„Urzeitmeer“: für 650.000 Euro wird ein neuer Spielplatz am Bruchsee in Halle-Neustadt errichtet

Am Bruchsee in Halle-Neustadt entsteht ein neuer Erlebnis-Spielplatz unter dem Motto „Am Urzeitmeer“. Die Bauarbeiten für das rund 650.000 Euro teure Projekt haben am Montag mit der Einrichtung der Baustraße offiziell begonnen. Bereits im Februar waren erste Baumfällarbeiten erfolgt. Die Fertigstellung ist für März 2026 geplant.

Die Stadt Halle investiert damit in die Lebensqualität und Freizeitgestaltung im Stadtteil Halle-Neustadt. Zwei Drittel der Kosten werden über das Förderprogramm „Soziale Stadt Halle-Neustadt“ vom Land Sachsen-Anhalt finanziert.

Ein Spielplatz wie aus der Urzeit

Das Projekt trägt den Titel „Vernetzung und Spielplatz am Bruchsee“ und greift gestalterisch und thematisch die geologische Geschichte der Region auf. Das zentrale Thema „Urzeitmeer“ verweist auf die Muschelkalk-Schichten des Bruchsee-Gebiets – Überbleibsel eines vorzeitlichen Meeres, das einst große Teile Mitteldeutschlands bedeckte.

Herzstück des neuen Spielplatzes ist eine Ammonit-Kletteranlage mit einer großen Rutsche – konzipiert für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Darunter entsteht eine an den Hang angepasste, terrassierte Spielfläche mit Schaukeln, Kletterstationen und einem barrierefreien Trampolin für ältere Kinder.

Für die jüngeren Besucher (0–6 Jahre) wird auf der gegenüberliegenden Seite ein fantasievoller Spielbereich gebaut: Ein als Vulkanberg gestalteter Rutschenhügel, bekletterbare Betonskulpturen sowie geschwungene, terrassierte Sandflächen mit Rückzugsnischen bieten abwechslungsreiche Spielmöglichkeiten. Blaues Fallschutzvlies simuliert dabei das Urzeitmeer und sorgt gleichzeitig für Sicherheit beim Spielen.

Mehr als nur Spielgeräte: Natur, Barrierefreiheit und Aufenthaltsqualität

Das Spielplatzgelände wird umfangreich begrünt: Insgesamt entstehen rund 1.300 Quadratmeter Rasenfläche, begleitet von der Pflanzung neun neuer Bäume sowie 123 Sträuchern. Die Gestaltung umfasst zusätzlich eine neue Wegeführung mit ungebundener Oberfläche, die den Bruchsee besser mit dem angrenzenden Wohnquartier vernetzen soll.

Auch an Aufenthaltsqualität wurde gedacht: Vier neue Bänke, Abfallbehälter sowie Fahrradanlehnbügel werden aufgestellt. Die bestehende Treppenanlage wird unter Wiederverwendung der Blockstufen erneuert und um eine barrierefreie Rampe ergänzt.

Kinder reden mit

Besonders bemerkenswert: Kinder aus dem Viertel waren an der Planung beteiligt. Ihre Ideen und Wünsche flossen in das Gesamtkonzept ein, betont die Stadtverwaltung. So soll ein vollwertiger Quartiersspielplatz entstehen, der nicht nur Bewegungsanreize schafft, sondern auch inklusiv und generationenübergreifend gedacht ist.

Naturschutz und Ausgleich

Drei Bäume – eine Kiefer, ein Eschenahorn und eine Scheinzypresse – mussten für das Projekt weichen. Im Gegenzug werden jedoch neun neue Bäume gepflanzt, um einen ökologischen Ausgleich zu schaffen und das Mikroklima vor Ort zu verbessern.

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17 Antworten

  1. Wacho sagt:

    Und das bei der Finanzlage? Am Ende wird das Areal Zweckentfremdet genutzt. Unsere Kinder gucken in die Röhre.🤔

  2. Micha sagt:

    Na da werden sich die jungen Männer welche sich dort Abends bis spät in die Nacht zum schwatzen und rauchen treffen aber freuen…

  3. Fragjanur sagt:

    Endlich könnte man mal Bauarbeitet sehen und dann sowas: nur Punkte auf den Gesichtern. Sind das evt. als Bauarbeiter verkleidete Politiker?

  4. Robert sagt:

    Schauen wir mal wer wirklich diesen Spielplatz in Beschlag nehmen wird .

    • unverpixeltes Lob sagt:

      Ich frage mich eher, warum die Bauarbeiter ihre Gesichter haben verpixeln lassen. Da wird ein Spielplatz gebaut und sie helfen tatkräftig dabei. Es gibt wenige noch schönere Anlässe für Bau und zumindest ich an ihrer Stelle wäre stolz, Teil des ausführenden Teams zu sein.
      Wie auch immer: schön, dass der Spielplatz gebaut wird. DANKE an alle Beteiligten!

      • Stolzfahne sagt:

        Die Bauarbeiter haben ihre Gesichter nicht verpixeln lassen.

      • 10010110 sagt:

        Ich unterstelle dir mal Naivität, weil es sich viele Menschen überhaupt noch nicht vorstellen können, was aus unbedacht im Internet veröffentlichten Fotos so alles herauszulesen und/oder zu manipulieren ist. Wenn es nur genügend Datenpunkte gibt, die man verknüpfen kann, kann jemand mit bösen Absichten nicht nur ein Schattenprofil von jemandem erstellen, sondern man könnte auch mit etwas sozialer Manipulation anderer, dritter Personen, Identitätsdiebstahl betreiben und damit im Namen der betreffenden Person Schindluder betreiben und im schlimmsten Fall ihr Leben ruinieren.

        Die besten Daten sind die, die gar nicht erst registriert und gespeichert werden.

        • Wario sagt:

          @Nulli , wow, endlich mal einer der versteht, das man sich nicht so öffentlich machen muss.👍@verpixelt…, ob dieser „Spielplatz „ dann auch dafür genutzt wird, ist die nächste Frage. Siehe Riebeckplatz Halle/Saale , bleibt er beim Umbau erhalten? Falls das ehemalige Hotel irgendwann abgetragen wird?

  5. Wennemann sagt:

    Wenn man die Verwahrlosung rings um den Bruchsee kennt, fragt man sich unweigerlich nach der Halbwertzeit des zweifelsohne ideenreich konzipierten Spielplatzes. Zur Zeit bestimmen Müll, Schmierereien sowie demolierte Bänke und Schilder das Umfeld des Sees. Ohne Rundumüberwachung durch Polizei und Ordnungsamt ist die Entwicklung vorgezeichnet. Wie weltfremd sind die Verantwortlichen?