USV Flossenschwimmen: Bewerbung als Bundesnachwuchsleistungszentrum (BNLZ) für Finswimming
Der Universitätssportverein Halle (USV Halle) hat seine Bewerbung als Bundesnachwuchsleistungszentrum (BNLZ) für den Zeitraum 2026 bis 2029 eingereicht. Damit strebt der Verein eine offizielle Anerkennung als zentrale Ausbildungsstätte für den Nachwuchs im Finswimming an.
Finswimming – zu Deutsch Flossenschwimmen – ist eine Hochgeschwindigkeitssportart, bei der Athletinnen und Athleten mit speziellen Flossen und Schnorchel durch das Wasser gleiten. Die Disziplinen reichen vom Schwimmen an der Oberfläche mit der Monoflosse oder den Bi-Fins bis hin zum Tauchen mit Atemgerät oder im Apnoe-Modus. Die Kombination aus Technik, Kraft und hydrodynamischer Effizienz macht Finswimming zu einer anspruchsvollen und faszinierenden Sportart, die international zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Der USV Halle hat sich in den vergangenen Jahren im nationalen Bereich im Finswimming in Deutschland etabliert. Mit einer gezielten Nachwuchsarbeit, professionellen Trainingsbedingungen und einem engagierten Trainerteam konnte der Verein eine starke Mannschaft aufbauen, die sowohl national als auch international überzeugt. Zahlreiche Medaillen bei Deutschen Meisterschaften, erfolgreiche Teilnahmen an Weltcups sowie die Integration von Athletinnen und Athleten in die Nationalmannschaft unterstreichen die Leistungsfähigkeit und das Potenzial des Vereins.
Die Bewerbung als Bundesnachwuchsleistungszentrum basiert auf der Erfüllung zentraler Kriterien: Dazu zählen eine nachweislich erfolgreiche Nachwuchsarbeit, ein durchgängiges Förderkonzept vom Breitensport bis zur Spitze, qualifizierte Trainerinnen und Trainer mit entsprechender Lizenzierung sowie eine moderne Infrastruktur mit wettkampftauglichen Trainingsstätten.
Mit der angestrebten Anerkennung verfolgt der USV Halle eine ambitionierte Zielsetzung: Der Verein möchte nicht nur seine erfolgreiche Nachwuchsarbeit weiter professionalisieren, sondern auch ein Leuchtturmprojekt für die Region Sachsen-Anhalt etablieren. Durch die Stärkung der strukturellen Rahmenbedingungen sollen junge Talente frühzeitig entdeckt, individuell gefördert und langfristig an den Leistungssport herangeführt werden. Darüber hinaus soll das BNLZ als Impulsgeber für die Entwicklung des Finswimming-Sports in Deutschland wirken – durch gezielte Trainerfortbildungen, die Organisation von Wettkämpfen und die enge Zusammenarbeit mit dem nationalen Verband.
Langfristig strebt der USV Halle an, ein Zentrum zu schaffen, das nicht nur sportliche Exzellenz fördert, sondern auch soziale Verantwortung übernimmt: mit inklusiven Angeboten, der Förderung von Mädchen und jungen Frauen im Leistungssport sowie der aktiven Einbindung von Eltern, Schulen und Partnern aus der Region. Die Bewerbung als Bundesnachwuchsleistungszentrum ist somit nicht nur ein sportliches, sondern auch ein gesellschaftliches Bekenntnis – für eine nachhaltige, zukunftsorientierte Nachwuchsförderung im Finswimming.









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