarkeit im Schwerbehindertenrecht zu verbessern“, erklärt Thomas Pleye, Präsident des Landesverwaltungsamtes. „Es handelt sich bewusst um eine Erprobungsphase. Erst die Auswertung der Anrufzahlen, Anliegenarten und Ticketbearbeitungen wird zeigen, in welchem Umfang eine Entlastung erreicht werden kann.“

Nach Ablauf von drei Monaten werden die gewonnenen Daten ausgewertet und über mögliche Anpassungen entschieden.

Hintergrund

Das Landesverwaltungsamt ist unter anderem zuständig für

  • die Feststellung von Graden der Behinderung,
  • die Ausstellung von Schwerbehindertenausweisen,
  • die Gewährung von Blinden‑ und Gehörlosengeld
  • sowie weitere Leistungen im Bereich des Schwerbehindertenrechts.

Ergänzend zur telefonischen Erreichbarkeit stehen auf der Internetseite des Landesverwaltungsamtes unter
www.lvwa.sachsen-anhalt.de weiterhin umfangreiche Serviceangebote zur Verfügung, darunter:

  • Antragsformulare zum Download
  • Online‑Terminvergabe
  • Kontaktmöglichkeiten per E‑Mail
  • umfassende Informationsangebote zum Thema Schwerbehinderung

Hinweis

Die Behördennummer 115 ist eine bundesweit einheitliche Servicehotline der öffentlichen Verwaltung und dient der schnellen, bürgernahen Orientierung und Unterstützung bei Verwaltungsanliegen.

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5 Antworten

  1. ina sagt:

    Toll, die Gehörgeschädigten wird es freuen, die fühlen sich weiterhin verarscht.

    • Elfriede von dre Vochelweeide sagt:

      @ Ina, da hast du völlig recht! Und das ist zum Beispiel die Spitze: dass. sich Leute mit Suizidgedanken telefonisch an die Telefonseelsorge wenden sollen

      Dabei sind Hörgeschädigte derart behindert beim Telefonieren, weil sich NICHTBEINTRÄCHTIGTE so unvernünftig verhalten und nicht auf die Bitten des Hörgeschädigten ( langsam und deutlich sprechen) , sondern weiterreden als wären sie auch hörgeschädigt. Besonders schön sind die Einrichtungen, die ihre Hotline mit Automaten bestückt haben. “ Wollen Sie dies- drücken Sie die Taste 1, wollen Sied das….drücken Sie die Taste 2….und so fort bis 6. Ist die Ansage beendet und das eigene Prfroblem ist nicht dabei, ist man rat-und hilfslos.
      Überdies wird heute beim Sprechen ein Tempo vorgelegt als würden Schnellsprecherausscheide abgehalten.
      Weiter so, die Noten in Deutsch bei den Kindern werden diese Unarten belegen. Und das Desinteresse von älteren Leuten und Flüchtlingen, die die deutsche Sprache lernen wollen, wirad gefördert.

  2. Hazel sagt:

    Klasse, da brauchen die zum bearbeiten statt 11 Monate nur noch 10 Monate ……………..LOL

  3. Zapp sagt:

    1.FEBRUAR ,Sonntag?
    Erste Telefonische Schalte am Dienstag, 3.FEBRUAR!
    Noch Fragen.

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