Verbraucherpreise: Nahrungsmittel vier Prozent teurer


Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes sank der Verbraucherpreisindex im Oktober 2017 gegenüber September 2017 um 0,1 Prozent auf einen Indexstand von 109,6 (2010 = 100). Die Inflationsrate (Preisentwicklung gegenüber dem Vorjahresmonat) betrug 1,5 Prozent. Im August und September 2017 lag die Inflation in Sachsen-Anhalt bei jeweils 1,8 Prozent.

Im Vergleich mit dem Vormonat sanken die Preise für Pauschalreisen um über 7 Prozent. Übernachtungen in Hotels und Pensionen waren um 0,5 Prozent preiswerter. Für die Verbraucher sicher begrüßenswert waren fast 10-prozentige Preisabschläge bei Versicherungen für private Verkehrsmittel.

Beim Vergleich mit dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Preise für Nahrungsmittel um 4 Prozent. Es zeigten sich weiterhin sehr große Teuerungen bei Butter und anderen Molkereiprodukten. So lagen die Preise für Butter um 55,1 Prozent über denen des Vorjahres. Auch bei anderen Milchprodukten hielt die starke Teuerung der letzten Monate an. Der Preisanstieg für Vollmilch lag bei 20,0 Prozent und für teilentrahmte Milch bei 28,1 Prozent. Für Käse und Quark wurden Preissteigerungen von 12,6 Prozent festgestellt. Die Preise für Schweinefleisch stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp 5 Prozent. Rind- und Kalbfleisch wurde vom Handel um 1,2 Prozent teurer angeboten.

Folgende Preisentwicklungen rund um das Thema „Wohnen“ wurden u. a. errechnet: Die Nettokaltmietpreise erhöhten sich um 0,9 Prozent. Für Dienstleistungen zur Instandhaltung und Reparatur der Wohnung mussten die Bürger knapp 4 Prozent mehr ausgeben. Die Preise für die Haushaltsenergie zogen um 1,6 Prozent an. Die Preise für die „kalten“ Wohnungsnebenkosten stiegen um 1,7 Prozent.

Die Kraftstoffpreise erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent. Die Preissteigerungen betrugen beim Superbenzin 1,3 Prozent und beim Dieselkraftstoff 3,2 Prozent.